Path:
Der Berlinischen Urkunden fünfte Abtheilung

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

1452 425 
Margarita selige unsers lieben vettern Burggrave sein elich weib also ingeschriben werden sollen, wer 
Jobanfen seligen gemabel mit „«Zulfe verhenckniße es aber ein frauen bilde die sal au< jn sulcher waiße 
des almechtigen gots, und durch rat und steur ander aufgenomen und jngeschriben werden, und mit den 
fromer Christen leute eyne bruderschafft vor etlichen Zinsen und andern sachen folgen so vor und nach- 
Zeiten angefangen hatt jn der ehren der »Zomgelobten geschriben steitt ongeverde und darnad sal ein man 
Ponigynnen und trosterinne aller Cristenheit der iunc- vor fich und vor sein elich weib «alle Jar die weile 
frawen und mutter sanct marien jn der Firchen und er lebt 24 pf. in die Bruderschafft ausrichten der er 
gots Zause zu UTangerßrewt dawssfen zu lande bey zum yder quatember einns jn dem Jare besundern 
colinbach gelegen jn yrer ere gewepyet ist so das die sechs pfenige gebenn sol unverzoglichen ane widerrede 
bestedyng briefe daruber gegeben clarlich außwisen und geverde LB sal auch ein yde witwe nach yres 
und so nu etlich unser +«Zofgesinde diener und andern mannes tode Jre lebetage sülche Zinse der bruder- 
unser lieben getrewen der bruderschaff sunderlichen schafft ausrichten jn yder obengenanter Zeit und nac 
geneget sein gantze liebe und vorsatz haben die hie Jren tode ire beste cleit darzu geben ane geverde 
in lande auch) zu geben zu meren und zu vreten So Were auch sac der Bruder oder Suester eins oder 
hat sunderlichen Ulrich Czeusel unser Cuchmeister mer sulche oben genante Zinse zu yr Zeit also oben 
und lieber getrewer mit goth unser «Zerschaff der geschriben ist nicht bezalten oder der Bruderschafft 
andern bruder und fromen <risten leute «Zulfe und schuldig wern so sollen die funffe zu In schugken 
rat uff das, das sulch lob der mutter gotis dester und sulchhe Zinse und schult an In fordern lassen 
mehr mag aufkomen und deste weiter gebreptet werden wolten sie In denne nicht bezalung thun oder Jren 
uff dissem ertrich wol billich ist, Zine capelle jim prer willenn darumb machen so sollen sie walt und macht 
ere geweigt und gehbeiliget bey sanct nicolaus pfar- haben sie darumb 3u pfenden lassen und die pfant 
kirchen an der thore jn unser statt Berlin gelegen zu vierzehn tage behalden, und nach außgange der vier- 
sol<hemer Bruderschafft mit 3ween pristern und drien zehn tag wurden die von In (nicht) geloset, sollen 
<orschulern gewyet und gestifftet, darinne man alle und mogen sie die versetzen und verkauffen und so 
tage teglich one underlaße zu ewigen zeiten eine singende wil gelts als der zinsfe oder schult gewest were an 
misse unser lieben frawen mit sampt den siben tage- geverde. 
zeiten singen halten und vulzihben sal ane abegang; Zs sol auch ein Jglicd) bruder der in der bruder- 
e7a<h Inhalt der stiftung das denne der erwerdiger schafft ist ein warzeichen haben und tragen mit name 
unser rat und besunder gefatter «Zere Stephan ein silbern Junckfrawen bilde an einen verspann jn 
bischoff zu Brandenburg erlobet und bestediget hat einen gebirge sitzenn de da sal ein Prentzline jn der 
mit sulchen stucken und artickelen zu haben alse bir „Zant haben und uff das geringste 3zwey ioth wegenn 
nach geschriben stehen: Czum ersten als wir ulrich und das selbe Zeichen sal ein ider bruder tragen alle 
Tzewsc<el unsern Cuchmeister und andern jm der hochzeitliche tage alle unser lieben frawen tage alle 
bruderschafft hir jun zu lande jn der genante CTapellen Zwelff boten tage Sant Johanes tag des teuffers und 
bey sanct Lricolaus ein lobliche stiftung als nemelichen wen man den Jarstag der bruderschafft begehet das 
eine ewige singende misse mit den fiben gesungen ist unser lieben frawen tag presentacionis welicher 
tagezeitene von unser lieben frawen teglichen zu ewigen bruder aber das mehr tragenn welden das steit zu 
Zeiten getan haben nac<h außweisung der confirmacion In sulbeß das mag ein Jder wol thuen were aber 
daruber gegeben und darumb so wollen wir nach einn oder mehr der bruder die das Zeichen trugen 
ratt der, die jezundt jn der bruderschafft sein hir jmme zu pder Zeit also oben belautet is wen der ander 
zu lande funffe aus der bruderschaff darwelen und bruder ener jun mahnte und die pena an In forderte 
geben mit name einen priester zweyne unsers +«Zofe- dem sall er von Stuntt funf landt pfennige geben 
gesindes und zZweine Burgger unser Stette Berlin ane gnaden oder Im seynen willen darumb machen, 
und Colen die der Zruderschaft getrewlichen vorstehen desgleichen sol ein yder schwester und FSraw die In 
sollen uff Ire gewissen als sie das gegen got und die bruderschafft genomen wirdt oder darjnne ist, ein 
seiner werden mutter der hymel Ponigynn DIarien sulch Zeichen dragen zu yder Zeit und tage obberurt 
vorantworten wollen, Sie selbigen funffe oder der «auf iren mantel oder rocke wu es Ir boqueme ist 
meherer teill mit wyssen macht und gewalt haben und welche denne das nicht trug an den tagen und 
sollen jn die bruderschaff jnzuneme, den oder die die Zeit, jo vorberurt ist So sal ein bruder oder ein 
duchten nach yren gewissen der bruderschafft nutz suester die zu Ir PFommet die oben genante pena von 
und erlich zu sein unnd was personen den also jm Ir nemen gleich ein bruder von dem andern an 
die bruderschafft unser lieben frawen begeren zu Pomen gnaden, und das selbe gelt auc geben an die Stete 
es were man eder frowe, die sulle dy, die danne also so nod benant ist, die selben funf pfennige sol denne 
darzu gegeben werden durch gotis wille fleisiglichenn derselbe bruder edder suester die sie also jngenamen 
bitten darjn zu nemen, Ist denne die persone frome hette oder Im entheypsig wurden wern bey trewen 
unverlawmpter lute und erlich gebornn, So sollen infordern und antworten den funffen oder irer einen 
sie danne die gutlichenn darjn nemen und die person die zu der bruderschafft gesatzt sin die es den forder 
die also aufgenomen wirdt sal zum erstenn dreissih der bruderschafft zu nutze wendenn sollen ane geverde 
berlinische pfenige darzu gebenn domit ein man und Welch bruder edder Suester auß der bruderschafft 
Berlinische Urkunden. 
107
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.