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Der Berlinischen Urkunden fünfte Abtheilung

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

1451 „19 
CLXXXI. 
Ebel Termow zu Klabbi> war von den Nathmannen zu Berlin und Cöln wegen Friedensbruchs im 
Gefängnisse und schwört bei seiner Entlassung Urfehde, am 23. Februar 1451. 
Als Zeugen und Bürgen werden in der Urkunde genannt: 
Werner und Claus Termow, wohnhaft zu Klabbi, Fritze Bardeleben, wohnhaft zu 
Satzkorn, Zacharias Plote, wohnhaft zu Pretzel, Otto Schlegel =- Otto Bardelewe, 
wohnhaft zu Falkenrehde, Hennig Wilmers8dorf zu Wilmersdorf, Albrecht von der Groben 
zu Barnowe, Hans v. Knobeloke zu Bornstedt. 
Gedr. bei Fidicin, IV. S. 184. 
CLXAXNIL 
Die Gebrüder Hans und Kurt von Schlieffen verkaufen dem Nathe und der Bürgerschaft zu Cöln einen 
Fle& Landes bei Wendisch-Wusterhausen, jekt König8-Wusterhausen, zur Förderung von Zicgelerde 
und einen Ort im Dorfe zur Erbauung einer Ziegelscheune, *) am 16. März 1451. 
Wy +«Zans vnde Rurd brudere geheyten dy ' Stucke o> ere egendom iß wente an dat fliet vnde 
von Sloywen, geseten to der Wendesgen Wuster- vnse water langk, vnd dy vart vnd o> die ader vart 
huse by Viiddenwalde gelegen, bekennen mit deßem by de VToölne tu rumene, wu vacke em deß not syn 
vnsen open ZBrieffe vor vns, alle vnse rechte Eruen wert, vnde darby so vele rumes vthgemercket vnde 
vnde L7akomelinge die van Sloywen vnde suß vor vthgetekent, dar se ere Tygelerde tu gemachke storten 
allermeniglik dy in syen edder horen lesen, dat wy mogen, vorbat synen fryen wegh twyer wege wyt, 
mit guten wolbedachten eyndrechtliken beraden mude, dat Stucke rechte neder van dem Berge na der 
med gunst vnde vulbort vnses gnedigen hern deß Scheppvart hinder die UrTolne dar de vißgere plegen 
ÜIarggrauen, den Ersamen wysen Borgermeisteren, antofarende, offte em de Stede beqveme syn werden. 
Radmannen, Virwerken vnde ghemeinen Borgern Sulcken obengescreuen Erdboden vnde Berg, so wypt, 
der Stat Colen by olden Berlin gelegen, di nu sin lang, bret vnd dyp die in den vpgeworpen Malen, 
vnde tu ewigen tyden tukumfftigen werden mogen, die UTIale met ingetagen, begrepen vnde besloten iß, 
recht vnde redelicken tu eynem rechten ewigen eygen- met allen obengeschreuen vthgenomeden Steden, wegen, 
dome verkofft hebben vnde verkopen med Prafft deßzes weterungen unde alle andere vthgenomenderechticheiden 
Bryffes vp vnse veltmar> darselues tu der Wendesgen dy wy wente her darin gehad hebben, sollen nv 
Wusterhüße, nicht verre van vnseme Wynberge dar- vorbat die genante Borgemestere, Radmanne, Vir- 
selves gelegen, eyn Stucke Erdbodens vnde Bergh, wercken vnd gemeyne Börgere der Stat Colen by 
med reckeden vpgeworpen wellen vnde malen ghe- olden Berlin, dy nu syn vnde tukunfftigen werden, 
mercket vnde vhtgetec>ent, dar tigelerde june beholden ewiglicken tu ene rechten egendome hebben vnde 
schole weßen, dartu in dem genanten dorpe wendeschen gbeniten, Tygelerde winnen oder winnen laten, wo 
Wusterhuse by dem Cruge eyne redelicke Stede dar wyt, lang, bret vnde dyp, vnde wu vacke ecm deß 
man ene spyker moge buwen dar vir perde rum lustet vnde not duncket wesen, dartu desseluen Berges 
instan mogen, vnde vor demseluen SpyPere eyn redelick vnde aller obengescreuen wege vnde Stede im dorpe 
rum vnde Stede dar sy sik mit eren Perden vnde vnde velde, na eren besten wolgefallen, vnde wo em 
WagenwerPe wol bewenden mogen, vorbat eyne Frye dat bequeme werd wesen, met vffart vnde affart, vnd 
weterunge tu flytenden watere edder bornen vnde der diener vnde perde husunge vnde drencke gebrucken 
eynen frven wegh to vnde ave, dar sy ere perde vnd tu ewigen tyden med aller tugehorende, wo men 
weteren vnde water halen mogen an gbhewonlicken dy numen mochte, alse ene rechte egendom fredelicken 
steden, wu wacke em deß not wert wesen; vortmeyr vnde geruwelicken besitten, Sie vnde de oren, sunder 
so vele weges von deme Spyker wente in den dorp- alleyne weß wy in den genanten Steden ouer dy 
wegbh, vnde denseluen dorpweg wente in den herwegh vnsen vnde ander lüde van gerichtes vnde ander rechtig- 
vnde so vort an wente an dat vthgethekende stucke heid gebad hebben edder hebben mogen, dy wy hir 
gegen den Bergh, tweer wege wyt, datselue Stucke an beholden bebben, van vns, vnsen eruen vnde 
vortvp wente in den vhtgeteFenden Berg mede erd- nakömelingen vnde alle den vnsen vngehindert ane 
boden, dy vpgeworpene UTale med ingetogen, dartu alle ghever. Vnde wy hebben ok darvp vor vnsen 
ock einen ffryen vbtgetefendt Stucke landes vp datselue gnedigen herrn den marggrauen, vor vnß, vnße erven 
*) Unterm 27. April 1451 bestätigte der Kurfürst diesen Vertrag und gab der Stadt das Cigenthumsrecht über den erkauften LandfleX. (Bergl. v. Raumer, 
Codex Bd. 1. S. 187.) 
Kl m *
	        
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