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Der Berlinischen Urkunden fünfte Abtheilung

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

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1450 17 
CLXXV 
Kurfürst Friedrich verkauft Hebungen aus Lichterfelde den Vorstehern der St. Gertraudskapelle vor Berlin, 
am 21. Dezember 1450. 
Wir Friederich - Bekennen, -- das wir den vor- brechtstorffs hoff funffczehn scheffel Roggen, funff- 
weseren der Capellen zu Sant Getrude, vor vnser c3zehn scheffel habern vnd neun groschen zu einem 
Statt Colen gelegen, disse guter, Jerlich Czinse vnd rechten Widerkauffe vor vierzcig scho> groschen mer- 
Rente in lichterfelde, nemlichen uff Zennyng Rru- Pischer landeswerunge, acht pfennige for einen groschen 
gers hoff vnd hufen funff scheffel Roggen vnd funff 3cu rechenen, verkauft haben. Geben zum Berlin, 
scheffel habern vnd drye groschen, off hosan>s hoff am Montage sant thomas dage Anno domini ete. 1 
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vnd hufen zcehn scheffel Roggen vnd 3cehn scheffel Ree. fridericus sesselmann, doctor. 
habern vnd sechs groschen vnd off Zans Gise- 
Aus dem Künm. Lehnsöcopialbuche C. Il. XVIII. Gedr. bei Niedel, Codex diplom. Supplementbd. S. 303. 
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CLXXVI 
Der Kurfürst ertheilt der Wittwe des Bürgers Michel Sc<honberg (zu Cöln) Güter zum Leibgedinge, 
am 21. Dezember 1450. 
CehnsScopiar C. M. XYVIIL, 125. Gedr. bei Riedel, Codex diplom. Supplementbd. S. 303. 
Der Kurfürst giebt dem Paul von Kuner8dorf das Hofgericht zu Cöln beim Schlosse, das nachherige 
Hof- und Kammergericht. Cöln um 1450 (ohne Datum). 
wir Friderich von gots gnaden VIarggraffe bißher darzu gehort hat, und no< darzu gehort, alle 
zu Brandemborg usw. BePennen usw. das wir an- dieweile er lebet, von unser wegen junhaben, das zu 
gesehen und erFant haben getruwe und willige dienste, sinem liebe gebruchen nutzen unde bestellen soll, das 
die unser Rat und lieber getruwer Pawl von Conres- auch als offte und dicke des not geschicht von uns 
storff unser lieben gemabel hoffmeister, unserm lieben unsern erben und nachFomen und der UTarggraff- 
Bruder UTarggraff Johannes, uns und unser «Zer- schaft zu Brandemburg zu rechtem UTanlehn haben 
schafft offte und dicke gethan hat und bhinfurder nehmen und entpfahen, worden auch wir unnser 
meher, In 3cukunfftigen ziten, wol thun sol, Pan und erben und nachfomen WMiarggraffe, sulc< unnser 
mag, darum und auch von besunder gunst und gnade Zoffgericht von dem genanten Pawl wider haben 
wegen, So haben wir Im unser oberste Zoffger ict und von Im nehmen, des wir auch) macht sullen 
jn unsern Landen der Lcuwen (Mittel) Marg? zu baben, Alsdann sullen und wollen wir unnser erben 
Brandemborg, das wir ytzund ber bei Coln vor und nac<hfomen dem genanten Paul Zehn schogk 
unser Slos gelegt haben, mit sampt dem schreiber geldes jerlicher zinsfe und Rente, jn guten gewissen 
Ampt desselben hoffgerichts und allen zugehorungen gutern widderumb dar kein geben und zu sinem 
rechten und gerechtickeiten, so von alter und bißher liebe verschriben, die er denn also zu seinem Leibe 
darzu gehort hat, zu rechtem VIanlehn und zu sinem mnbaben ufheben besitzen und gebruchen fol und 
liebe gnediclich verlihen und wir verlihen dem ge- mag von allermeniglic) ungehindert, und wenn wir 
nannten Pawl von Conresstorff suld) unser boff- In mit sulchen Zehn schogken Jerlicher Zinse also 
gericht mit sampt dem schreiber ampt und sust allen versehn und damit versorget haben, Alsdann sol er 
und iglichen nutzungen zugehorungen und gerechtic- uns, unnsern Erben oder na<hPomen sulchs unsers 
keiten zu Vranlehn und zu sinem leibe, In crafft hoffgerichts mit sampt dem schriber Ampt von stund 
und macht disses brives, Also das er sul; unnser widder abetreten an alles arg? unde geverde. Zcu 
„Zoffgericht mit sampt dem schriber ampt, und allen Urkunde usw. (Berlin ohne Datum.) 
zugehorungen und gerechtickeiten so von alter und 
Aus dem Lehnscopialbuche des Königl. Geh. Staats - Archives. Abgedr. in v. Naumer's Codex diplom. 1. S. 176. 
Berlinische Urfundein. 
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