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Der Berlinischen Urkunden fünfte Abtheilung

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

4-2 1449 
CLVI. 
Die Bürger Claus und Michael Wins, zu Berlin erklären, vom Kurfürsten ihr an denselben wegen einiger 
Uebertretung verfallen gewesenes Vermögen zurü> erhalten zu haben, unterwerfen sich demselben 
aufs neue und geloben Treue und Gehorsam, am 30. Mai 1449. 
Wir Clauwes vnd HTIichil Wyns, gebruder, | wyß beteidingen vnd anlangen wollen, no) nymandes 
Borger zu Berlin, Bekennen offentlich mit diessem das zu thun gestaten, furder auch in keynerleye sachen 
briefe vor vns, Barbara vnd Ratharina vnmnse mit vnnser elichen hußfrowen, kynder vnd erben 
eliche hußfrowen vnd alle vnse PFyndere vnd frunde, widder vnsern gnanten gnedigen herren, seiner gnaden 
vnd sunst vor allermenniglich dy in sehen, horen erben vnd nachPomen, widder mit wortten ader mit 
ader lesen, So wir von etlicher sachen vnd uberfarunge wercken syn, thun, schaffen ader gestaten zu thun; 
wegen mit dem durchluchtigen hochgeborn fursten Sundern wir mit vnnsern erben sein getruwe, arme, 
vnd heren, heren Sriderichen Marggraff zu Bran- demütige vnd vnderteynige, gehorsame vnd dinstliche 
denborg, des heiligen Romischen Reichs Ertzkamrer borger sein vnd blyben willen an geuerde, vnd sein 
vnd Burggraff zu Lruremberg, vnnserm gnedigisten gnade, seiner gnaden erben vnd nachfomen, ab wir, 
naturlichen erbherren in rechte sollen Fommen sein vnnser hußfrowen, Pynder vnd erben yc<ts von seinen 
vnd zu seiner gnaden schulden, die seine gnade denn gnaden ader seiner gnaden erben vernehmen ader 
widder vns hett vund meynte zu haben vor herren, horten, das in ader der herschafft zu schaden, schanden 
mannen vnd Stete der Lruwen Marke zu Brand- ader smaheit komen möchte, getruwelichen darann 
borg geantwort solten haben, vnd das seine gnade warnen, sunder sümen wyssen lassen, vnd in das yn 
vns solches rechten vnd schulde verließe, wir liep, ere Peynen wege verswygen wollen vnd sollen, auch in 
vnd gut zu seiner gnaden henden gentzlichen gesetzt Feynen tedingen, wortten, gesprechen, wercken ader 
vnd gegeben haben, hirvmb von fleissiger vnd demütiger sachen sein, dy wydder den genanten vnnsern gne- 
bete vnnser gnedigen herren vnd frunde vnd von be- digen hern ader sein erben ader berschafft sein möchten. 
sunder gunst vnd gnaden wegen vnd auch von deß- Und, dar got vor sy, ab wir, vnnser hußfrowen, 
wegen, das wir, vnnser hußfrowen, Pynder, erben Pkynder vnd erben das alles vorgeschreben ader der 
vnd frunde forder mehr nummer wydder seine gnade, eynes also nicht hilden, vnd der gnante vnnser gne- 
seiner gnaden erben vnd nachkomen in keynen wege, diger here ader sein erben das vff vns ader vnnßer 
widder mit worten ader mit weren thun, sein oder eyns mit eynem vnuersprochen fromen UTanne, der 
raden sollen, vnd sunderlich vmb gots willen hat der vns nicht fyand were ader vnwillen mit vns bette 
gnante vnser gnedige herre solch vnnser liev, ere vnd no< brengen möcht, vnd mit dem bewysen, so sal 
gud vns widder gegeben vnd vns qnediclichen zu der gnante vnnser gnediger herre vnd sein erben, 
seinen gnaden widder genommen, das wir denne seinen sunder furders rechten behuff vnd bewysunge, macht 
gnaden nummer voldanden konnen oder mügen; vnd vollen gewalt haben an liep, ere vnd qut, vnd 
darumb auch wir obgenante Clauwes vnd HIichel sunder alle gnade vns, an ydermanns hyndernisse, 
W ynß gebruder, vor vns, vnse hußfrowen, PFynder, nach orer gnaden wyllen zu strafen; des wir v1ns 
erben vnd alle vnnse frunde mit fryem guten willen, alle vnd vnnser iglicher besunder also gentzlichen uber- 
wolbedachten rate vnd sunder alle getwangk, for<t, geben, ane geuerde. Das alles vorgeschreben also 
erschreenn vnd drawung vnd sunderlich vmb des- gentzlichen vnd stete zu halden vnd nummermebr zu 
willen, das vnser gnediger herre solch recht widder ewygen czeiten darwidder zu thun vnd zu sein vnd 
vns angehaben, abgetan hat, alle sol<he lehen vnd auch von deswegen, das vnnser gnediger herre solc< 
angefels guter, dy vnnser liebe Mutter, frowe Anna, recht widder vns angebaben, abegethan hat, so baben 
zu liepgedinge, zu angefelle vnd gerechtickeit gehabt wir, vnnser hußfrowen vnd vnnser Pynder vorgnant 
batt, wy man solch guter liepgedinge, Angefelle vnd vnd vnnser yglichs besunder eyn solchs vnd diessen 
gerechtickeit nümen sal, kan ader magk, gentzlichen brieff zu haldenn, zu got vnd den heiligen mit vfge- 
vertzyben, verlassen vnd die vnserm gnedigen herren, raten fyngern eyn eyde gesworn vnd vns darmit 
seiner gnaden erben vnd nachkomen in obingeschrebener aller behelffunge geistlichs vnd werntlichs rechten, vnd 
maße gegeben haben, vnd vertzyhen vnd geben alle was vns zu bilsfe Fommen möchte widder dy berurten 
solch vnnser lieben mutter liepgedinge, Angefelle vnd vnd geschreben puncten, artickel vnd Inhaldung genß“ 
gerechtikeit dem obgenanten vnserm gnedigen herren, lichen vertzyhen haben, vnd verzyhen vns aller solcher 
seiner gnaden erben vnd nachkomen willichlichen, in behelffunge in crafft vnd macht diesses briesfes. Vnd 
crafft vnd macht diesses briefes, das wir vnser elichen wir Barbara vnd Ratherine, der genanten Clauws 
hußfrowen vorgnant erben vnd frunde, den gnanten vnd LT yc<hel Wyns eliche hußfrowen, Bekennen ouch 
vnsern gnedigen heren, seiner gnaden erben vnd Lrach- offentlichen mit diessem briefe, das wir alle vorge“ 
kpomen noch nymandes von seiner gnaden wegen von schreben artikel, puncten vnde Inhaldunge diesses 
solcher lehengutern, angefelle vnd gerechtickeit vorgnant, briefes zu ewygen czeiten also sie in diessem briefe 
wie die furder an vns vnd vnnser erben vnd frunde begryffen, verzceihend vnd geschreben sein worden, 
Fomen möchten, nummermebhr darvmb in keynerley sunderwidderrede, Intragk, argelistvnd alle bebhelffungt, 
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