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Der Berlinischen Urkunden fünfte Abtheilung

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

1448 399 
Steden, olt vnd nye, vp deme Radhuse bp der vnde den Schumakern dat vorbuten na redelichept. 
langen brüggen met den schumakeren van bepden Vorbat scholen alle velle van hamellen, Schapen, 
Steden eyner wpse vorramet van des velFopes vnde sügenn vnde Czikelen pdermanne tu markte tu kopen 
lederFopes wegen, dar in vorgangen tFden vele errunge frp wesen. OP scholen dp Jaremarkte med allerlepe 
ane herkomen is, vnde men vorbat hirnegest tu ewigen leder vnde vellen epFne pFdermanne frpb spn. Vpp 
tpden so holden schal in desser nageschreuen wpse: eyn sulks hebben dy schumaker van bepden steden 
Am irsten, dat nFmand noc<h Borger no< gast Rin- sodanne gesette alse sp gesettet hadden, ore werk 
deren-, Reluern- no<M Bucken- nod) C3zegen-leder, dat nymande thutustaden, it were denne dat he epn par 
tu markte vele komt, schal Föpen, behaluen dp Shu- hir bp em knechtewiß gearbeydet hadde, aue gedann; 
maker vtbh bepden Steden allepne, sunder wes van also were ennig meyster dp in eyner andern stad ge- 
Rinderen-, Relueren-, Bucken- oder Czegen-leder in wonet, werk vnde gulde beseten vnde sich erlich ge- 
den vlehbschscharnen tu Berlin vnd Coln vele pomt, hbolden hadde, dat he werkes werdig were, vnde 
vnde wes ok dy Borger in oren husern slachten begerde hir dat schuwerk, dem scholen dp schumaker 
worden van Rinderen, Reluern, Bucken, Czegen vnde ane geuer des werkes tustaden. Weren euer ledige 
nicht tu markte vele brechten, wolde em pymand sodann gesellen dp dat werk begerden, db mogen fb wol 
leder in den scharnen odder husern auekopen, dat epn verndel pars versuken, wu ore handelunge tu 
mag Ffderman wol dun. Weren ok Borger dp so- gat; doch also bescheyden, wh des werkes begert, dat 
dannes leders thu orem erebeFpde behufeden, vnde he tu rechter tt alse tu des werkes morgensprake 
worde em in oren huse gebracht, dy mogen sodann darvmme spreke. Geschin vnde geschreuen in deme 
leder in oren huseren ok wol Popen. Were nu einig Yar vnd dage alse bouen berurt is, alse Domes 
man, Borger odder gast, vnde koffte tu markte Rin- Wins vnde Bernd Rike tu Berlin vnd Bartho- 
dern-, Relueren-, Bucken- odder czegen-leder, vnde en lomeus Schumm tu Coln Borgermeister weren, in 
dy Schumaker darbouen betreden, so scholen sy em iegenwordicheit des Radis olt vnd nye up deme Rad- 
des leders nicht nemen, sunder sß scholen dem Rade huse by der langen brugge. 
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CALLI. 
Der Rath zu Neustadt- (EberS8walde antwortet den Rathmannen zu Berlin und Cöln, daß er ihnen nicht 
zu Hülfe kommen könne, da der Kurfürst bei ihnen gewesen fei und ihm das Versprechen geleistet 
sei, ihm gegen Berlin und Cöln beizustehen. Mittwoch nac< Misericordias domini, am 
10. April 1448. 
Stadt-Archiv Nr. 1194, Perg. 
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CALIIL 
Der Kurfürst erklärt, daß den Städten Berlin und Cöln bei der Uebergabe des Gutes Tempelhof 
kein landeSherrliches Recht übereignet fet, das vorher der Johanniterorden besessen hätte, am 
17. April 1448. 
Wir FSriderich) von gottes gnaden UTarggraue wirdigen vnnsers rates vnd lieben getruwen Eren 
zcu Brandennburg, des beiligen Romischen reihs Lrickel Tirbach, meyster Sand Johanns ordens, 
BErtzkamerer vnd Burggraue 3cu LTüremberg Bekennen vnde des orden gerechtikeyt daran nicht ubergeben 
offentlichen mit diesem briue vor allermeniglih, So vnd voreygent haben, sunder so vil wir von rechte 
wir vnnseren lieben getrüwen Borgermeysternun vnd daran hetten c3zo voreygenn. Czu vrkunde mit 
Ratmannen vnd gantzer gemeyne vnnser Stede Berlin vnnserm anhangenden Ingesigel versigelt vnd Geben 
vnd Coln den Tempelhof mit den gütern vnd zuge- czu Spanndow an der VIitwo<h nach dem Sonntage 
horungen, als der orden gehabt hat, was wir von Jubilate Anno domini Millesimo quadringentesimo 
rechtes daranne haben, voreygent haben wir des octauo. 
Königl. Geh. Staats- und Kabinets-Archiv. Perg. Siegel.
	        
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