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Der Berlinischen Urkunden fünfte Abtheilung

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

1444 -- 1445 391 
CXX. 
Der Bürger Hans Rathenow in Berlin verpfändet dem Bürger Bartholomäus Schum in Cöln das 
halbe Dorf Mere für eine Schuld, am 28. Oktober 1444. 
Nach dem Lehnscopialbuche. Gedr. bei v. Raumer, Codex diplom., desgl. bei Riedel, Codex diplom., Suppl. S. 291. 
Kurfürst Friedrich beleiht den Bürger Hans Markow zu Berlin mit den väterlichen Lehngütern zu 
Jansfelde, Heiner8dorf, Wegendorf und Heelberg, am 9. Dezember 1444. 
Nach dem Kurm. Lehnscopialbuche XX. S. 164. Gedr. bei Riedel, Codex etc. 11 S. 259 u. 360. 
Kurfürst Friedrich genehmigt die von dem Bürger Bartholomän8 Schawm (Schaum, Sc<hum auch 
Schumann) geschehene Widmung von 2 Hufen Landes zu Bukow zur Stiftung einer beständig 
brennenden Lampe im Prediger-Kloster zu Cöln, auf dem heutigen Schloßplatz, am 24. Januar 1445. 
Wir &Friderich, von gots gnaden Marggraue aufzczurichten, mocht geben vnd vereygen. Sulche 
czu ZBrandenborg 2c., Bekennen -- fur vns, vnsren feine gute meynunge vnd Jnnege andaht wir an- 
bruder, Erben vnd nachfomen der marggraffschaft gesehen vnd czu derselben gots gaben vnsern willen 
Brandenborg -, das vnser lieber getruwer Bartholo- vnd fulbort 2c. = Also das die obgenannten Prior, 
meus schawin, Borger In vnßer Stad Colen, fur seniores vnd andere gemeyne Bruder des obgenannten 
vns ist komen vnd hat vns demutiglichen gebeten, Closters vnd ire nachkomen derselben czwey schogk 
Das wir Im wolten gonnen vnd Erlouben, das Er TJerlichen Inmanen vnd sich der Ewiglichen czu der 
von seinem veterlichen Erbe vnd gutern, die Er von lamppe, die In dem kore hanget, gebruchen vnd sie 
vns vnd vnßer herschafft czu lehene hat, vmmb seiner darmit aufzrichten sollen vnd darummb so sollen 
selen selifeit vnd auch vmmb gots willen, disse vnd wollen auch die obgenannten Bruder vnd IJre 
bhirnachgeschriebene czwey schog? Jerlicher czinsfe vnd nachfommen des Closters prediger ordens czu Colen 
Rente In dem dorffe czu Bukow, auf dem Teltow vor vns, vnseren Erben vnd nachfommen vnd vnser 
gelegen, dieselben czwey sc<ogk, denn die hofe und bherschafft czu Ewigen c3yten des Jars mit vigilien 
hufen, darauff der Schulcze ptczund wanet, verczig und Selemissen vngeuerlichen den almechtigen got 
groschen vnd Jacoff lyse ein schog? vnd czwenczig Bitten. Czu orkunde mit vnserm angehangen In- 
groschen geben. Den Brudern prediger ordens In sigel versigelt vnd Geben czu Berlin, Am Sontage 
dem Closter daselbst In unser Stat czu Colen czu nac<h Sandt Vicentii tage nac<h gots geborts 2c. Im 
einer Ewigen lamppen, die Ewiglichen damit mit funffvndvirczigsten Jare. 
den andern sachen daczu gehorende czu halden vnd R. dominus per 8e et legit. 
Orig. im Königl. Geh. Staats - Archive, Pergament. Das Siegel ist beschädigt. 
CXAITT 
Der Kurfürst Friedrich erklärt: Schon vor langen Jahren hätten zwischen den bischöflichen Stiftern 
Brandenburg, Havelberg und Lebus, der Ritterschaft und den Städten Streitigkeiten wegen Aus8- 
übung des geistlichen Gerichts obgewaltet, we8Shalb zu Berlin, mit Zuziehung aller drei Stände, 
ein Landtag abgehalten und folgende Festsezungen getroffen worden, am 17. Juni 1445. 
WIr Fridrich von GOttes Gnaden, Marggraff schuldig und auc willig und fleisig darzu seyn, das 
zu Brandenburg des heiligen Römischen Reichs Erz Wir nah unserm Vermögen 3wischen allen Christen 
Cämmerer Churfürst, zu Stettin Pommern der Cas- leuten, eintracht und gute satzungen, gerne vernemen 
suben und Wenden «„Zertzog, Burggraff zu Ltürnberg und sehen, doh sind wir des forder unserer hehr- 
und Fürst zu Rügen, bekennen öffentlich in diesem schaft, und allen die darin besessen seyn verstricket, 
Briue, vor uns, unser erben, und alle unser na<- das Wir allen fleiß und vermögen darzu thun, ob 
LFommen, Ob Wir wol von unsers StandswirdigPeit irgent 3witracht, oder unwille zwischen ihnen ent-
	        
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