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Der Berlinischen Urkunden fünfte Abtheilung

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

39 1439 
Singulis diebus in honorem et laudem beatissSimae omnibus vere poenitontibus confessis et contritis, qui 
virginis Mariae in Beclesia parochiali beati Petri in addictam antiphonam convenerint, eam devote usque 
oppido Cöln ob reverentiam ejusdem Virginis dare ad finem audierint, de omnipotentis Dei misericordia 
et concedere dignaremur, ut populus per hoc incitatus et beatorum Poetri et Pauli apostolorum ejus aucto- 
ad ipsam antiphonam diligentius confluat Deo omni- ritate configi XL dies indulgentiarum misericorditer 
potenti gua vota reddendo ac ipsam benedicetam et in Domino relaxamus, in eujus rei Toestimonium 
venerabilem Virginem Mariam dignis preconiis ex- Ssigillum nostrum praesentibus est appensum. Datum 
tollendo. Nos igitur eupientes omnes Christi fideles Lennin anno Domini millesimo XXXIX»: seria tertia 
ad eultum divinum et ad opera meritoria pro viribus post diem St. Bonifaecii. 
incitare et gloriosisSimae Virginis laudes ampliare, 
LXXAIL 
Die Rathmannen zu Berlin und Cöln belehnen die Gebrüder Martin und Thomas Winß zu Frankfurt 
und Berlin mit dem Dorfe Falkenberg, am 29. August 1439. 
„.. . wy dyt vorgenante gud Valkenberg gelegin vnde lyen 
Copia litere Merten et Domes Winsfz super den vorgnanten Merten vnde Thomase Winsen, 
villa Valkenborg. brudern, vnde vorbat wy vnde vnse nakomelinge 
Wy Borgermeistere vnd Radmanne olt vnd nye gerne lyen willen, wu vake em des nod dut, one 
der stede Berlin vnde Coln Bekennen openbar vor gifft vnde one gafe. Wann auer dy vorgenante 
vns vnde alle vnse nakomelinge in dem Rade vnde Urerten vnde Thomas, brudere genant dy Winse, 
sunderliken vor alle dygene dy dessen briff sin odder van dodes wegin afegegan sin, so scholen alle ore 
horen lesen, dat wy med eyndrechtigen vorrade hebben lehnerfen vnsern steden, vns odder vnsen nakomelingen 
vorlegen vnde vorligen, met craft desses vnses open lenware geuen vnde med der lehenware na vnsen 
brifes, tu eyneme rechten lehne, den Ersamen luden willen vnd gnadin, na des landes sede van vns 
Merten Winse, wonhaftig tu &Srankenforde vnde scheyden. Vorsumenden sy wol dy tyt der lihungen, 
Domes Winse vnsen liuen medeborger, brudern dat schal em allen nicht tu faren stan, sunder wy 
vnde alle oren rechten lehnerfen in eyner rechten vnde vnse nakomelinge willen em dat vorgenante 
samenden hand, also dat em allen sunderlike wo- gud allen gerne lyen, alse vor geschreuen steyt, wann 
nungen, sunderlik ro>, odder sunderli?k brod nicht sy dat an vns suken vnde muden, ane geuer. Ok 
schedelich wesen schal an der samenden hand, vnse scholen dy vorgenanten UTrerten vnde Thomas, 
dorp Valkenberg med allen gemake vnde tubehorungen, bruder, vnde alle ore leheneruen wol mechtig wesen 
med water, wesen, weyden, vnde geholte, med acere, dat vorgenante gud Valkenberge, wes van beyden 
gewunnen vnde vngewunnen, wed den ouersten vnde steden tu lehne gan, tuuorFopende. Auer wann |y 
nedersten gerichten, med tegeden, rochunren, Potseten- dat vorkopen willen, so scholen sy vns odder vnsen 
hunren, med uffard, affard, med allen liffliken vnde nakomelingen dat dorpp Valkenberg irsten tu kope 
wagendinsten, med aller PForneplege vnde renten an anbyden; lustet vns denne odder vnse nakomelingen 
roggen vnde honern, vnde med allen penning renten dat gut Valkenberge nicht tu PFopende, wem odder 
vnde tinßen, vnde med allen rechticheiden, nichtes wenn sy denne dat vorgenante gud verkopen, deme 
nicht vtgenomen; alse dat ore vader, olde Claus odder den wil wy dat genante gud Valkenberg vmme 
Wins, guder gedechtnisse, vor van vns vnde van sine lenware gerne lien. Des tu orkunde hebbe wy 
beyden steden tu eynem rechten lene gerugeliken gehad, obgenante Borgermeister vnde Radmanne vnser twier 
gebruked vnd beseten heth, vnde vp sine sone vnde stede grotzste Ingesigel med rechter witschapp a" 
sine leheneruen geerfet beth, vnde willen em allen dessen briue hengen laten. La cristi vnsers hern 
des lenes vnde gudes eyn gantz stede gewer sin, vnde gebort dusent virhundert iar vnd in dem XXX1X* 
willen dat vordedingen vnde beschermen alse wy beste iare an Sunte Johannis Baptisten dage siner ent- 
mogen, geli?k andern vnsen eygendumen. OP hebbe hboffdunge, gemeynlich decollacionis genümet. 
(Aus dem alten Berliner Stadtbuche, abgedr. b. Fidicin, Theil 1. S. 243.) 
LXXAITITI. 
Abt, Prior und Convent des Klosters Lehnin vertauschen dem Rathe zu Berlin und Cöln etliche Acerstüce, 
die Breiten genannt, im Felde des Dorfes Wachow für einige AFerstüke bei Nibede, am 9. Sep- 
tember 1439. 
In deme name des heren amen. Wenn alle ffreden vnd eyndracht xomen moghe, gerne vuke hebben 
glouighen cristen to den saken darmed twidracht to scholen, vnde oren flyt truweliken keren, darvan wi
	        
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