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Der Berlinischen Urkunden fünfte Abtheilung

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

1436 -- 1437 363 
Coln, dy nu syn und Fünftig werden, dy dy genante «Zülprede. In Fkraft deßes Brives to orkunde ver- 
Ern Conradus Schum darinne als syne leve trüwen segelt und unser Gülden angehangen Ingesigel. L7a 
Patronen unde Vorwesers erwelet het, dat wy Cristi Gebord dusend verhundert und in deme Seß 
darin vorschrevener Wise, stede und vaste scholen und und drittigesten jare, am Sontage vor unsen lyven 
wilen holden, ane alle Gewer unde sünder allerleyn FSrowen Dage Lichtmyße. 
Gedr. in Reinbe>3 Petrikirche, S. 50. 
LXVYVI 
Den Fischern in Berlin und Cöln wird der Fischzoll in beiden Städten und der Plötzensee, in der Streit- 
sache mit dem Kloster in Spandow, zugesprochen, am 28. Februar 1436. 
Vor allen luden dy dessen briff syn odder horen grosgen vpp twe dagetyt des yares, Lremlich vpp 
lesen Bekennen wy Borgermeistere vnd Radmanne, Sunte VUichils dage schirst komende viff schoc> irsten 
olt vnd nye de stede Berlin vnd Coln, dat in deme an tugeuende, dar negest in dy oster hilge daghe ok 
yare vnd daghe datum dessis briues vor vns am viff schok tuvornugende, vortmer van yare tu yare 
sittenden Rade gewest syn Ern Johannes Rauen- teyn scho> vp dy vorschreuen twedagetyt tubetalende 
steyn prouest des Juncfrowenklosters tu Spandow, med gewonliPen penningen in vorschreuener wüse. 
van der Juncfruwen vnde des klosters wegen an Dartu scholen ok dy obgenannte visghere vormiddelst 
eynem vnde alle visghere beyder stede Berlin vnde oren mepysteren den Juncffrowen tu Spandow alle 
Colne am andern deple, vmme sodane twydrechte yar tu midfasten tu Berlin geuen eynen tofer full 
vnde schelunge dy sy gegen eynander gehat hebben, etevisghe vnde vir gude lövuelike hefede. Desse vor- 
van des vischtolles wegen in den genanten beyden schreuen teyn schoc> scholen dy meystere der visghere 
Steden, dy dar gehoret den genanten Juncfrowen alle yare vpp dy vorschreuen dagetypt von allen 
tu Spandow vnde ore eygendom is, dy twidrechte visgeren tu Berlin vnde Colnn tusamende bringen 
vnde schelunge hebbe wy nac) willen vnde vulbort vnde dem Juncffrowenproueste, den Juncffrowen des 
beyder partyen vorschepden in nageschreuener wüse: klosters tu Spandow, odder wy van en darna ge- 
Also dat dy genanten vischere vnser beyder stede, schicket werdt, ane vortog geuen vnd gqutlicken in 
odder wy von em gesat wert, scholen upboren vnde vorschreuener wüse betalen, ane alle geuere; doch 
nemen allen vischtoll in aller wyse, so dy prouest schölen desse vorschreuen dedinge vnschedelich syn dem 
odder dy Juncffrowen des Juncffrowenklosters tu proueste vnde den Juncffrowen des Plosters tu Spandow 
Spandow in vnsen beyden steden nemen vnd vpboren an den Eygendom den sy hebben an den vischtolle 
muchten, darthu scholen ok dy genante vischere hebben vnde Plotc3censehe vorschreuen. Desser vorschreuen 
den Plotczensehe, den sy mogen thyn vnde visghen schedunge sin tuge dy werdyge andechtige louelike her 
so vake alze en des lustet; dessis vorschreuen vischtollis Eren Petrus Klitzken prouest der kerken tu Bran- 
vnde des plotczensebhe schall dy prouest vnde dy Junc- dembord vnde lerer des geistliken rechtis, dy düch- 
Frowen des klosters tu Spandow den vorschreuen tigen Lodewigh von der Groben, vnde Otto 
visgeren beyder stede vnde oren nachkomen visgern Brptc3zk gekoren schepdeslude van des prouestes 
eyn recht gantz gut gewer syn tu ewiigen tyden. vnde klosters wegen tu Spandow desser vorgeschreuen 
Vor den genanten vischtoll vnde Plotczensehe scholen sake vnde vele mer loffwerdige lude. Tu orkunde 
dy gnante visgere tu Berlin vnd tu Coln vnde alle hebbe wy unser stede Berlin vnde Colnn Secrete 
ore nachkomende visghere, vormiddelst oren mepysteren witliFen an dessen open briff laten hengen dune desse 
dem proueste vnde den Juncffrowen tu Spandow saken vnde dedunge entrichtet syn L7a Cristi vnsers 
alle yar tu ewygen tyden geuen vnde betalen tu heren geborte virteynhundert pare dar na in deme 
Berlin teyn scho? Bemisger groSsgen med gewonlifen Ses vnd drittigsten yare am dinstage negest nach 
Berlinsgen penningen, yo achte pennige vor eynen dem bilgen Sundage so man singhet Inuocauit me. 
Nathhäusl. Archiv VII. 73. Perg. mit den Siegeln der Städte Berlin und Cöln. 
LXVI. 
Der Landes8hauptmann Hasse von Bredow überläßt den Städten Berlin und Cöln Renten aus den 
Dörfern Tempelhof, Mariendorf und Marienfelde, am 23. April 1437. 
Ik Zasse von Bredow, ridder, «Zouetmann !' besundern guden frunde, sodan Seß scho> geldes 
der marke to Brandenbor<, Entbide den ersamen ierliker tinse vnd rente, als ik vnd myne rechte lehens- 
wisen Borgermeistern vnd Radmannen der Stede eruen von den werdigen vnd Erbaren hern Baltasar 
Berlin vnd Coln mynen fruntliken dinst. Ersamen von Stlyben, meistern Sünte Johanns orden in
	        
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