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Der Berlinischen Urkunden fünfte Abtheilung

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

1439 "81 
LXIH. 
Vereinigung der Nathmannen zu Berlin und Cöln mit ihrem Propste, über mehrere Differenzen, am 
25. November 1436. 
L7ah Cristi gebord dusent virhundert darna jm Vmme dy altaria tu bestellende jm den kerken, 
viff vnde druttigisten Jare an sunte Ratherinen auend meynet dy probst eyner tyd tuvorramende, denne 
vor der UIaltyd jn Sunte Lricolai Perke tu Berlyn js wil hee den rad dartu heyschen, dat sy etliFe ut dem 
gededinget tuschen Ern Siffrid Sagk, probst tu rade dartu schien, dat dy helppen eyne gude wise 
Berlyn, an eynem, vnd den reeden tu Berlyn vnde vynden, dat dy Altaria in den kerken godliken vnd 
Tolen am «anderm debhlen, vmme disse nachgeschreuen erlikfen bolesen vnde vorstan werden. 
saken, stucken vnde Artikel, dy jn nageschreuener wyse Vortmer vmme alle andere saken dy dy probst 
scholen werden geholden: Thum irsten, Van des jegen dem rade, vnde dy Rad jegen den probst het 
tegedes wegen tu Colen js gededinget, wo dy tyd sc<holen gutligh vnde fruntligh anstan wente des 
Fommet dat man teget geuen schal van den hufen negesten sunauendes nach den auersten schirst Fomende ; 
vor Colen, dygenne dy den teget geuen wil, dy schal denne scholen sy tusamene komen vnde ore tusprake 
dem probst odder den synen tuseggen, dat he rome vnde antwerde jegen eynander laten fruntligh vor- 
vnde neme synen teget. Wen denne dy probst dat luden, vorsukende, oft sy sich gutliken darvmme mogen 
tuschicket, den schal man van eynem ende laten an vordragen. 
tellen war he wil. Welke druttigeste mandel, dy en Item. Dy saken tuschen den probst vnde Bernd 
nach dem talle vallet, schal dy probst weghnemen tu Groten schalen gutligh anstan wente des negesten 
tegede, vnd vortan auer dy druttigiste mandele, na<h- sunauendes nac< den ouersten. Denne wil dy rad 
deme talle syn dar so vele mandelen. vyffe odder sesse ut dem rade, vnde dy probst schal 
Vortmer is gededinget: Weret dat dy probst vife odder sesse van der pristerschapp dartu schic>ken, 
ennige saken hadde jegen ennigen borger, den schal orer twyer tuspraFe vnde antwerde to horende; Dy 
her irsten laten laden eer wen hee en met rechte scholen vorsuken oft sy dy saken muchten scheyden. 
manet, vnd schal en dy ladunge twe odder dry dage Darvp schal dy probst Bernd Groten geuen eynen 
tuvorne vorkundigen. Wen dy borger vorkomet vnde losebriff, wen her odder ymand von syner weghen 
tusprake horet, so magh sich dy borger schutten vnde darvmme biddet. Were oke Bernd Grote vmme 
beschermen met rechte nach synen vormogen, vnd dy ander saken van ymandes wegen jn dem banne, 
probst schal neynen borger laten manen, her bebbe darmede her sim dagh vorschepden vnde berichtet 
en denne jrsten vargeladen. Dyt wil dy probst dry hadde, darover schal dy probst ok geuen Bernd 
odder vyr jar also holden vorsukende, oft dy wyse Groten eynen loßebriff, wen her den bidden let. 
wil sich dün laten vnde gud wesen. - Vortmer dy saken tuschen dem probst vnde 
Item. Wen des probstes cappellan met den Augustinus Volc>er scholen ok an beyden dehlen 
bhiligen sacramenten gan tu eynem Franken menschen, fruntligh anstan wente des nehsten sunauendes nach 
den scholen sy nicht dartu drengen, dat he eyn den ouersten; denne willen dy Radherren vpffe oder 
Järgetyd odder druttigiste dem probst bescheyde ; sesse ut deme rade, vnd dy probst schal vyffe odder 
sunder sy mogen en wol met redelikes gudlikes vn- sesse van der pristerschapp darthu schicken, dy scholen 
derwysunge anholden, dat he vmme syner sylen dy saken nach beyder parteyn tuspraken vnde ant- 
salikeyd wes geue. Worde denne deme probste eyn worden boren, vnde vorsuken, oft sy dy fruntliken 
Jaregetyd odder druttigiste bescheyden, dat schal dy mogen vorscheyden: Darvp wart gededinget, dat 
Fappellan openbar utseggen vor den luden dy jegen- Augustinus dem probste scholde betalen eyn Jar- 
wordich syn. Denne so magh dy probst dat Jare- getyd tuschen dyt vnde wynachten. 
getyd vnde druttigiste manen, vnde schal darvor ok Item vmme des probstes saken jegen Jurgen 
in den Perken redelike vilgen vnde missen met anderen Jungen tu Colen jsset gededinget: wil her Thomaß, 
gedechtnissen godliken vnde erliken bolden laten. Poster tu vnser liven frouwen, by syner warhbeyd jn 
Worde auer den probste neyne Jargetyd no<+ drut- eydes stad seggen, dat Jungen bruder bescheyden 
tigiste bescheyden, so schal hee des van nymande het en Jargetyd, so schal man dat dem probste geuen 
vorderen. vnde vermügen. 
Nach einer gleichzeitigen Abschrift im Archive. 
LXAIY 
Markgraf Johann übergiebt Heinrich Saligen die Münze in der Stadt Brandenburg mit der Ver- 
pflichtung, die Pfennige und Scherfe wie die Berliner zu prägen, am 26. Dezember 1436. 
Wir Johanns, von gots gnaden menge] Bekennen openbar mit dessem briue vor allen den 
to ZBrandenborch vnd Borggreue to Lroremberge, | die en sihn edder horen lesen, dat wy vns mit dem 
Berlinische Urkunden. 
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