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Der Berlinischen Urkunden fünfte Abtheilung

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

342 14223 
bracione missarum sSuarum pro Wilkino Make- in aller Form Rechtens übertragen werden. Und dieser 
Prank et eins progenitoribus deo devote debeat seup- soll, so oft er das Meßopfer feiert, für Wilke Make- 
plicare. In euius rei evidenciam Signum mei Wilkini pranf und dessen Vorfahren demüthig zu Gott bitten. 
predicti Scientis est appensum. Testes vero huius Zu Urkund dessen ist mein, Wilke Makepranks Siegel 
donacionis“ Sunt honorabiles viri Dominus Andreas mit meinem Wissen angehängt worden. Zeugen dieser 
Molner, tunc temporis notarius consulum in Berlin, Schenfung sind die ehrsamen Herren Andreas Molner, 
Lodewich Wardenberch, Curt Sifart et quam- zur Zeit Rathsschreiber in Berlin, Ludwig Warden- 
plures fide digni eives in Berlin, quibus presens do- berd<, Curt Sifart und viele glaubwürdige Bürger 
nacio plenarie constat. Datum Berlin anno domini Berlins, wodurch diese Schenkung vollkommen bekräftigt ist. 
Millesimo quadringentesimo vicesimo secundo feria Gegeben zu Berlin im Jahre des Herrn 1422, am Mitt- 
quarta post festum Galli et Lulli confessorum. . woch nach dem Fest der Bekenner Gallus und Lullus. 
Pergament. Das Siegel ist abgefallen. Fidicin , dipl. Beitr. Il. S. 142. 
Vertrag des Raths zu Berlin mit den Fischern zu Stralow über die Fischerei auf dem stralowschen 
See und den Lanken, am 24. Februar 1423 
Anno domini Millesimo quadringentesimo vice- Im Jahre des Herrn 1423, Dienstag vor Remi- 
Simo tercio feria quarta ante Reminiscere domini niscere domini haben sich die alten und neuen RathSs- 
consules antiqui et noui Sie Sunt concordati de herren folgendermaßen über die Fischerei derer von Stra- 
piscatura illorum de Stralow et garnemeister, dJlow und der Garnmeister vertragen : 
Sup»r tali forma: 
Die Ratmanne olt vnd nY der stad Berlin sin toch vmme sunte Michildach (29. September ); die 
eyn worden mit den waterhern vnd bure gemeylih dridde toch vme sunte Mertens dac: (11. November); 
van Stralow, vmme die tode (Fischzüge) vnd fischereye die virde toc: tuschen sunte Mertens dach vnd wi- 
vp die see vnd vp dy langken, als h)ir nageschreuen machten ; die veffte toc) tuschen wynachten vnd tuschen 
steit: Die waterheren mogen die See fischen by dage deme irsten sundach in der sasten Invocavit. Vnd 
an, van sunte Marien Macdalenen dage (22. Juli) weret dat sy van vnweders nicht getyn kunden, sO 
an wente tu ostern, ailevne vdgenomen dat sie di fee schal den waterhern achte dage na odder vor an deme 
mogen tyn by nachte alleyne van sunte Marien Mag- tögen nicht schedeliken wesen. Vnde wan di water- 
dalene wente tu sunte Laurens date (10. August). Hern fischen, so mogen di bur by an fischen, vnd 
Vp dy langken mogen sy vischen viff werff (mal) in scholen nicht setten vp di Meteritze vnd tuschen die 
deme yare, by dage, vnd nicht by nachte, als die irste +Zeylepele. 
roch vmme sunte Jacobes dach (25. Juli); die ander 
Huinsmodi iura et Scripta confessi Sunt coram Diese Nechte und Urkunden haben vor dem Magistrat 
congulatu Senior Porgen, Ertman Fischer, coram anerfannt der Aeltermann Porgen, Ertmann Fischer, 
astantes etc. im Beisein von 2c. 
Berliner Stadtbuch fol. 153. Fidicin, dipl. Beitr. 1. S. 254 
AXN: 
Der Rath von Berlin verkauft für 40 Schoc>k, mit denen er ein Wilke Makeprang zustehendes 
Wiederkaufsrecht abgelöst hat, eine jährliche Rente von 4 Scho> an den Altaristen Johann 
Cybbeker zu Berlin und dessen Tochter Margarethe Henze, vor dem 28. März 1423. 
Litera Joannis Cybbeker presbiteri et Margarite. || und tu heven diwyle dat he levet. Wen he aver dot 
Vor alle die dessen brif sin etc. Bekenne wi Bur- | ys, so scholen di vir schok irst fallen an Margariten 
germeister und Ratmann der stad Berlin etc., dat wvy Fenbe, Cybbekers dochter ; wen si aver beide dot sin, 
vorkofft hebben und vorkopen dem andechtigen hern so scholen sie ledich und loß sterffen an vnser stad rat 
ber Johan Cybbeker altaristen tu Berlin, und hus; der hebben sie uns vorgegeven virtich schok, die 
Margariten, Cybbekers dochter , vir schok gros<hen wwy hebben gebracht in unser jtad nud und srom, und 
up deme hilige palmedacge (Palmsonntag) tu betalen. eyn wedderkop mede affgekofft van Wilke Matrke- 
diwyle dat di twe leven, wen her Johan schal der prancge etc. Anno domini millesimo quadringen- 
vir scho? &roschen mechtich wesen tu boren (erheben) | tesimo vicesimo tercio ante festum palmarum. 
Berliner Stadtbuch fol. 136. Fidicin, dipl. Beitr. 1. S. 236. 
2,
	        
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