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Der Berlinischen Urkunden erste Abtheilung: die Zeit der Askanier von 1232 bis 1323

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

16 1284 - 1285 
et Ja. de Lecen et prefectus de Baruth, et ali lassen. Dessen sind Zeugen: Herr Nifolaus, Vogt, ge- 
quamplures de Sociis eorundem. Acta sunt hec anno mnaunt von Helmsdorf und Herr Ruthnik, Ritter, so- 
domini M"'C*C*LXXXIMD VP Nonvas Juni. wie einige von den alten Rathmannen: Thile Messer- 
macher und Jacob von Ließen und der Schulze von 
Baruth und andere von ihren Genossen mehr. Geschehen 
am 2. Juni im Jahre des Herrn 1284. 
Fidiein , Beitr. Il., 3. -- Berl. Chronik. S. 16. 
AANDL 
Der Rath zu Berlin bestättigt den Schuhflickern (Oldbuters) die IJnnungs- Privilegien, deren sie 
sich seit Gründung der Stadt bedient haben, den 19. August 1284. 
Nos Nicolaus de Lytzen, Conradus de Wir Nifolaus von Ließen,/ Conrad von Schön- 
Schonenhusen, Johannes de Blankenuelde, hausen, Johann von Blankenfelde, Rathmannen 
Consules Berlin Omnibus in perpetuum. Cum ea zu Berlin, allen Leuten in Ewigkeit. Da die zeitlichen 
que fuüerunt in tempore labantur cum lapsu temporis, Dinge dahinschwinden mit dem Lauf der Zeit, ist es 
necesse est et vitile vt acciones Sollempniter ordina- mnöthig und nüßklich, daß dauerhafte Briefe und Zeugen- 
tas confirmet perhennitas litterarum et Subscripcio wunterschriften die Dinge bestättigen, die feierlich festgesetzt 
testium, ne ea corrumpat falacia Successorum. Nos find, damit nicht die Arglist der Nachkommen sie vernichte. 
igitur ad cognicionem cunetorum volumus peruenire, Wir wollen es daher zu allgemeiner Kenntniß bringen, 
Quod neteribus calciamentorum operatoribus condo- daß wir den »Oldbutern« die Freiheiten zu genießen 
navimus libertatibus perfrui quibus de primeua con- geben, welche sie seit der ersten Gründung der Stadt ge- 
Structione cinitatis perfruebantur. Tamen median- mossen haben, doch unter Beobachtung nachgeschriebener 
tibus articulis hijs scriptis, videlicet: ut emant om- Bedingungen, nämlich, daß sie alle Felle und Alles , was 
nes pelles et alia valencia ad vsus calciamentorum. zum Schuhflicen brauchbar ist, auffaufen mögen; zweitens, 
Secundo, videlicet ut Suis calceis veteribus zupponant Daß sie ihren alten Schuhen neue Sohlen untersezen und 
nouas Soleas et desuper nouas que dieuntur »vor- überdies neue Vorschuhe machen dürfen. Drittens haben 
vute«. Tercio, cumscripsimus articulum vt qui- wir einen Artikel hinzugefügt, daß wer mit seinen Kindern 
cumque cum pueris Suis et uxore eivitatem exierit de und seinem Weibe aus der Stadt von seinen Genossen geht, 
eorum gociis, quod hoc opus prelibatum acquirat zum zweiten Male das bezeichnete Gewerk gewinnen foll. 
iterato; preterea statuimus quicumque predictorum Außerdem haben wir bestimmt, daß derjenige, welcher das 
opus volnerit acquirere, hic dabit tres Sollidos cum wGewerf der vorgenannten »Oldbuter« gewinnen will, 
duobus talentis cere, que Summa dimidia debet emi- 3 Schilling und 2 Pfund Wachs geben soll, wovon die 
tati. Super hec cedet predictorum calciamentorum Sälfte dieser Summe der Stadt zukommt. Dazu soll er 
operatoribus vnus Sollidus ad faciendum Sepulchri den »Oldbutern« einen Schilling geben, um eine Begräb- 
Sarchofagum. Super quo fuerunt tam probi Sieudem mniß-Bahre zu machen. Darüber sind die biedern Leute 
Jacobus de Litzen, prefectus de Barud, Ty- Zeugen gewesen: Jacob von Ließen, dex Schulze von 
dericus Cultellifex et alii quam plures burgenzes Baruth, Thile Messermacher und viele andere Bürger 
nostre einitatis. Vt igitur hec nostre donacionis con- wunserer Stadt. Damit aber diese unsere Schenkung und 
cCesSio rata permaneat litteras presentes sigilli nostri Verleihung gültig bleibe, haben wir die gegenwärtige Ur- 
appensione eisdem fecimus roborari. Datum Berlin funde darüber ausstellen und sie durch Anhängung unseres 
anno domini M*C"C"Ixxxjjjj. XIMI Kalendas Sep- Siegels bestättigen lassen. Gegeben Berlin, im Jahr des 
tembris. Herrn 1284, den 19. August. 
Fidicin , Beitr. 1., 66 f. im Stadtbuche, wo dieselbe Urkunde auch deutsch verzeichnet ist. =- Berl. Chronik. S. 17. 
XAIV 
Die Markgrafen Otto V., der Lange, und Otto VI., der Kleine, schenken der Parochialkirche zu Cöln 
eine jährliche Hebung von 2 Wispel Roggen aus der Cölnischen Mühle, den 2. Januar 1285. 
In Nomine Sancte et individue Trinitatis Amen. Im Namen der heiligen und ungetheilten Dreifaltig- 
Nos Otto et Otto, Dei Gratia Marchiones feit. Amen. Wir Otto und Otto, von Gottes Gnaden 
Brandenburgenses -- Ppresentis Scripti tenore ad Marfgrafen zu Brandenburg, wollen es durch den 
publicam cupimus peruenire notorietatem, quod nos Wozrtlaut gegenwärtiger Schrift zu allgemeiner Kenntniß 
ob galutem et remedium animarum nostrarum et in re< bringen, daß wir zum Wohl und Heil unserer Seelen und 
misSionem peccatorum, ad eultum dominicum ampli- zur Vergebung unserer Sünden, sowie zur Mehrung des 
andum, duos cehoros siliginis, qui nomine census, de Gottesdienstes , 2 Wispel Roggen, welche als Zins von der
	        
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