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Der Berlinischen Urkunden fünfte Abtheilung

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

336 1418 - 1419 
wen bynnen dat gewer schal nymand fischen sunder pele stoten in eynes andern wer dar he tyns aff gaff 
sinem willen an klikhandellen vnd bershangellen, wen vnd sin eytten Ys. Zirouer hebben gewest Garne- 
vme dat >ewer an beiden siden vnd bouen vnd bez Fkoper, Ertmann KSischer, Synkeldey, Peter 
neden vdggenomen, als bouen geschreuen steid, mogen ZSischer, Pynow et plures alii fide digni. Jacob 
si fischen in der oren als rec<t Ys. Ouk schal nymand | Hediken. 
Berliner Stadtbuch fol. 154. Fidicin, dipl. Beitr. I. S. 255. 
XVI. 
Die Vorsteher der St. Marienkirche zu Berlin verkaufen für 50 Scho> Groschen zum Bau des 
Marien -Kirchthurmes eine jährliche Rente von 4 Scho> Groschen, am 20. August 1418. 
Vor allen guden luden etc. Bekennen wy rat= den tu hope (zusammen) frundliken delen scholen. Wen 
manne etc. dat mit unser fulbord unde weten di aver eyn mangk den twen Annen dersterffet, so sch0- 
ersame lude Zans Ridder und Clawes Uagel, len den twe schok fallen an PYoachim vor>nand, die 
tu deme male vorweser unser liven frouwen kerke, mit sie den mit der lentest levenden Annen boren (nehmen) 
uns tu Berlin vorkoff hebben und vorkopen recht und up die vorgeschreven tyd. Wen aver dry van den 
redeliken vor en und vor or nakomende totzlude vir vwyren versterffen, so scholen di vir schok fallen an den 
schok groschen pregerscher Munthe yerliker renten desz lengest levende. Wen si aver alle vir irsterffen, sO 
sen erliken luden: Ertmund, Mewes Tymmans sollen si fallen ledich und loß an unser liven frowen 
husfrouwe, Anna, UPicolaus Wittenbergs kerken. VDnd vor di vir schok hefft uns die ob- 
husfrouwen, und Annen, Hans Molners dochter gnand Ertmud >evenfefftich s<ok groschen, 
van Bernow, und Yoachim, Ricolaus Witten= di wy gebracht unde gewendet hebben in unser 
ber>es sone, tu den vir lyven diwyle sy leven, und liven kloktorne gebuw und beste, und laten en 
di vir schok groschen schole wy vorweser unser liven der quid, ledich und loß. Wert ouk, dat den obgnan- 
fruwen kerken obgnand alle yar in twen tyden des ten luden or yerlike rente nicht en worde up di gc- 
yares, als twe schok vp dessen neggesten tukomende schreven tyd, so schole wy Ratmann dartu dynen mit 
sunthe Wolburdes dage (1. Mai) und twe schok up flite, dat en di renthe werden. Dat wy vordnante 
sunte Mertens date (11. November) darnegest tu kos gotzhuslude vor uns und vor unse nakomelinge gob- 
mende wol tu danke tu betalende van unser liven huslude alle vorgeschreven stucken stede und feste bhol- 
frouwen >udes und rente, so bescheiden, dat Ertmund den willen, so hebben die vorsichtigen ersamen Rat- 
vor>nand der vir schok schal mechtig wesen diewyle sy man mit uns tu Berlin gebeiden, dat sie tu grotter 
levet. Wen aver nach den willen godes irsterffet, so PkFentniße und bewarunghe des kopes der siad >grotzste 
scholen twe schok der renten fallen cn Annen Wit-= . Ingesegel laten hangen an dessen briff. Anno domini 
tenber>es, und twe an Annen Molners, di si || M*CCCCXVIV* gabatho ante Barthol. 
Berliner Stadtbuch fol. 135. Fidicin, dipl. Beitr. I. S. 233. 
AIX. 
Der Kaland zu Berlin quittirt dem Rathe zu Cöln über 74 Scho> böhmischer Groschen und giebt 
den als Pfand besessenen stralowschen See und eine Badstube zurück, am 29. Januar 1419. 
Vor alle di dessen Briff syn odder horen lesen | nü besittet Zenzel Bader, so dat wi gantz vorlaten 
Bekenne wy ber Jacob Tughow, thu deme male | hebben vnd vorlaten mit Lraffte des briffes, vor vns 
eyn deken (Dekan), her Johan Lichtenberc<, als vnd.vor alle vnse nakomelinge dessuluen vorgenannten 
eyn kemerrer, vnd wy gemeyne heren vnde bruder kalandes, die obgenante tynse vnde verliker renten vnde 
geisteliken vnd werltliken des kalandes tu Berlin, vor rechticheit, der See vnde stofen als vp geschreuen steit, 
vns vnd vor alle vnse nakomelinte des sulven kalanz vnde wyllen em der latunge vnde kope eyn gewer sin. 
des, dat vns die Ersamen vorsichtigen Burgermeister Des tu eyner kentnüsse dat wy dat stede vnde feste 
vnde Ratheren der stad Berlin wol tu danke betalet holden willen ane arc<, so hebbe wy vnses kalandes 
vnde vornüget (genug gethan) hebben vir vnde seventilh) AIngesigel witliken an (dissyen briff laten bhandgen- 
schok beymischer groschen pregerscher minte, der wi Gegeuen tu Berlin na cristis &«ebort virteynhundert 
em quid, ledich vnde loß laten mit kraffte des briffes,. vnde (in) dem negenteynden Yare des sundages 18 
vor die ierlike rente vnde rechtikeit di wy gehat hebben sunthe Pauwels dage siner bekernus. 
Vp di see tu Stralow, vnd vp die stofe (Badstube) di 
Königl. Geh. Staats- und Cabinet8- Archiv. Perg., mit wohlerhaltenem Siegel. Fidicin, dipl. Beitr. Il. S. 141
	        
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