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Der Berlinischen Urkunden fünfte Abtheilung

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

1415 331 
dorp mitt alle synen guderen, fruchten vnd allen Renz vorkopen wolden, so scholen sie vns die erste feil bie- 
then vnd allem rechte ligen vnd bestedigen ane penninge, den. Weret dat wV dan die nicht kopen wolden, 
ane >ifft vnd ane gaffe genen. Ouk schole wpy die obs welckeme oder wene sie die dan verkopen, den scholen 
&denantte uder beschermen vnd beschutten nach vnusen wwy vnd willen dat [pen mit allen recht, ane >ifft vnd 
(ver) mogen, mitt worden vnd mit werken, lik vusern ane >ave, als sie vor gebat hebben. Wenn aber alle 
andern >udern; vnde die c>uteder dos halffen dorpes, elike Lenernen des vor>enanten Jahn Riken Men- 
vnd die Bure die dV hufen hebben vnd pledge geuen, lichs geschlechtes oder sines Eruen gestorben sein, so 
dy stan nemelick hirna geschreuen, Alß Zanß Zermanß schal dat halue dorp Rosenuelde mit den obgenanten 
Seuen hufen, Mattis Seß hufen, Kune Seß hufen, gudern wedder an beiden Steden Berlin vnd Coln 
Kenyn Vier hufen, Ertmann twe hufen, Valtin genhlifen komen. Weret ok dat ein Bure des haluen 
vnd Tabbertt vier Buttenmalschen Zufen, Balden= dorpes vpstott vnd schelinge hadde wedder den Buren 
storp vierdehalue hufe. Dnde Jan Rike vnd sine des andern halten dorpes, dar schal Jahn Rike 
Eruen vorgenant haben die Dienste vf Zans Zer-= ouer die sinen vnd Bernd oder Jre eruen Jülich ouer 
mans twe hufen vnd nicht die Pacht. Die Coßaten die sinen, die gebraken hebben, dat gerichte ouer be- 
darsulues, die Jahn Riken vnd sine Eruen tolangen, bhalden mit dem Brack vnd Betterungen. Weret o> 
sein Vierteine, Als: die Schulte hefft einen hoff, vnd dat geste breken in dem Gerichte to Rosenuelde, dar 
defft ein huen, Jacob Wille twe hufe, die gefft twe schal die richter auer richten vnd recht helpen 
huner, Dorink ein hoff twe huner, Olde Bolden-= vmb sinen drudden Pennin>, vnd wat daruan 
storff ein hoff ein huen, Zanß Schultenhoff ein gefallet dar schal Jahn Rike die helffte vnd 
huen, Kidorp einen hoff ein huen, Mattiß ein hoff Bernd Rike die ander helffte oder ore eruen 
ein huen, Spandow ein hoff ein hnuen, Timmer- auenemen. Weret ok dat Jahn Rike odder Bernd 
mannn twe hoffe twe huner, Grite Wener ein Rike vnd ore Eruen des Richters vnd der Sche- 
hoff ein huen, die Krugkt die gefft Jahn Rykenn pen, vnter weme sie sitten, bedörffen, die 
vnd sinen Lehneruen visf schillinge Pennige, vnd da scholen sitten vnd richten wenne dat not sp, 
befft Jahn nicht die dienste vp sondern Bernard sunder allerley wedersprake vnd hulprede. Des tho 
Rike vnd sine Eruten. Die Richter gefft Jahn Riken einer Kendniße hebbe wp vor>enante Rathmanne von 
vnd sinen Lehen Eruen fefftein schillinge Pennixe vnd beiden Steden Berlin vnd Coln vnser Stede große 
o> so viele Bernd Riken vnd sinen Ernen. Weret IJInsittel wetliken laten hengen vor desßen breff; >e- 
o> dat die vorbenomede Jahn Rike oder sine Lehenzs geuen nach Cristi geburt Dusent Jar vierhundert vnd 
erten oder Erues Eruen Menlichs geschlechts die vorz in dem vierteinden Jare des Mondages nach der Do- 
denante uder des haluen dorpes >&antz oder ein del | minica oculi mei semper ad Dominum. 
Nach einer alten Abschrift im Stadt- Archive. 
AL. 
König Sigismund verpfändet die Mark Brandenburg an Burggraf Friedrich von Hohenzollern, 
befiehlt allen Ständen und Einwohnern, diesem und seinen Erben die Huldigung zu leisten, 
und erläßt ihnen die ihm geleistete Huldigung, am 30. April 1415. 
Wir Sigmund von totes naden Romischer "| tynghe uthrichtunge ane trefflich Rad vnd hulffe nicht 
Funine zü allen zieten merer des Riechs vnd zu Vn= vormak, vnd wann wir sunderliche libe zu den wer- 
gern, Dalmacien, Croacien zc. kuning Bekennen vnd dien korffurstentüm vnd gheleydes des heiligen 
tun künt offenbar mit dessen brieff, allen den die en Romischen rychs der marke zu Brandemburd) haben- 
seen adir horen lezen, vnd ab des heiligen Romischen de, RVRemelich wann wir das selbe korfforstum van 
Ryechs, den wir von >otlicher schikunge, alze wir vnuser ffeterlichen Erbeschafft wegen des aller irsten 
boffen, vor ghesettzet syn vnd ouch ghemeynes nütes besessen haben, darvmme wolden wir vmer gerne im 
an legende sware vnd obertretende sachchen vnd notz vnd synen Inwonern uten ffreden, >emach vnd Rücte 
dorfft vnser kuniglic) ghemüt ane vnderlas manen schaffen vnd orden; wen alzo denne, so dye vnsen in 
vnd triben, den zu hulffe vnd zu troste zu kFomende die frede, gemach vnd ggerechticheit gheregiret vnd gehal- 
zu bessernde vnd vnsern vnd des Richs vndertän in den sint, worder vnse kuningliche werdicheit &«hehoget 
guden ffreden zu wesen zu behalden; Doch bedunket vnd vnser name verrer vnd witer erkant vnd >hbelobet, 
vns ouch notdorfft vnd billich syn, vnser Erbkoningd- vnd wan sulche vor>nante sunderliche libe vnd ouch 
rich, ffurstendum vnd lant vnd lute sunderlichen zu ander vnse kuningrich lant vnd lute vsßrichtunge, mit 
bedenken, zu vorsyn vnd Jre nutzen vnd ffromen zu der wir alle czyt beladen sint, vnser kuninglich ghemute 
bestellen, wo wir mocten. Wann vns nü von &naden vormals bezwuncgbhen haben, daz wir den hochgeborn 
des almechticten gotes so vil vnd so wit vnd so breyt Hridrich en Burctgrauen zu Lurenberch, vnsern liben 
Euninctrich , lant vnd lüte zu vorwesende bevolen sint, obhem vnd ffursten, anghesen vnd betrachtet syner rede- 
daz wir den lobelich vorzuwesende enghelicher kreffte lickeid, vornunfft, machte, festicheit vnd ander syner 
wol bedorfften, vnd das vnser menscheid ir notdorff- togende, damit die alniechtige >ot syne persoue man-
	        
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