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Der Berlinischen Urkunden vierte Abtheilung: nichtdatierte Urkunden III. Störung des Landesfriedens, Friedebruch etc.

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

318 Um 1390 bis um 1415 
vernomen, derhalven imw Betehr was, dat wy inw wir Euer Weisheit zu wissen, daß Augustin Fahren- 
müchten schriven, offte hy ichtes was bekende, dat holz bekannt hat, als er mit Benedict Linkern von 
iuwer Ehrsamkeit vnd iuwer Stadt Berlin müchte an=s Euch gekommen, daß Beide sich vereinigt hätten, Berlin 
dan. So gebe wy inwer wisheit tho wetende, als einzuäschern. Der genannte Fahrenholz hat Freunde, 
wo by het bekandt, wo Augstin Sahrewholz tho die in Nauen wohnen. Desgleichen berichten wir Euch, 
iuw het gekamen mit Benedictus Lin>ern, vnd wie er auch bekannt hat, daß Achim Neumann, 
sind des ens eworden, vnd wolden Berlin vthbrennen. Matthias Nohrbe> und Bernhard Schulze 
De gtenante Jahrenholt hefft fründe wohnhafftig Bernau einäschern wollen. Er hat auch bekannt, daß 
by Kawen. Jtem geben iuwer Ehrsamkeit erkennen, Bernhard Schulze und Hans Schütze Berlin und 
wo he ok het bekand, dat Achim Ligeman vnd Bernau in Asche legen. Wir ersuchen Euch, daß Ihr 
Matthias Rohrbece vnd Berend Schulte willen die von Bernau warnen möchtet. Hiermit seid Gott 
vthbrennen Bernow. 5e het oc> bekant, dat Berend befohlen. Geschrieben am Tage Pauli. 
Schulte vnd Zans Schutzen willen Berlin vnd Ber- Bürgermeister und Nathmanne zu Gransee. 
nowe vthbrennen. Dat suülftige ist vnser Begehr, 
müchten dat de van Bernowe warnen. FZirmede syt 
Gade befalen. Geschreven in die Pauli. 
Burgemeister vnd Rathmanne tho Gransoy. 
Burgemeistern vnd Rathmannen der Stadt 
Berlin , frundlick. 
Fidicin , dipl. Beitr. IV. S. 83 
CAL 
Albert von Kolwart, Hauptmann im Voigtlande, bittet die Bürger und den Rath zu Berlin, 
einem in der Mark beraubten und geschundenen Manne zu dem Seinigen zu verhelfen. 
Vnsern Grus zuvor lieben Bürger gemeiniclich. | Unsern Gruß zuvor, liebe Bürger insgesammt. 
Vns het vorkündet dieser gegenwertiger Briefzeiger, Uns hat der Vorzeiger dieses Briefes, unsres Herrn 
vnsers Zern des kuniges arm Mann, wie das er es des Königs armer Mann, angezeigt, daß er in Eurer 
schint sy in ewer gegende vnd Gerichte; bitten wir Gegend und in Euerm Gericht ausgeplündert worden 
Euch von vnsers Zerrn des Euniges vnd von vnsern | sei. Wir bitten Euch von des Königs und unsertwegen, 
wetten, dat ihr Euch) daran bewiset, dat em die Zab hilfreich zu sein, daß ihm die Habe wiedergegeben 
wedder werde, des wollen wir Euch von vnsern Zerren werde, das wir Euch unsers Herrn des Königs und 
dem Funitte danken. Darvmb bewiset Euch daran unsertwegen danken wollen. Darum seid uns hieran 
deten vns, als wir gern Euch thun wolden wo ihr dienstwillig, wie wir es gegen Euch sein wollen, wenn 
vnser becteret oder wo Euch des not &>eschege in vunser Jhr es von uns begehrt oder wenn es Euch nöthig 
plecte; des woilen wir sünderlichen vmb Euch vor= wäre in unserm Verwaltungskreise. Wir wollen dies 
denen. Geben vnder vnserm insiectel. besonders um Euch verdienen. Gegeben unter unserm 
Albert von Kolwart, Insiegel. 
houbtmann im vagtlande. Albert von Kolwart, 
Den bescheiden vnd wisen Cuten, den Hauptmann im Vogtlande. 
Burgern gemeiniglih vnd dem Rath 
der Stad zum Berlin. 
Fidicin, dipl. Beitr. IV. S. 85 
CXIV 
Herzog Rudolph von Sachsen fordert die Rathmannen zu Berlin auf, einen von ihnen beschädigten 
Bürger zu Wittenberg schadlos zu halten. 
Rudolff von Gotes naden zu Sachsen vnd Rudolf, von Gottes Gnaden Herzog von 
Lünebur> Zerbo>, des hiligen romischen Ric<s Erb= Sachsen 21. Ehrbare 26. Wir haben Euch wegen 
marschalk. Erbarn, wisen, lieben, besündern: als wir Lorenz Dregen, unsers Bürgers zu Wittenberg , oft 
Euch vmb Laurentz Drecten vnsern Börger von geschrieben, den Ihr und die Euern beschädigt , zwer 
Wittenberg dicke geschreben hebben, den ihr vnd die Pferde, sec<s . . . . und einen guten Mantel ab- 
Ewren beschediget hebbet, zwei pferde, sec<s . . . . . . genommen, worauf Ihr geantwortet habt, daß Ihr 
vnd einen >uden Mantel, vnd ihr vns doch geschriben Euch treulich daran beweisen wolltet. Dies ist aber 
bebbet, dat ihr bc< getruwelich daran bewisen woldet, nicht geschehen, so daß Ihr ihm Mühe, großen Schaden
	        
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