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Der Berlinischen Urkunden vierte Abtheilung: nichtdatierte Urkunden III. Störung des Landesfriedens, Friedebruch etc.

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

Um 1390 bis um 1415 317 
juwer Diener, der Richterinne vom &ürstenwalde Euer Diener, und zwei Brüder der Richter zu Fürsten- 
Brüder zwene, Zanß List, Zenning List Soene, walde, Hans List, Henning List's Söhne, mit 
mit ihren >esellen ihnen acht perde, ein vnd vierzig ihren Gesellen 8 Pferde, 41 Scho> böhmischer und 
scho> an bömischen vnd mißenschen Groschen, zwey meißner Groschen, 2 Armbrüste, Pferdegeschirx und 
Armbrüst, Sylen vnd ander ihr gerethe genomen anderes Geräth ihnen abgenommen hätten. Wir bitten 
hebben; Bitten wir Euch mit fließe, das ihr bestellet, Euch mit Fleiß, dieselben anzuweisen, unsern armen 
das solche habe vnsern armen Lüden ane verzug Leuten ihr Gut ohne Verzug zurückzugeben, und be- 
widder oder gegolden werden, vnd bewiset öch daran weiset Euch hieran, als Ihr wollt, daß wir in solchen 
als ihr wollet das wir in solchen Sachen teten vH Sachen dasselbe Euch vdexr den Euern thun sollen ; 
odder den ewern thun solden, das wollen wir v< son» welches wir Euch besonders danken wollen. Wir bitten 
derlichen dancken, vnd beeren des Ewer andwort. um Eure Antwort. Gegeben auf der Neuenburg, am 
Gecteven vff der Lüenburg am nüen Jares dage, Neujahrstage, unter unseres Hofrichters Insiegel, dessen 
vnder vnsers hoferichters insigel, des wir zu diesem wir uns diesmal bedienen. 
mal gebruchen. 
Den Erbaren, wysen Luden, Burgemeistern 
vnd Radmannen der Stad Berlin, vnsern 
liben besundern. 
Fiviein, dipl. Beitr. IV. S. 31 
CAL 
Der Rath zu Jüterbog ersucht die Rathmannen zu Berlin, beim Herzoge von Mecklenburg und 
dem Rathe zu Bernau die Rückgabe genommener Güter zu vermitteln. 
Vnsern fründlicken willigen Denst to aller tied. ' Unsern freundlichen Dienst zu aller Zeit. Ehr- 
Erbarn, wiesen, Lieben Zeren vnd sünderlicken gün- bare, weise, liebe Herren und besonders günstige Freunde. 
stigen Sründe; Wir laten weten Ewer tugendsamen Wir lassen Eurer tugendsamen Weisheit wissen, daß 
wisheit, dat vor vns komen ist Claves Keling vuser vor uns Claus Keling, unser Mitbürger, gekommen 
mitborc>er, vnd het vns met klagen vorgebracht, wie ist, der uns geklagt hat, daß ihm die Märkischen auf 
dat em die Märckischen xenomen hebben anderthalfe der Oder anderthalb Last Heringe, eine Tonne Hechte 
Last Zeringtes, eine Tonne Zektes vnd ein Armbrust und eine Armbrust genommen haben, welche Habe in 
vp der Oder, vnd dieselbe Zabe ist komen in die Stadt die Stadt Bernau gebracht ist, wo sie unser Bürger, 
Bernowe, dar sie vnser borger selber in gesehen hadde, wie er behauptet, selbst gesehen habe. Wir bitten Euch, 
als wir von em gehort hebben. Bidden wy Euch lieben Herren und Freunde, daß Ihr unserm Bürger 
lieben Zeren vnd &ründe, dat ihr vnsern egnanten Euern guten Willen zeigt und ihn durch Euern Brief 
Börctern guden willen wiset, vnd em met ewern Briffe au unsern Herrn von Mecklenburg und an die von 
behülplich siet by vnserm Zern von Mecklenburg vnd BWBernau weiset, daß ihm seine Habe wiedergegeben werde. 
by denen von Bernow, ofte em sine Zave widder Wir wollen Eurer Ehrbarkeit solches allezeit freundlich 
werden mochte; des- wollen wir ewer Erbarkeit alletiet danken. Gegeben unter unserm Jnusiegel. 
frundlicken danken. Geven vnder vnserm ingesigel. Rathmann zu Jüterbog. 
Radman zu Juterbock. 
Den Ehrbaren wisen Burgermeistern vnd 
Ratmannen zum Berlin, vnsern Lieben 
besundern Srunden zum Berlin sal disser 
Brieff. 
Fidicein - dipl. Veitr. IV. S. 82. 
CA. 
Der Rath zu Gransee benachrichtigt den Rath zu Berlin, daß mehrere benannte Personen die 
Städte Berlin und Bernau in Asche legen wollen, und bittet, auch den Rath der lezt- 
genannten Stadt davor zu warnen. 
Vnyusern gruth, willigen Dienst sampt erbedunge Unsern Gruß und willigen Dienst, unter Erbietung 
alles udes thovorn. Gy Ersamen, vorsichtigen, wol- alles Guten, zuvor. Euch ehrsamen, vorsichtigen, wohl- 
wisen Zeren, wy danken io höhlich inwes Dienstes weisen Herren danken wir höchlich Cures Dienstes 
halben, des wWY Ömme iuwe ersamkeit wedder ver- halben 21. Es8 war Euer Begehr, daß wir Euch 
schüldigen sind wy stedes gespart. Iuw schrivend, &y schreiben möchten, ob hier etwas bekannt sei, was Euer 
an vns >4edahn, hebben wy in guder meinung wol Ehrsamfeit und der Stadt Berlin angeht. So thun 
Verlinische Urkunden. 
M(
	        
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