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Der Berlinischen Urkunden erste Abtheilung: die Zeit der Askanier von 1232 bis 1323

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

1278 - 1280 13 
Scriptum visuris in perpetuum notum facimus literas wärtigen Brief für ewige Zeiten denen, die dies Schreiben 
per presentes. quod Ciuitatem nostram Molrasen sehen, fund, daß wir, in der Absicht, unsere Stadt Mülrose 
nolentes deteriorare nec vetera jura sua infringere, nicht herabfommen , noch ihrer alten Rechte verlustig gehen 
imo magis et pocius adaugere et conseruare, eam zu lassen, sondern vielmehr Willens, dieselbe zu heben und 
volumus in eo jure, quo felicis recordationis Pater in ihrem Rechtszustande zu bewahren, sie bei dem Recht, 
noster Otto, quondam Marchio Brandenburgensis, mit dem sie unser Bater seligen Angedenfens, weiland Mark- 
in prima ipsius fundatione exposuit et dotavit, Ei graf Otto von Brandenburg, bei ihrer ersten Gründung 
ius berlinense donando, in quo eam voluamus begabt und ausgestattet hat, indem ex sie mit berlinischem 
ConServare, nec non dicte civitati Molrasen, idem Rechte begnadigte, belassen wollen. Auch wir übertragen 
jus tradimus liberaliter ac donamus, vt eum burgen- wund verleihen besagter Stadt Mülxrose gnädiglich dasselbe 
Sibus ipsius Civitatis necesse fuerit, Berlin vadant Necht, sv daß die Bürger dieser Stadt, wenn es ihnen 
ae ibi Jus Ssuum asferant, quemadmodum actenuüs möüthig scheint, nach Berlin gehen und dort ihr Recht holen 
Consveverunt .... - sollen, wie sie es bisher gewohnt gewesen sind . . . 
Riedel, Cod. dipl. Brandenb. I., 20. S. 187f. nach dem Original. =- Verl. Chronik. S. 5. 
AUS. 
Vischof Ludolf Il. von Halberstadt erläßt Allen, welche zur Erquickung der Kranken im Georgen- 
Hospitale zu Berlin beitragen, sechzigtägige Pönitenz, am 14. August 1278. 
Ludolphus, Dei gracia quondam Episcopus Ludolf, von Gottes Gnaden ehemals Bischof zu 
Halberstadiensis, Vniversis Christi fidelibus hane Salberstadt, entbietet allen Christgläubigen, die diesen 
literam inspecturis Salutem in Domino: vnivergsitati Brief sehen, Heil in dem Herrn. Wir wollen es zur allge- 
nos volumus esse notum, quod nos omnibus vere meinen Kenntniß bringen, daß wir Allen , die ihre Sünden 
penitentibus, confessis et pure contritis, qui domo wahrhaft bereuen, befennen und rechten Schmerz darüber 
infrmorum Beati Georgii in Berlin ad refeetio< empfinden, wenn sie dem Krankenhaus zu St. Georgen 
nem infirmorum manum porrexerint adjutricem, aut in Berlin zur Stärfung der Siechen hülfreiche Hand leisten 
in quo etiam auxilium impenderint et favorem, LX oder ihm sonst ihre Theilnahme und Gunst zuwenden, 
Dies de injuncta Sibi penitentia, 81 Dominus Diocesanus 60 Tage von der ihnen auferlegten Pönitenz gnädiglich 
id duxerit admittendum, misericorditer relaxamus. mnachlassen, wenn der Herr Dibcesan- Bischof dies für zu- 
Datum Brandenburg, Anno DominiMCCLXXVI] Lässig erflärt. Gegeben zu Brandenburg, im Jahre des 
in Vigilia AsSsumptionis B. Marie Virginis. Herrn 1278, am Tage vor Mariä Himmelfahrt. 
Niedel, Cod. dipl. Brandenb. Suppl. S. 221, nach Schmidts Berl. Denkwürdigkeiten, Dec. 1., 43. = Küster, Altes und Neues 
Berlin Il. , 685. -- Berl. Chronik. S. 13. 
AS 
Der Rath zu Berlin bestätigt die Gewerks-Privilegien und Statuten der Kürschner daselbst, am 
22. März 1280. 
Nos Thomas de Struceberhe, Heiso Wir Thomas von Straußberg, Heise Krä- 
Institor, Theodoriceus Cultellifex, Hein- mery,DietrichMessermacher,/HeinrichKaufmann, 
ricus Mercator, Ludolfus Blawe, Johannes Lüdecke Blawe, Johann von Prettin und die übri- 
de Prettin ceterique consules cintitatis Berlin gen Rathmannen der Stadt Berlin bei Cöln, Allen, 
apud Coloniam omnibus hanc literam inspecturis die diesen Brief sehen , Heil. Da die Zeit in ruheloser 
Salutem. Cum mobilitas temporis quietis neseia Beweglichfeit allmälig dahingleitet, und die irdischen Dinge 
SuccessIve labatur et ea que Sunt in tempore facilius mit der Zeit allzu leicht verschwinden, so ist es wohl gethan, 
evanescant cum tempore, Expedit ut ea que existunt das, was ewiger Bewahrung würdig ist, durch schriftliche 
Sempiterna confirmacione digna solidius in seripptu- Abfassung zu befestigen. Kund sei es daher Allen, die die- 
ram redigantur. Notum igitur Sit omnibus hune fsenBrief sehen, daß wir, die Rathmannen der Stadt Berlin, 
tenorem inspecturis, quod nos consules civitatis Thomas von Straußberg, Heise Krämer, Dietrich Messer- 
Berlin, videlicet Thomas de Struceberch, Heiso macher, Heinrich Kaufmann , Lüdecke Blawe, Johann von 
Institor, Th. Cultellifex, H. Mercator, 1. Blawe, Prettin und die übrigen Rathmannen derselben Stadt nach 
Jo. de Prettin ceterique einsdem einitatis consuüles gemeinsamen Beschluß und einsichtsvoller Ueberlegung zu 
ex communi consilio, ac Sagaci deliberacione ad unserer Stadt Förderung die folgenden Bestimmungen ge- 
nostre cinitatis Promocionem statuimus hos articulos troffen haben: Erstens, daß kein Fremder sich unterstehe, 
infra Scriptos: Primo, ne ullus aduena opus pelli- Kürschnerwaaren auf dem Markte zu verkaufen , wenn er 
Parium, stans in foro vendere presumat nisi communi nicht vorher das gemeinsame Gewerk von den Meistern ge- 
magistrorum opere preacquisito. Secundo, ne ullus wonnen hat. Zweitens: Kein fremder Kürschner soll Felle 
Verlinische Urkunden.
	        
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