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Der Berlinischen Urkunden vierte Abtheilung: nichtdatierte Urkunden III. Störung des Landesfriedens, Friedebruch etc.

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

Um 1390 bis um 1415 305 
hadde, dar thu scholde myn broder loos weysen synre übergäbe, er ihn herauslassen wollte, mit all seinem 
fengenisse. Do dy borchgrewe io Plawen hadde, do Geräthe, das er daselbst hätte, und sollte mein Bruder 
hyvt hy Zanze los laten, wen hy greyp eyne vp der erlöst sein seines Gefängnisses. Als (nun) der Burg- 
stede wedder, ok behylt hy buten sulwen. Vnd hylt graf Plauen inne hatte, befahl er, Hans frei zu 
mpne broder aldar nicht, dat hy em gesecheyt hadde, lassen, aber er ergriff ihn auf der Stelle wieder und 
dar hy Plawe mede ..... kreyth. Dv bosheyd mut behielt denselben draußen (gefangen). Und so hielt er 
ix deme borchtgreuen owerschrewen vmme myne ma= meinem Bruder allda nichts, was er ihm zugesagt hatte, 
nungbe wyllen, went an dy tyt, dat hy my dat myne wodurch er (der Kurfürst) Plauen . . . erhielt. Dieser 
wedder gift. Gescrewen vnder mpyn ingesegel. BosSheit muß ich den Burggrafen, meiner Forderung 
Dyderik wan O.uyczaw. wegen, üffentlich beschuldigen, bis dahin, wo er mir das 
Meinige wiedergiebt. Geschrieben unter meinem JInsiegel. 
Dietrich von Quitzow. 
Berliner Stadt - Archiv Nr. 1183. =- Papier mit beigedrücktem Siegel. 
e. Sriedebruch, Fehden und Räubereien anderer Personen. 
(LXXXV1. -CXVH.) 
LXXNXVI. 
Graf Albert von Lindow beklagt sich über ungerechte Befehdung aus dem Barnim. 
Albertus dei gracia Comes in Lyndow, fauore ' Albert, von Gottes Gnaden Graf zu Lindow. 
nostro . . . . premisso. Wy clagen jw liwen frundes, ' Unsre Gunst 26. zuvor. Wir klagen Euch, lieben 
wu dat Zeyne Karre, Offe von Slywen, Rimen- Freunde, daß Heinrich Karre, Jacob von Sclie- 
bach, Cuno Cunt vnd Tyle Sparre, di sitten vpp ben, Reichenbach, Conrad Cunt und Thiele 
den Barnym, vnd ander vnses heren des markgreuen Sparre, welche auf dem Barnim ansässig, sowie an- 
man sick in vnseme lande vurgrepen hebben an Roue, dere unsres Herrn Mannen, in unserm Lande Räuberei 
vnd Jw witlick is, dat wi lick vnde Recht gheboden verübt haben. Auch ist uns mitgetheilt, daß Jene, 
hebben. Ock so is vns tu weten worden, alz winiHt wie wir uns nicht versahen, von den Städten Bernau 
en hopen, dat sy dyY van Bernowe vnde van der und Neustadt Obdach, Speise und Beihülfe erhalten 
Lyenstad spisen, heghen vnd husen vnd en behulpen haben. Wir bitten Euch, lieben Freunde, daß Jhr 
sin. Bidde wi IJw lyuen frundes, dat gi vuns Juwen uns deshalb Rath ertheilt, wie wir ihn Euch geben 
Rat mede deilen, wu wi em dun moghen, vnd wedder würden, und daß Jhr uns schreibt, ob Jhr uns helfen 
schrinen vns, oft gi vns willen oft is vns not sp. wollt, da es uns Noth thut. 
Aufschrift: 
Prouidis et honestis Consulibhus ecinitatis 
Berlin nostris Singularibus presentetur. 
Fidicin, dipl. Beitr. Il. S. 101 f 
LXXAVH. 
Heynicke von Uchtenhagen antwortet der Nitterschaft, den Städten und den Rathleuten zu Berlin 
und Cöln auf deren Vermittlungsvorschlag in der Fehde wider die von Zassen. 
Mynen denst mit vrunschap tovoren. Wetet dat Meinen Dienst mit Freundschaft zuvor. Wisset, 
ix iwen bref wol vornomen hebbe alzo gy schrynen, daß ich aus Cuerm Briefe wohl vernommen habe, daß 
dat de van Zassen claghen ouer myuen zone, Des der von Zassen über meinen Sohn klagt. Wisset in- 
wetet, dat ik geclaghet hebbe by mynes heren tyden dessen, daß ich zur Zeit meines Herrn Markgrafs Otto 
Markgreue Otten vnd by mynes gnedighen heren und zur Zeit meines gnädigen Herrn des Kaisers und 
tyden des keysers, Lv by mynes heren tyden, dat em nun zu meines Herrn, des Markgraf Jobsts Zeiten, 
god gütr geue, Markgreue Jostes, de alle vor my dem Gott alles Gute gebe, geklagt habe, die alle für 
ghescreuen vnd >hebeden hebben, vnd heft my nit mich geschrieben und gebeten haben, und es hat mir 
gehulpen. Lv en hadde ik anders mynen kyndern nidt nichts geholfen. Nun hatte ich meinen Kindern Anderes 
to >heuende wen de maninghe to deme van Zassen. nichts zu geben, als die Forderung an den von Zassen. 
Sy hebben züluen vor my gebeden myne vrunt vnd Jhr selbst habt für mich gebeten, meine Freunde und 
andere stede myne here van Stettyn, deme id god andere Städte, mein Herr von Stettin, dem es Gott 
vertelde; my ne konde ny lyk edder recht van deme vergelte; mir konnte von dem von Zassen aber Gleich 
Berlinische Urkunden.
	        
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