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Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

286 Um 1390 bis um 1415 
here die Marcgreue vns eynen dach) bescheiden hadde unser Herx, der Markgraf, uns zu einer Berathung 
t6ö Lukow, dar he wolde sin gekomen, die dach is lange nach Luckau beschieden hatte, wohin er kommen wollte. 
vore vnde en vorvolcet sik so nicht, so &>i suluen wol Der dazu bestimmte Tag ist nun längst vorüber, und, 
vornemen; des si wy gewesen by den heren van Mekelenzs wie Jhr selber wißt, ist nichts weiter erfolgt. Darum 
bor t6 Lennyn, die wolde slichtes weder ts sime lande sind wir bei dem Herrn (Herzog) von Mecklenburg zu 
sin dereden; des hebbe wp eme darto gesproken, dat Lenyn gewesen, der gerade nach seinem Lande zurück- 
he noch met iü tu deme Berlyn wil harren tüschen hir kehren wollte, und haben ihm zugeredet, daß er noch 
vnde eyn donredaghe, den dach vDt necest tokomende, bei Euch in Berlin bleiben möchte, von jetzt bis nach 
offte vns vmmer vnderdes noch botschap, hulpe adir nächstkommenden Donnerstag, für den Fall uns unter- 
Rad van vnserme heren kunde to wetende werden odir dessen Botschaft, Rath und Hilfe, deren wir so be- 
müchte wedir varen, so wy des wol bedorfften; dat gi dürftig sind, von unserm Herrn zukommen möchte. 
vnderdes ok vorboden van stünden an die Radhern van Unterdessen wollt Jhr an die Rathsherren nach Frank- 
Srankenforde vnde ander Stede vnde Manne van deme furt und an die übrigen Städte und Mannen Eurer 
Barneme, Teltow vmme iü beletthen, dat si an desseme Umgegend, im Barnim und Teltow, senden, daß sie 
negesten donredatghe ok komen to deme Berlin; dar wil ebenfalls am nächsten Donnerstag nach Berlin kommen. 
wy denne ok sin, vns dar ouer to reden vnde to bez Jc< werde dann dahin auch kommen, und werden wir 
trachtende der lande gebreke vnde vnse grote nod, so uns sodann über die Gebrechen und große Noth des 
wi alle des wol behuven, dat dünket vns nütte wesen. Landes berathen und was zur Abwehr derselben zwek- 
Geven an deme sondage Marci et Marcelliani, vnder mäßig und nüßlich sei. Gegeben am Sonntage Marcus 
der nienstad Secret. und Maricilian, unter dem Siegel der Neustadt. 
Wichard von Rochgow, Ratmanne Wichard v. Rochow 2. 
vt beiden Steden Brandeborc<, van 
Belitz, Rathenow, Kawen vnde 
C3zascelow van RKuenrestorp. 
Aufsc<hrift: Den Ersamen wisen 
Burgemeistern to dem Berlyn vnde 
to Colne, unsern besundern guden 
frunden detur. 
Stadtarchiv. Papier mit rothem Wachssiegel. =- Fidicin, dipl. Beitr. II. S. 108 
III. Störung des Landfriedens, Friedebruch etc. 
a. Uebergriffe der geistlichen Gerichte. 
(L.--LII.) 
Er 
Markgraf Sigismund ermahnt den Bischof zu Brandenburg, seinen Officialen jede Einmischung 
in die weltliche Gerichtsbarkeit zu verbieten. 
Unsere gunst zuuor. Wisset Zerre Bishop, daz Unsere Gunst zuvor. Wisset, Herr Bischof, daß 
vor vns gekomen ist, wie das Ir unsere stete bannet uns vorgetragen ist, daß Ihr unsere Städte mit dem 
vnd zu notdinge brengt; alzo daz Ir vor vns nie vor- Banne belegt und zu Nothgerichten ladet, welches bis" 
klagt habt: denne wir io seluer richter ober sy wollen her nicht geschehen ist, da wir . selbst über sie richten 
blyuen. Auch seyn sy Euch alle gerecht, Riddere vnde wollen. Obgleich Alle im Lande, Nitter und Bauern, 
gebure in deme lande; sie mütten doch alle vor Ewer Euch (durch .mich) gerecht werden, müssen sie doch vor 
officialen, wenne er inen gebeut. Lun wollen wir Euerm Officialen erscheinen, wenn er sie vorladet. Wir 
ernstliken, daz Ir davon latet von stunden an: thut wollen aber ernstlich, daß dies von jekt an unterbleibe j 
Ir daz nicht, so haben wir also befolen, daz man denn geschieht es nicht, so haben wir befohlen, daß 
Eud) vnde dy Ewern stüren sal, es sey Euch lieb oder man Euch und die Euern daran behindere, es möge 
leyd. Ewer andwort. Geben zu Poßnan des Son- Euch lieb oder leid sein. Euere Antwort. Gegeben zu 
auendes vor Sunte Michels tae. Posen, des Sonnabends vor Michaelis. 
Fidiein , dipl. Beitr. IV. S. 509. 
Y
	        
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