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Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

Um 1390 bis um 1415 983 
ALIV. 
Markgraf Wilhelm warnt die Städte davor, sich an fremde Herren zu hangen. 
Wilhelm Mardgraffe zu Mößen vnd Land- Wilhelm, Markgraf zu Meißen 2x. Unsere Gunst 
Fraffe in Döringen. Vnsere gunst zuuor, lieben bez zuvor, besonders Liebe. Wir haben erfahren, daß Herr 
sündern. Wir tun Öbc< zu wißen, daz wir erfaren Ortwyn sich geäußert, er habe früher gefunden, daß 
baben, daz Ern Ortwin geredet het, Er habe es darz unser Schwager, der Markgraf Jobst, getreue Städte 
vor &dehat, daz vnjser Schhwaher Marggraffe Jost in der Mark gehabt hätte, daß er es jetzt (aber) nicht 
getrewe Stede in der Mark gehat hebbe, vnd das mehr so finde, da sie sich einen andern Herrn wählen 
derfinde Er nw nicht; denn sie sich an einen andern wollten. Er verwundere sich, warum sie es thun woll- 
bern wisen vnd kisen wolden. Em wundert worvmb ten, da sie doch keine Noth dazu dränge. Aber über 
Sie es tun wolden, wenn si en kene Loth darto drinz die von Berlin sei er nicht verwundert, die hätten 
get. Auer vmb die von Berlin wundert es em nidt; früher schon soviel verbrochen, daß sie sich entsetzen 
dy hebben vor also vel gebrofken, dat sie sich entsetzten, würden, wenn er sie darum strafen wollte. Und Herr 
dar er sie darvmb straffen mochte. Vnd Er Lippold Lippold von Bredow, der gegenwärtig war, als er 
von Bredow ist dar genwertig geweser, alse he dat (Ortwyn) das sagte, hat geantwortet: »Er habe das 
geredet hadde; de hat dartu geandwordet: „Ze hebbe Schloß noch inne; er wollte es wohl mit seinen Freunden 
dat Schloz noch inne; he wolde des woll vnterstehen unternehmen, den Städten Krieg genug zu bringen. « =- 
mit sinen frunden, vnd wolle den Steden kriege gqznug Nun hoffen wir und wissen es wohl, daß so wenig 
geben.“ Kun hoffen wir vnd wißen wol, daz ibr noHD Ihr wie andere Städte der Mark Euch gegen unsern 
andere Stede der Mar> Euch ober vnsern Swaher Schwager und uns mit einander verbindet noch gegen 
vnd vns an einander werffet noch kieset noc) do wedder, uns wählt, indem wir uns mit unserm Schwager ver- 
«lse wir vns vnder einander met vnserm Swaher verz einigt und Satzungen gemacht haben, daß wir Euch 
einet vnd esazt hebben; denn wir Euch schützen vnd schüßen, helfen und nicht im Stich lassen wollen. Ge- 
belffen wollen, vnd Euch nicht laßen. Geben zu geben zu Meißen, am Freitag uach Ostern. 
Myßen am Sritacte nach Ostern. 
Fidicin , dipl. Beitr. 1V. S. 76. 
XLV. 
Ger>e von Holkendorf fordert die Rathmannen zu Berlin und Frankfurt auf, ihm die Neue- 
Mühle, welche sie ihm weggenommen hatten, wieder zurückzugeben. 
Minen Dinst thuvoren, 4Y leven burgemeister Meinen Dienst zuvor. Liebe Bürgermeister und 
vnd Radmanne tho Berlin vnd rho &Srankenvörde, Rathmannen zu Berlin und zu Frankfurt, Mannen und 
Mannen vnde stede. Alse ick in dicke vnd vaken ges Städte. Jc< habe Euch oft und viel gebeten um (Zurück- 
beden hebbe vmme dy nüghe Mole, dy in mi namen, gabe der Feste) Neumühle, die Jhr mir abgenommen 
darvmme bidde ick in noch, dat in mi wollen noF din habt. Darum bitte ich Euch nochmals, daß Jhr mir 
Lik edder Recht. Were est gy dat nicht en dun, so Vergleich oder Recht verstattet. Würde dies nicht ge- 
schal io Kwader maninge van mi nicht entbrecken. schehen, so sollt Ihr böser Mahnung von mir nicht 
Wes gy hieran dun willen des bidde wy enen korten entbehren. Was Ihr hiernac<) thun. wollt, darüber 
Dag, dy iu vnd my lectelick sy; dar wil ick by in kamen. bitte ich binnen Kurzem einen Tag an Euch und mir 
Gercke von Zoltzendorp. bequemer Stätte, da will ich zu Euch kommen. 
Den Ehrwerdigen Borgemeistern, Ger>e von Holßendorf. 
Rademannen thu Berlin vnd tho 
Srandkeforde, Mann vnd Stede 
Rome disser brieff. 
Fidicin , dipl. Beitr. IV. S. 86 
ALVI. 
Alle Städte der Mittelmark beklagen sich gegen den Markgrafen Wilhelm von Meißen über die 
Noth des Landes und bitten denselben um Befreiung des gefangenen Lande8hauptmanns8 
Lippold von Bredow. 
Zochgeborne Sorste vnd lieve gnedi>e Zere. Wy Hochgeborner Fürst und lieber gnädiger Herr. Wir 
Flatten klaglichen Ewer Sörstlicken &naden, dat die klagen Ew. fürstlichen Gnaden, daß die Landgemeinden 
gemeinen Lande met vns in der nuwen marcke to und wir in der Neuenmark Brandenburg alle Tage sehr
	        
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