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Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

Um 1390 bis um 1415 277 
dem Marctaraffen von Myßen darvmme woll voreinen Gegeben auf dem Felde beim Dorfe Beß, Mittwochs 
wüllen, alß wir dem Möllenmestere sünderlicken darz vor Laurentien. 
vmme schreven. Geben vff deme YSelde by dem dorpe Für den Herrn Markgrafen. 
Betz, des middewochen vor Laurentii. Spilner. 
per Dn. March. 
Spilner. 
Den Erbarn Ratmannen czu Berlin. 
Fidicin , dipl. Beitr. IV. S. 57. 
ANAL 
Markgraf Jobst benachrichtigt die Rathmannen zu Berlin, daß der Herzog von Wolgast in das 
Land dringe, welches sie schüßen sollen. 
Jost von Gotes Gnaden Marggrave zu Bran- Jobst 2x. Ehrbare und liebe Getreue. Wir 
denbur& vnd zu Mehren. Erbaren vnd lieben gez haben vernommen, daß der Herzog von Wolgast mit 
trewen, wir haben vernomen, dat der Zerzo&t zu gewappnetem Volke nach Ruppin gekommen ist, um uns 
Wolgast yen Rupin komen ist mer gewapneten Volke in das Land einzudringen. Nun befehlen wir Euch 
vnd wolde vns in dat Land suken. Kun beißen wir ernstlich und wollen, daß IJhr darauf Acht habt, und 
Euch ernstlicken vnd wollen, dat ir darauff sehet, vnd wenn man in das Land eindringt, solches zu verwehren; 
ist dat man in das Land suken worden, dat ir dann weshalb wir auch an Dietrich von Quißow schreiben, 
das weret; dann wir Dietrich von Q.uitzow schreiz daß er Cuch behilflich sein soll. Gegeben zu Tanger- 
ben, dat Er Euch behulplich sein sal. Seben zu münde, Montags nach Trinitatis. 
Tanctermunde des mondages nach Trinitatis. 
Den Erbarn Ratmannen zu Berlin, 
vnfern liben getrewen. 
Fidicin, dipl. Beitr. IV. S. 57. 
AAAIL. 
Der Markgraf Jobst fordert Berlin und andere Städte der Mark auf, sich der Stadt Neustadt 
gegen den Herzog von Stettin anzunehmen. 
Jost von Gots Gnaden Marggrave vnd Jobst 261. CEhrbare 2x. Wegen der Sache, um 
Zerre zu Mehren. Erbarn vnd Lieben &etrewen, welche der (Herzog) von Stettin unsere Bürger zu 
von der Sake weten, darvmme der von Stetin vu= Neustadt schwer bedrängt, ist unsre Meinung und ernst- 
sere Börctere zur nuenstat swerlichen mahnet, ist liches Geheiß, daß Jhr mit dem von Stettin eine Zu- 
vnser meinuncge vnd heißen euch ernstliken, daz ir mit sammenkunft haltet und mit ganzem Fleiß versucht, es 
dem von Stetin darvmme zu tacten Reitet vnd verz zu vermitteln, daß solche Forderung und Sache, bis zu 
suket mit >antzem fliete, ob ir beteidingen moget, das unserer Ankunft, gütlich anstehe. Könntet Ihr aber 
sulcke manunge vnde saken gutlicken stunden, bis an das nicht zuwege bringen, so befehlen wir Euch ernstlich 
vnser Zukunfft. Were aber, daß ir daz mit nichte zu und wollen, daß Ihr unsern Getreuen von Neustadt 
wee brenghen muchtet, so heißen wir vhb ernstlik helfet, die von Gartz eben so schwer zu bedrängen , als 
vnd wollen, daz ir den von der Quenstadt, vnsere sie die Unsern bedrängen. Denn es ist doch offenbar, 
Getrewen, helfet also sere hinwider die von Gar daß wir und die Unsern mehr Grund haben zu strafen, 
manen, als sie die vusern manen; wann doch offenbar als der von Stettin. Auch haben wir dem Edlen 
ist, daz wir vnd die vnsricten billiger manen solden Lippold von Bredow geschrieben, daß er mit Euch 
denn der von Stetin. Ok haben wir den Edlen zu jener Versammlung reite, und bitten Euch überdies 
Lewpolden von Bredow eeschreven, der mit vH sehr, daß Ihr Euch der Sache fleißig annehmet, dessen 
sal darzu reiten; vnd bidden vc<+ tumale sere, daz ir wir Euch vertrauen. Und was Euch das Beste in der 
ewren fleiße tut in den saken, des wir vb getrawen. Sache scheinen wird, das thut und laßt Euch daran 
Vnd was üch dat beste duncken wurdet in den saken, nicht behindern. Gegeben zu Brunne, am Sonnabend 
das tut vnd laßet üch- daran nicht hinderen. Geben nach St. Gilgentag (Egidientag). 
zu Brunne des nettesten Sunabendes na St. Gilgen Für den Herrn Markgrafen. 
Tact. per Dn. March. Spilner. 
Spilner. 
Den Erbaren vnd wisen Rathmannen zu 
Brandenburg, Berlin, Coln, Srankenfort, 
Strutzenberch) vnd anderen gemeinen Ste- 
ten, vnsern Liben vnd getrewen. 
Fidicin, dipl. Beitr. IV. S. 56. 
Berlinische Urkunden. 
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