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Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

Um 1390 bis um 1415 275 
AXVH. 
Markgraf Jobst gebietet den Rathmannen zu Brandenburg, Berlin, Cöln, Frankfurt, Prenzlau 
und in allen andern Städten der Neumark, den Boto von Castelowiß als Hauptmann der 
Mark anzuerkennen, ihm die lande8herrlichen Abgaben nicht vorzuenthalten und in des Landes 
Sachen behilflich zu sein. 
Wir Jost von Gotes Gnaden Marct>raffe vnd ' Wir Jobst 2c. enutbieten Euch ehrbaren Rath- 
Zere zu Mehren, Entbiten Euch Erbaren Ratmanne mannen zu Brandenburg, Berlin, Cöln, Frankfurt und 
to Brandenburg, to Berlin, to Collen, Sran>enfurt BWPrenzlau und allen andern Städten und Rathmannen 
vnd to Premtzlowe vnd allen andern Steden vnd Ratz der Neumark Brandenburg, unsern lieben Getreuen, 
mannen der newen Marcke to Brandenburg, vnsern unsre Gunst und unsern guten Willen. Ehrbare 2c. 
lieven getruwen, vnser Gunst vnd guden willen. Erz Wir wundern uns höchlich, daß Jhr unsere Renten und 
baren vnd lieven Getrewen, vns wundert zumalen Zinsen, die Jhr uns zu geben schuldig seid, dem Edlen 
sere, daß jr vnser Renten vnd Zinsen die Jr vns plih- Botho von Castolowiß,/ unserm getreuen Hauptmann, 
tich seid zu geben, dem Edlen Poten von Castolo= nicht geben wollt, habt Euch dessen vielmehr geweigert 
wiß, vnserm >etrewen Zouptmanne, nicht &«eben en und sie uns vorenthalten; obgleich wir Euch doch keinen 
woldet, vnd habt Euch) der &ewecgert vnd die vuns andern Hauptmann als den ehegenannten Botho ein- 
vorhalden; wann wir Euch doch keinen andern Zoupt= gesekt haben. Darum gebieten wir Euch Allen und 
mann ny gesetzt hebben denn den Egnanten Pothan Jeglichem besonders, daß Ihr alle Renten und Zinsen 
vnsern lieven getrewen. Darum gebiden wir Eulß); dem genannten Botho und keinem Andern gebet, und 
allen vnd Vchlichen besundern, daß Ir alle Renten vnd ihm, des Friedens und aller andern Sachen des Landes 
Zinsen &even vnd reken sullet dem exnanten Pothan wegen, treu und fleißig beholfen seid, in aller Maße 
vnserm tetrewen vnd nymand anders, vnd em vmme als ob ich selbst bei Euch wäre. Gegeben zu Prag 
frede to maken vnd to allen andern Saken des Landes am Dienstag nach Nicolaus Tage. 
getruwelik vnd flißiglich behulpen syt in aller maße 
als ob wir felber by vc) weren. Geben zu Prag den 
negsten Dinsta na St. Uiclaus Tact. 
Fidicin, dipl. Beitr. IV. S. 68. 
AXVHNL 
Markgraf Jobst schreibt den Rathmannen zu Berlin und andern märkischen Städten, daß sie 
seiner Schwester, der Markgräfin von Meißen, Gehorsam leisten und Rath und Hilfe er- 
theilen sollen. 
Jost von Sotes gnaden Marggrave zu Bran- Jobst 2x. Wir entbieten den ehrbaren und weisen 
denbur&, Mardgrave vnd Zere zu Mehren, Enbiten RNathmannen der Städte Brandenburg, Frankfurt, Ber- 
den Erbaren vnd wysen Ratmannen der Stede Branden-s lin, Prenzlau, Stendal, wie überhaupt allen Städten 
burg, Srancenvord, Berlin, Premtzlow, zu Stendal in der Neuen und Alten Mark Brandenburg, unsern 
vnd temeinlick allen andern Steden in der nuwen vnd Lieben und Getreuen, unsre Gnade und alles Gute. 
olden marcken zu Brandenbur>, vnsern Lieben ges Ehrbare, weise und liebe Getreue. Wir lassen Euch 
truwen, vnsre nad vnd alles gut. Erbarn wysen vnd wissen, daß nothwendige Sachen und Geschäfte uns ver- 
Lieben getruwen, wir laßen Jw weten, daß wir von hindern, gegenwärtig zu Euch in die Mark zu kommen, 
notlicken vnsern Saken vnd xeschefften wegen zu dessem weshalb wir die hochgeborne Fürstin Frau Elisabeth, 
male in dy marke to Jw nicht komen mogen, sondern Markgräfin zu Meißen 2c., unsere besonders liebe Schwester, 
wir hebben die hocheborne Sorstinne Srowe Eliza= gebeten haben, daß sie statt unsex in die Mark reisen 
bet, Marcgreffinne zu Myßen 2c., vnser sunder liebe und sich begeben möge, und bitten und gebieten Euch, 
Swester gebeden, dat sie to Iw an vnser Stat jn dy unsrer lieben Schwester, so oft es nöthig ist, in allen 
Marke faren worde vnde tyen. Darvmme beten wy Landesfsachen zu Frieden und Ruhe rathen zu helfen, 
Iw, bidden vnd gebyden vnd wollen, dat ir der eman= insbesondere aber derselben in allen andern Sachen, 
ten vnser lieben Swester in allen saken deme Lande to welche es auch sein mögen, willig, gehorsam, unter- 
freden vnde naden raten vnd helffen sullet, als offte thänig und folgsam zu sein, gleichermaßen als mir selbst. 
sik dat geböret; vnd ouch sunderlicken derselben vnser Daran erweist Jhr uns sicherlichen Dienst, den wir Euch 
Lieben Swester in allen andern Saken, welkerley die sicherlich und gnädig wieder danken wollen. Auch hat 
sein, willictlicken gehorsam, vndertan vnd gefolgig syn uns unsre liebe Schwester gesagt, daß Ihr Euch willig 
sullet, in aller mate als vns selben, daran Jw vns erwiesen habt, die Landwehr zu »bestellen«, wofür wir 
sicherlicken denst erwyset, des wir Euch hinwedder oE Euch ganz besonders danken und es gegen Euch in allen
	        
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