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Der Berlinischen Urkunden dritte Abtheilung: die Zeit der luxemburger Fürsten von 1374 bis 1411

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

254 1409 
CXYVI. 
Markgraf Jobst fordert die Rathmannen von Berlin auf, ihm Zimmerleute, Geld, Fische und 
Pferde nach Kremmen zu senden, am 6. August 1409. 
Jost, von >otes >«naden Mart>&reffe zu Jobst, von Gottes Gnaden Markgraf zu Bran- 
Brandenburg, Marctgreffe vnd Zere zu Mehren. denburg, Markgraf und Herx von Mähren. Ehr- 
Erbarn vnd lieben Getruwen, wir heißen Euch erns-s same, liebe Getreue! Wir bitten und begehren instän- 
licken vnd begehren, daz ir vns VI oder VII Zimmer-= digst von Euch, daß ihr Uns sofort 6 oder 8 Zimmer- 
lude met irem gerethe zu handen sendet, daz di vor leute mit ihrem Handwerkszeuge nach Kremmen sendet. 
Crimmen on seumen zu vns komen. Sunderlich vmme Ferner ersuchen wir Euch um schleunige Sendung des 
das Gelt, darvmme wir Euch vormalß geschreven heb Geldes, um das wir schon einmal geschrieben haben. 
ben, bidden wir zw flißlichen, daz ir vns daßelbe vss Sodann hatten wir versäumt, Euch um Fische anzugehen. 
richtet on seumen. Auch haben wir vergeßen eue?) zu Diese bitten wir Euch also, Uns zu besorgen nach Maß- 
entbieden vmme Sische. Darvmme begeren wir daz ir gabe der näheren Mittheilungen , die Euch Unser Neffe 
vns Sische vsrichtet, als Euch der Swester Sohn wird machen wird. Endlich sind wir sehr der Pferde be- 
sacten. Ouch heißen wir Euch, daz ir vmme IV pferde nöthigt und verlangen, daß Ihr Uns vier zu 5 oder 
zu funff oder VI schocken ouch vßrichtet vnd sendet; 6 Scho> verschafft und herschikt. Gegeben zu Nauen, 
wenn wir das zumal wol bedorffen. Geben zu Kawen, am Dienstage vor dem Tage des h. Laurentius. 
am Dinstracte vor Laurentii. Im Auftrage des Herrn Markgrafen: Spilnexr. 
De mandato dom. Marchionis: Spilner. 
Fidicin , dipl. Beitr. IV. S. 59 f. = Niedel, Cod. dipl. Brandendb. I1., 3. S. 171f. 
CXYII. 
Markgraf Jobst fordert die Rathleute zu Berlin auf, ihm schleunigst Speisebier und Brod aus 
seinen Mühlen ins Feldlager beim Dorfe Betz zu senden, am 7. August 1409. 
Jost, von &>otes >&naden Mar>graue czu Jobst, von Gottes Gnaden Markgraf zu Bran- 
Brandemburg, Marggrave vnde herre czu Mehren. denburg, Markgraf und Herr von Mähren. Ehrsame 
Erbarn vnd lieben getrewen: als ir vns geschrewen und liebe Getreuen! Euern Brief haben wir erhalten 
habet, das haben wir wol vernomen; darvmme heißen und bitten Euch daher dringend, uns aus unsern Mühlen 
wir euch ernstlicken vnd wollen, daz ir vns aus vusern Speisebier und Brod ohne Aufschub senden lassen z1 
mollen speisebier vnd brod heißen senden, vnd daz vso= wollen. Mit unserm Schwager, dem Markgrafen 
richtet ohn alles sümen, denne wir vns met vuserm von Meißen, wollen wir uns deshalb vereinigen und 
swaher, dem Marggraffen von Myßen darvmme haben dies bereits dem Mühlenmeister in einem beson- 
woll voreinen wüllen, alß wir dem Möllenmestere dern Schreiben angezeigt. Gegeben im Lager vor dem 
sunderlicken darvmme schreven. Geben vff deme felde Dorfe Betz, am Mittwoch vor dem Tage des Laurentius. 
by dem dorpe Belz, des middewochen vor Caurentii. Für den Herrn Markgrafen: Spilnexr. 
per Dn. March. Spilner. An die ehrsamen Rathmannen zu Berlin. 
Den Erbarn Ratmannen czu Berlin. 
Fidicin , dipl. Beiträge IV. S. 57. -- Riedel, Cod. dipl. Brandenb. I1., 3. S. 172. 
CXALX. 
Herzog Swantibor zu Stettin beklagt sich bei den Rathmannen zu Berlin und Cöln über 
Dietrich von Quißow und seine Helfer, am 19. August 1409. 
Swanntebar hertoge tu Stetin. Vnsen Swantibor, Herzog zu Stettin. Lieben 
sundergen Gunst leuen besündern: Als gy wol weten Freunde, wir entbieten Euch unsern freundlichen Gruß. 
wo wy van vnsem Oheme dem marggraffen gescheiden Jhr wißt, daß die Vereinigung, welche an vergangener 
spn one ende vnser dedinge, de vns wedderfaren sholde Lichtmeß uns mit unserm Oheim versöhnen sollte, nicht 
to lichtmissen alse nw was, dar wp övel mede getag« zu Stande kam und daß dieselbe sich noch immer ver“ 
hert wente dusser tyt, vnd vns keinerley ende daran zögert und ihr Eintreten sich nicht absehen läßt. NU" 
vornemen. Ok so werden vnser land gerouet vnde bez wird aber auch unser Gebiet durch räuberische Einfälle 
schediget van Diderick van O.uitzow vnde van vuser von Dietrich von Quißow und unsers Oheims Man- 
Ohme Mannen, dy em darto helpen, vth vnser ohme nen, die dem Ersteren beistehen, und aus unseres Dhein 
lande vnd van syme Slote; als wy hopen, dat Diderit> Lande und von seinen Festen aus geschädigt, währen 
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