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Der Berlinischen Urkunden dritte Abtheilung: die Zeit der luxemburger Fürsten von 1374 bis 1411

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

250 1406 
der stad olden Berlin 2c., dat wy mit guden vorbeda<- Rathmannen der Stadt Alt - Berlin, daß wir voll- 
ten mude, mit witschap vnde eyndrechtigen rade vorkofft überlegten Sinnes und einstimmig verkauft haben und 
hebben vnde vorkopen, recht vnde retheliken mit or- hiermit rechtsgültig verkaufen an den derzeitigen Stadt - 
kunde des briffes, deme andechtiten Andreas Mol-= schreiber Andreas Molner und an Michel Wolters, 
ner, tu deme male stadschriuer vnd Michel Wolters, Walter Zedelundorfs Sohn zu Cöln, für ihre LebenSs- 
Wolter Czedellendorppes sone von Collen, twe zeit eine jährliche Rente im Betrage von 2 Scho> landes- 
schok &>uder groschen pragerscher munthe, yerliker üblicher und richtiger böhmischer Groschen Prager Wäh- 
renthe, di genge vnd gege syn, tu ire twiter lyue, dy rung, die wir ihnen jährlich zu Michaelis auf unserm 
wille dat sy leuen alle yar tu geuen von vnsern Ratz RNRathhause auszahlen wollen. Dafür haben Andreas und 
huze vp sunte Michael dage. Vnde vor dy twe s<ok Michel uns 18Sc<o> Böhmischer Groschen entrichtet, über 
>roschen hebben vns di vorgnante Andrews vnd die wir ihnen hiermit quittixen und die wir zu Nuß 
Midhil vns >gegeuen achtein schok beymescher groschen, und Frommen unserer Stadt verwandt haben. Die 
dy wy em quid, ledich vnde los segen mit kraffte des gedachten 2 Scho> wollen wir an den vorgenannten 
briffes; Vnde dy achtein schok groschen hebben wy gez Andreas, nach seinem Tode aber an Michel Wol- 
wandet vnde gekeret in vnser stad nud vnd from. Vnd ters auszahlen; sind sie aber beide todt, so soll die 
der twiger schok wil vns der vorgnante Andreas Nente wieder an unser Nathhaus zu Berlin zurüc- 
bruken, so wile dat he leuet; wen nach syme dode so fallen. Deß zum Zeugniß 2x. Gegeben im Jahre des 
scholen sy komen an Mich il Wolters vorgnant; vnd Herrn 1406, am Tage des Bekenners Jrenäus. 
wen den di vor>nanten beyde dot syn, so scolen di twe 
scok wedder los sternen an vnse Rathus tu Berlin. 
Dat wy desse vorgeschreuen 2c. Datum Anno domini 
M* CCCCV?? in die Yrenei confessoris. 
Fidicin , dipl. Beitr. I. S. 230 f., aus dem Berliner Stadtbuche. 
CVI. 
Margarethe Friedrich gelobet mit ihrem Sohne Heinrich, ihr Recht gegen die von Uchtenhagen 
und deren Genossen, wegen erlittener Mißhandlungen, nicht weiter zu verfolgen, am 22. Sep- 
tember 1406. 
Not. quod Margarita SrederyFk vnd Zen- Zu bemerken, daß Margarethe Friedrich und 
LVF filins ejus dy hebben gelouet deme rade, quod sy : ihr Sohn Heinrich dem Nathe feierlich versprochen 
nymmermer darvme saken willen tu Vhtenhagen " haben, keine Klage gegen Uchtenhagen und seine Com- 
vnd synen medehelpers, dat sy nicht darvme saken wil» plicen zu erheben, weil diese ihren Sohn, Haus Knüt- 
len, dat or sone, Zans Knüttels knecht, wart >e= | tels Knecht, auf der Oder »geschlagen« haben. Im Jahre 
slaten vp der Oder. Anno domini M* CCCCVI* in 1406, am Tage des h. Moriz. 
die Manurici. 
Fidicin, dipl. Beitr. I. S. 229, aus dem Berliner Stadtbuche. 
CY. 
Verschreibung einer Rente für die Gebrüder Johann und Peter Lands8berg, am 6. Oktober 1406. 
Litera domini Jan. Landesberg cum Verschreibung für Herrn Johann Lands8berg und 
fratre suo. seinen Bruder. , 
Vor allen guden luden 2c. Bekenne wy Ratmanne Vor allen ehrbarxen Leuten 2x. bekennen wir/ die 
der stad olden Berlin 2c., dat wy vorkofft hebben Rathmannen der Stadt Alt-Berlin 2c., daß wir ver“ 
vnd vorkopen twe schok gewoneliker beymescher &xros Fauft haben und an den ehrwürdigen Herrn Johann 
schen praggersche munthe di gente vnd gen synt, deme Lands8berg und seinen Bruder Peter eine Rente von 
vorsichtigen andechtigen hern her Johan Lande-z 2 Scho> landesüblicher Böhmischer Groschen für ihre 
berg vnde Peter sinem bruder, tu ire twigter line dy Lebenszeit verkaufen. Dafür haben sie uns 18 Scho> 
wile dat si leuen, vor achtein schok beymescher gro= gleicher Münze entrichtet, über die wir ihnen quittiren 
schen, dy sy vns tu danke betalet hebben, vnd der und die wir zu Nuß und Frommen unserer Stadt ver“ 
xvjjj schok troschen sette wy en quid ledich vnde los; wandt haben. Die gedachte Rente von 2 Scho> sollen 
vnde dy hebbe wy gekeret in vnser stad nud vnde wir ihnen jährlich zu Michaelis auf unserm Rathhaufe 
frome; vnd di vor>nante twe schok yerliker renthen auszahlen und zwar, solange Herr Johann Lands" 
scole wy em geuen alle yar vp sunthe Michil dagen berg lebt, an diesen, nach seinem seligen Tode an 
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