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Der Berlinischen Urkunden dritte Abtheilung: die Zeit der luxemburger Fürsten von 1374 bis 1411

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

1492 241 
LXXANVH. 
Die Herzöge von Pommern, Swantibor, Barnim und Wratislaw geben den Städten Berlin 
und Cöln sicheres Geleit zu einem Tage in Straußberg, am 24. September 1402. 
Wy Swantebur, van godes gnaden hertoghe ' Wir Swantibor, von Gottes Gnaden Herzog 
tu Stettin, Barnim vnd Wratslaf, derseluen ' von Stettin, Barnim und Wratislaw desgleichen 
gnaden hertoghen to Stettin vnde Vorsten to Ru-= und Fürsten auf Rügen, bekennen hiermit öffentlich, 
ten, bekennen openbar an dessen breue, dat wy ghez daß wir den Bürgermeistern und dem Rathe von Ber- 
veylighet vnd gheleydet hebben vmme den dac< vt de lin, sowie seinem Gefolge und dem Rathe von Cöln 
bor&ghermestere vnd den rad van dem Berline vnd ein freies Geleite zu einex Zusammenkunft mit uns zu 
weme ze mid six bringhen vnd den rad van Kolne, Straußberg zugesichert haben für uns, die Wendischen 
tu vns to komende to Struceber&ghbe vely< af vnd Herren, die Grafen von Lindow und die Quißzows 
to, vor vns vnd vor de Wendeschen heren vnd vor sowie endlich für alle uns und ihnen zu Gehorsam ver- 
de treue to Lindow vnd vor de Q.itilzowe vnd vor pflichteten Mannen. Deß zum Zeugniß haben wir. unser 
al dehennen, de vmme vnse vnd eren willen doen vnd Beider Siegel diesem Briefe aufdrucken lassen. Gegeben 
laten willen. Tho thugbe 30 hebbe wy vnser beyder mach Christi Geburt im Jahre 1402, am Sonntage vor 
Ingesegel drucken laten vp dessen bref, de gheuen is Michaelis. Diesen Brief senden wir Euch durch unsern 
na godes bort verteynhundert iar, an deme andern derzeitigen Sekretär Bolze El8holt, der sie (euch) zu 
iare, des sundathes vor Sunte Michele, vnd sende Jw uns führen soll. 
des vnsen iecthenwortigen houescrinuer her Voltzen 
Elsholt, de ze to vns voren schal. 
Riedel, Cod. dipl. Brandenb. Suppl. S. 255, nach dem Originale des Berliner Stadt - Archivs 
LXXAXVYVII 
Der Rath zu Berlin verschreibt dem Peter Steindorf eine jährliche Rente, am 2. Oktober 1402, 
Item Bekenne wi Radlude tu Berlin allen luden, Ferner bezeugen wir, die Rathmannen zu Berlin, 
dat wi hebben vorkoufft deme wisen Peter Stein= vor Allen und Jedem, daß wir an den fürsichtigen 
dorp vieff schok Bemischer groschen, di wi em sullen Peter Steindorf eine Rente von fünf Schoc> Böh- 
deuen wol tu danke vnd tu willin ierlic) vppe wiz mischer Groschen, die wir ihm jährlich zu Weihnachten 
nachten, twile he leued, vor x1 schok Bemischer gros<en pünktlich und richtig auszahlen wollen, für 40 Schoc> 
practischer munte; dy vns dyselte Peter hed ganzd Böhmischer Groschen Prager Währung verkauft haben. 
vnd wol betalet; vnd dy x1 schok hebbin wi witlihin Diese 40 Sc<ho> hat uns derselbe Peter vollständig aus- 
tewendet vnd «tekeret in vnser stat nüt vnd fromen. bezahlt und wir zu unserer Stadt Nuß und Frommen 
Wenne den dyseluen Peter Steindorp nac; godes weislich verwandt. Wenn nach Gottes Willen gedachter 
wille vorgeit des dodis vnd synes nicht meir is, so Weter Steindorf stirbt und nicht mehr sein wird, 
sullen denne dry schok von den vorgescreuen vieff so sollen drei von den fünf Schocken an das Berliner 
schocken Rente vnd plicht ledich , qwit vnd lös an vuse NRathhaus fallen, die andern zwei dagegen an die ehr- 
Rathus thu Berlin fallin vnd gefallin syn; vnd dy bare Mutter Peter Steindorfs und ihr sollen und 
andern twe schok von den vorgescreuen vieff s<&<oc>ken, wollen wir jährlich dieselben 2 Scho> unweigerlich und 
dy sullen fallen vnd gefallin syn an dy erlike frouwe pünktlich, so lange sie lebt, auszahlen. Nach ihrem Tode 
Peter Steindorps müder; vnd derselten frouwen aber sollen auch diese 3 (2?) Scho> an unsere Stadt 
sullen wi vnd willen alle Jare &>euen twe schok gros Berlin ganz und gar fallen. Zum Zeugniß, daß wir 
schin, twile sy leuet, vp dy vorgeschreuen date, sunder Nathmannen alle die genannten Punkte fest und unver- 
vortoch vnd sunder hindernisse, als vorgescreuen is. brüchlich aufrecht erhalten wollen, haben wir 2e. Nach 
Wenne denne der erliken frouwen nicht meir is, denne Christi Geburt im Jahre 1402, am Montage nach 
sullen dy dry vorgeschreuen schok gefallen vnd gefallin Michaelis, 
syn an vnse stad thu Berlin qwid, ledich vnd lös. 
Dat wy Ratlude willin alle vorgescreuen stucken gantz 
vnd tar holden thu ende Öt, des thu orkunde 2c. nach 
Codes gebort virteynhündert Jar darna in deme andern 
Jare, des mandages na Michaelis. 
Fidicin, dipl. Beitr. I. S. 223, aus dem Berliner Stadtbuche 
Berlinische Urkunden. 
was Wf 
6]
	        
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