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Der Berlinischen Urkunden dritte Abtheilung: die Zeit der luxemburger Fürsten von 1374 bis 1411

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

1397 - 13598 227 
Jares. Segeuen tu Berlin, vmme Jacobi anno no- einander ein Vierteljahr vorher anzeigen. Gegeben zu 
nagesimo Septimo. Berlin, im Jahre (13)97, um Jacobi. 
Mathis Rockstede het ok der stad Briff vor Bemerkung: Mathias Rockstädt hat auch eine 
vir schok Renten, di stan veftich schok weder tu losen; Urkunde Seitens der Stadt über eine Rente von vier 
vnd syn briff steit von worde tu worde alse Zans DScho>, welche für 50 Schoc> wieder eingelöst werden kann. 
S dhoneveldes briues. Und seine Urkunde lautet von Wort zu Wort gleich 
mit obiger des Hans Schönfeld. 
Aus dem Berliner Stadtbuche. Fidicin, dipl. Beitr. 1. S. 219. 
LXAIIL 
Der Rath zu Berlin vergleicht Hans Blodenstorf mit der Stadt Jüterbock wegen der Hinrichtung 
seines Bruder8, im Jahre 1397. 
Wy Radmann von der Berlin bekenn openbar Wir, die Rathmannen von Berlin, bekennen 
vor alle guden Lüden, dy dissen brive sehn addir horin öffentlich vor allen ehrbaren Leuten, die diesen Brief 
Lesin, dat wie früntliken gededingt hebbin zwischen sehen oder hören, daß wir zwischen den Nathmannen 
Rathmann tu Juterbuk eyner syden vnd hanse von Jüterbo> auf der einen und dem Brießener 
Blodenstorp, borger tu de Brizen, vnd alle syne Bünger Hans Blodenstorf und seinen Freunden auf 
fründe andre syden um die Schellung vnd Zwietracht, der andern Seite alle Zwietracht und Streitigkeiten, 
die sy hadden um Blodentorp Bruder, den dy Stadt welche zwischen beiden Parteien wegen der Hinrichtung 
liet richten. Um die Schellung hebben wi sy gütlik von Blodenstorfs Bruder durch die Stadt schwebten, 
gesüntdet vnd gesünt, also dat dy saken vnd alle saken, gütlich beigelegt haben. Alle Streitigkeiten haben wir 
die von der Zwietracht sint komme oder von Werken, freundlich geschlichtet, derart, daß man auf beiden Seiten 
sv sint kleyne oder grot, mit allen Umbedyndunge, dy der ganzen Angelegenheit mit allen ihren Folgen und 
wie davon tragen oder ... saken mochte, die hebbin Mißhelligkeiten , kleinen und großen, weder jeht noch je 
wie sunliken ganz berichtet . . . also dat sy an beden in Zukunft mehr gedenken foll. Auch haben wir, nach 
syden der sake nimmer &edenken sol von gebornen Vollzug der Sühne, im Verein mit Leutold von 
vnd vneteborn fründe. Also die sühne wat gethedingt, Werberge und Wichard von Rochow die ehrsamen 
don beden wir met Lutold von Werberge vnd met Rathmannen von Jüterboc> ersucht, den Kindern von 
Wydard v. Rochow dy Erlyken Rathmann v. Ju-= Blodenstorxf8 Bruder 30 Scho> Meißnischer Groschen 
terbuk, das sy doch dethin vnd gebin Blodentorps zu entrichten. Deß weigerten sie sich auch nicht und han- 
Bruderkinder dreißig Schoc> Meisn. Gr... sy aus delten unserer Bitte gemäß. Deß zum sicheren Zeugniß, 
nicht vnd Theten dat durch vnser Rede willen. desty daß die Rathmannen von Jüterboc> und Hans Blo- 
uf openbar Bekennisse, det dy Rathmanne tu Jutre= denstorf mit seinen Freunden stets treu und fest diese 
bok vnd Zans Blodentorp vn ouch alle dy fründe Sühne beobachten werden, haben wir unser Berliner 
feste dessen Thedine stete feste halten an der Thrüghe, Stadtsiegel dieser Urkunde aufdrucken lassen. Gegeben 
bebbin wir vnser Stadtinsegel von der Berlin in mach Christi Geburt im Jahre 1397. 
dissen brieve gedrukt. Geceven nach &>odes gebort 
dreihundert Jar, darnach in siven neunzik Jar. 
Niedel , Cod. dipl. Brandenb. Suppl. S. 252, 
LXIII. 
Die Markgräfin Elisabeth von Meißen fordert die Rathmannen zu Berlin auf, von der fällig 
gewesenen Orbede 50 Scho> an ihren Mühlenmeister zu zahlen, am 11. Februar 1398. 
Elisabeth von Godes naden Marggraffinne Wir Elisabeth, von Gottes Gnaden Markgräfin 
zu Myßen entbieten den Erbarn vnd wysen Ratlüden von Meißen 1 entbieten unsern lieben Getreuen, den 
der Stede Berlin vnd Colen, vnsern lieben besun-= ehrsamen und fürsichtigen Rathmannen der Städte Ber- 
dern, Vnser Gunst. Lieben besundern, wir begeren lin und Cölln, unsern Gruß. Wir ersuchen euch, von 
vnd heißen Euch , das ihr von den Renten, die Ir vff dem Zinse, welchen ihr am vergangenen St. Martins- 
S. Martins tate nectest vergangen zu &>eben plichtict tage zu entrichten verpflichtet waret, fünfzig Scho> böh- 
seid , funftzigt schoc> bömescher Groschen vnserm Mölen- mischer Groschen an Herrn Hartwig, unsern Mühlen- 
meister Ern Zartwig gebet vnd andwortet. Wenn meister, auszuzahlen. QSobald das geschehen sein wird, 
Ir das getan so sac>xen wir Euch derselben fümftig quittixen wir euch über die 50 Scho> von der Urbede 
LL SE".
	        
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