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Der Berlinischen Urkunden dritte Abtheilung: die Zeit der luxemburger Fürsten von 1374 bis 1411

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

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vnserm lieben Ohßeimb vnd Sorsten, von besundern aus besonderer Gnade die Erlaubniß ertheilt, in seinem 
vnsern Gnaden erloubet vnd >etunt, das Er in seinen | Lande eine Zollstätte zu errichten und dort von allem 
Canden einen Zoll vffsezen vnd den von allem kaufz Kaufmanns8gute eine Steuer zu seinem Vortheil zu er- 
manschatz, ihm zu Putze, nemen vnd emphaen solle, heben, so lange als wir dies Privileg nicht widerrufen 
als lange bis das wir denselben Zoll widderruffen. würden. Wir thun Euch aber jeßt kund, daß wir unter 
Kun lassen wir euch wissen, das wir denselben Zoll andern Privilegien auch dies gedachtem unserm Oheim 
mit sampt den Briffen, die wir dem vorc>enanten vun= wverliehenes aus freien Stücken widerrufen, und gebieten 
serm Oheimb daruber >tegeben haben, mit andern vn= euch hiermit ernstlich, daß ihr in eurer Stadt ösffentlich 
sern Brifen wissentlich widderrufft haben. Darvmb ausSrufen laßt, daß Niemandem mehr diesen Zoll zu er- 
so &>ebieden wir Euch ernstlichen vnd festiglichen mit heben gestattet ist, noch ihr und die Euern ihn zu ent- 
dissem Briffe, vnd wollen, das ihr bey Euch in der richten gehalten seid, da wir ihn hiermit aufheben, und 
Stadt offenbarlich ruffen lasset, das niemand denselben daß weder gedachter unser Oheim noch seine Amtleute 
Zoll furbas mer vffhebe noch neme, sundern noc); Jhr ihn in irgend einer Form weiter einfordern dürfen. Und 
noch die euwern nicht geben sullet, dann wir desselben hiernach habt ihr euch bei unserer schweren Ungnade zu 
Zolles nicht mer gehabt haben wollen, vnd das Er richten. Gegeben zu Prag, am Sonutage Palmarum, 
Euch) von dem egnanten vnsern Ohzeimb vnd sinen im vier und dreißigsten Jahre unserer Böhmischen Ne- 
Amptlüten nicht vssgehaben noch eintenomen werden gierung und im ein und zwanzigsten unseres Kaiserthums. 
solle, in keiner wise; vnd thut hzieran nicht anders, Auf Bericht Sigismunds8 2c. 
als lieb Euch sey vnsere swere vngnade zu vermeiden. An unsere lieben Getreuen, die Bürgermeister, RNathmannen und 
Geben zu Pracxe am Palmen tage, vnser Reiche des die ganze Bürgergemeinde von Berlin. 
Bohbeimischen in den vier vnd dreißigsten vnd des Ro- 
mischen in deme ein vnd zwantzictsten Jare. 
Ad relationem Sigismundi etc. 
Den Burgemeisteren, Rathe vnd Burgern gemeinlichen der 
Stadt zu Berlin, vnsern lieben getrewen. 
Fidicin, dipl. Beitr. IV. S. 101. =- Riedel, Cod. dipl. Brandenb. IL, 3. S. 136 
LXL 
Verschreibung einer jährlichen Rente für Hans Schönfeld in Stettin, am 25. Juli 1397. 
Wy Radmanne old vnd nye desser stad Berlin Wir, die alten und neuen Rathmannen dieser 
Bekennen openbar, vor vns vnd vnse nakomelinge in Stadt Berlin, bekennen für uns und unsere Nachkommen 
deme rade vnd vor allen luden etc. dat wi hebben vor-z vor Allen, die diesen Brief sehen oder hören, daß wir 
kouft vnd vorkopen, met craft desses briues, deme bez an den ehrsamen Bürger von Stettin, Hans Schön- 
scheiden Manne Zanse Schoneueld, Borer tu feld, seine Ehegattin Elisabeth und seine Erben ver- 
Stetin, Elizabet syner frouwen, vnd sinen eruen, kauft haben und hiermit verkaufen eine jährliche Nente 
achte Schok behmescher groschen ierlike rente, di wi von acht Scho> böhmischer Groschen, welche wir ihm alle 
alle Jare scholen vnd willen em geuen von vnsen Radz Jahr auf unserm Rathhause zu Berlin auszahlen wollen, 
huse tu Berlin, vnd scolen em dyselue Rente augeuen und zwar zum ersten Male Weihnachten übers Jahr 
alse wynachten negst komet ouer eyn Jare, vnd dan und dann jährlic) an diesem Termine, ohne Berzug 
vortmer alle Jare vp demeseluen date, sunder vortog und Weigerung. Sollten sich aber unsere oder unserer 
vnd hinder. Worde «auer vnse vnd vnser nakomelingehe Nachfolger im Nath Verhältnisse so günstig gestalten , daß 
in deme Nade gelucke so gud, dat wi di achte s<ok wir diese Rente von acht Scho> wieder zu kaufen wünsch- 
renten wolden wederkopen, so sal Zans oder syne ten, so soll Hans oder seine Erben uns den Wiederkauf 
eruen vns desseluen wederkopes willichliken gunnen für die gleiche Summe von 100 Schoc> böhmischer 
vor hundert schok bemischer groschen, alse he di achte Groschen, für welche er sie von uns erkaufte, gestatten. 
schok renten von vns koufte; vnd dy hundert s<ok Ueber die 100 Scho>, welche er uns richtig bezahlt hat, 
het he vns tu danke wol betalet, dar vorlate wi em; quittiren wir ihm hiermit und wollen dieselben zu um“ 
vnd hebben dat geld &>ebracht in vnser stad Berlin serer Stadt Berlin Vortheil verwenden. Würde Da 
nüd vnd fromen. Ok drunge Zan se oder synen eruen gegen Haus oder seine Erben zum Verkauf dieser 
n0d, dat he wolde vnd muste di achte schok renten Rente von acht Schoc> gedrungen sein, so soll ex den 
vorkopen, so solen sy vns di irsten tu kope anbvden; Kauf zuvörderst uns antragen: wenn wir darauf aber 
wil wi dan di rente nicht kopen, deme sy dan di vor= nicht eingehen können, so mag er sie einem Andern 
kopen na vnsen rade, deme wil wi sulk eynen brif verkaufen, der unsern Beifall findet und dem wir 
geuen alse desse vtwiset. Ok wen wi oder vnse nako=z dann einen diesem gleichen Schuldbrief ausfertigen lassen 
melinge den wederkop don willen, oder Zanse oder wollen. Wenn wir und unsere Nachfolger die Rente 
synen eruen nod dede dat >ud tu vorkopen, dat sal wiederkaufen wollen, oder Hans und seine Erben sich 
vnser eyn deme anderen tuvorne sect>en eyn virdel genöthigt sehen, sie zu verkaufen, so sollen wir das 
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