Path:
Der Berlinischen Urkunden dritte Abtheilung: die Zeit der luxemburger Fürsten von 1374 bis 1411

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

196 1378 
Wistogh, daz sy phlichtic) sint zceu machene, wen Umzäunung an dem Hause Wittstock herzustellen, sobald 
vnsere heren daz latzit gebiten. auch sint sy phlihtilh als unser Herr sie dazu auffordert. Ferner sind sie nebst 
zcu machene dy lange bruchke zeu den Wistogh mit den andern zum Hause Wittsto> gehörigen Dörfern 
anderen dorfferen, dy czu den Wistogh zcu gehoren, zur Unterhaltung der langen Brücke zu Wittsto>, so- 
vnd or kafelen zeu machene an deme tamme zcu den wie zur Lieferung von Holz für den Damm zu Witt- 
Wistogbh, vnd zcu den lantweren, vnd sullen vunssern sto>, endlich in Kriegsfällen zur Landesvertheidigung 
beren vulgen, wen is im noit ist glich anderen sinen und Heerfolge, wie andere Mannen unsers Herrn ver- 
luten. Ouch hat her zcwe phünt phephirs vf dem pflichtet. Aus dem Kruge zu Kerzendorf bezieht er 
krugge zcu Rertzendorf alle jerlich. Oud bekenne wir, jährlich zwei Pfund Pfeffer. Ferner bekennen wir) 
daz vnser halbe dorf zcu Janshagin, sullen hbelfin daß unser halbes Dorf Janshagen ihm zum Baue 
machin dy planken, vnd den parchin, vnd eyn erker der Planken 1 des Pferchs und eines Erkers an der 
zcu buwene an der stad zcu der Czossen, also vil alz Stadt Zossen auf seinen Befehl und wenn er dessen 
im zcu gehorit mit den gewinne zcu Janshagin, wen bedarf, verpflichtet ist, so weit es und sein Ertrag ihm 
des noit ist, vnd in geboten wirt, dy si phlichtic<? sint nämlich gehört; auch soll es jährlich mit der anderen 
si buwene, vnd sullen geben alle jar eyn hamel, mit Hälfte zusammen einen Hammel liefern und ein Fach 
dem gancze dorffe. ou<< sullen si buwen eyn vach plan- Planken, den Pferch und die Wehre an dem Hause 
ken, vnd den parchin, vnd dy were 3cu verichtene an Wittstock, wenn dies nöthig ist, herstellen. Auch sollen 
dem huse zeu Wistogh mit den >antzen dorffe, wen sie wie die andern dazu verpflichteten Dörfer die lange 
man daz bedarf. ouch sullen si helfen machen dy lange Brücke zu Wittsto> ausbessern und ihr Holz für den 
brucke zeu den Wistogh mit andern dorffern dy darz Damm zu Wittsto> liefern, und zur Landesvertheidi- 
zcu gehoren, vnd yre kafelen vf dem tamme zzu gung und Heerfolge gehalten sein. Endlich soll unser 
Wistogb, vnd horen zcu den lantweren vnd zcu der RNichter über halb Janshagen bei der Herstellung der 
volge glich anderen dorfferen. Ouch sal vnsser halbe Brücke oberhalb und neben dem Schlosse zu Zossen mit- 
recht zeu Janshagin helfin buwen dy brucken zcu der wirken, wie andere unsere Richter, aber nur zur Hälfte 
C3ossen an dem huse oben vnd beneben glich ander des von den Andern zu leistenden Werkes verpflichtet 
vnssjer richter vnd witz eyn ander richter tüt, daz sal sein. Weiter bekennen wir, daß die Bewohner von 
ber halb tun. Ouch bekenne wir daz dy von Wiri<=- Wirich8dorf die Planken und den Pferch an der Stadt 
storp dy sullen buwen vnd machen dy planken vnd Zossen erforderlichen Falls auf Befehl herzustellen haben. 
den parchin an der stad zcu der Czossen, wen is noit Und der Nichter daselbst soll die Brücke von Zossen 
ist vnd in daz geboten wirt dy si phlichtich sint zzu oben und unten am Schlosse, weun es verlangt wird, 
machene. Vnd der richter sul helfin machin dy brucken ausbessern helfen. Zeugen waren der Nitter Heinrich 
an dem obersten zcu der Czossen, vnd an dem nederz von Musekow und die berliner Bürger Heinrich 
sten, wen im daz geboten wirt, an vnsere huse zeu der Kassow, Thile Bruseniß,; Hans Freiberg, Hen- 
C3zossen. Dar sint ober gewest her Zenrich von ning Dobler und Claus Rennebaum. Daß wir 
Musekow ritter, Zenrich Kassow, Thile Bruse- alle diese Punkte fest und unverkürzt aufrecht erhalten 
ni, Zans Sribergb, Zeningh Dobbeler, vnd wollen, deß zum Zeugniß haben wir an diesen Brief 
Claws Renneboim borter zcu den Berlin, daz wir unser Siegel hängen lassen. Gegeben nach Christi Ge- 
stete vnd daz gancz halden wollen, dez habe wir vnsser burt im Jahre 1378, am Tage des h. Märtyrers 
ingesegil lazin hangin an vnseren brif der egeben ist St. Urban. 
nach gotis gebort, dryczen hundert jar dar nach in 
deme achte vnde sibenstigin Jare an sante Vrbanus 
tbacte, des heyligen merterirs. 
Nach dem Originale des Geh. Staats - Archivs. 
AU. 
Markgraf Sigismund bestätigt die Privilegien und Rechte der Städte Berlin und Köln, am 
6. August 1378. 
Wir Sigismund, van gots gnaden Marcc- Wir Sigismund, von Gottes Gnaden Markgraf 
grave zu Brandenburch vnd des heiligen Romi- zu Brandenburg und oberster Kämmerer des heiligen 
schen Riches obirster Ramerer, Bekennen vnd tun römischen Reichs, bekennen und thun mit diesem Briefe 
kunt mit diesem brieff allen den, die in sehen oder allen denen, die ihn sehen oder hören, kund, daß wir 
horen lesen, daz wir vnsern Burgern der stete zu unsern geliebten getreuen Bürgern in den Städten zu 
Berlin vnd zu Kolne, die nu syn vnd noch zu kom- Berlin und Cöln und ihren Nachkommen bestätigt und 
mende sein, vnsern lieben getreuen, beuestent vnd be- gesichert haben und in diesem Briefe bestätigen und 
stetiget haben, beuesten vnd bestetigen yn mit diesem sichern alle ihre Freiheiten, Gerechtigkeiten und alte Ge- 
brief alle yre frieheit, alle ire Rechtekeit vnd alle ire wohnheiten 2x. Berlin, nach Christi Geburt im Jahre 
alde gewonheit etc. (wie in dem Bestätigungsbriefe 1378, am Tage des heiligen Sixtus. 
dt '
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.