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Der Berlinischen Urkunden zweite Abtheilung: die Zeit der baierischen Fürsten von 1324 bis 1373

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

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Wilkur, wenne und wy dicke sy wollen, also, alse in an einen Andern eine Schuld zu entrichten hat, soll sie 
dunket, das is den steten und den lande bequeme ist. mit diesen neuen Pfenningen erlegen und bezahlen; Sil- 
Were, das unser Man und Stete des egenanten ber aber und alte Pfenninge soll man nach der Wäh- 
Münkysers des eyndrechtig worden, das sy den Phen= rung berechnen, die sie gerade haben und demgemäß eine 
nine und ewighe Müntze czu nutze und Sromme deme entsprechende Summe neuer Pfenninge dafür geben. Auch 
Lande bessern, ho>in oder nedern wolden, des sullin verpflichten wir uns für unsere Erben und Nachkommen, 
sy, ire Erben und Lachkommen ewiglichen gant und daß nirgends in unsern Städten, Schlössern , Festen, 
vul Macht haben zu tounde, wenne vnd wi dicke sye Dörfern, auf dem Felde, über und unter der Erde 
wollin, ane unser Erben und Vachkommen Wederrede. Pfenninge geprägt werden dürfen außer in den genannten 
Ouch sullen und mogen sy Phennige slan und machen, Städten Berlin und Frankfurt. Und prägte sie 
der man czwene vor eynne gebin sal, di dar geheisen Jemand mit diesem Gepräge anderwärts, als in unsern 
syn Scherfpennige, und mit den Pfenningen und Scherz Städten Berlin und Frankfurt, wie sie auch seien, 
fin sall eyn yslich dem andern, beide Wan und Srou- sv soll er strafbar sein und die Rathmannen der eben- 
wen, eistlichen und werlichen, bereiten, gelden und genannten Städte sollen über ihn richten als über einen 
beczahlen. Ouch) mogen sy Pfenninge lassen slan Verbrecher, und Niemand soll sie daran hindern. Wer 
und weder uphören, und aber wederum slan, wen in aber die Pfenninge fälscht oder entwerthet, Christ oder 
des nod ist, czu allen czyten, wen sy wollen. Wer Jude, der soll im Betretungsfalle ebenfalls von den 
ouch deme andern suluer oder Phenninge schuldig ist, Rathmannen dieser unserer Städte nach dem Rechte ge- 
der sall mit denselben nüwen Phennincten bereiten und vrichtet werden. Wenn Jemand in Städten, Dörfern, 
bezahlen, und sal derselben Phenninge also vele vor Gewässern, Waldungen oder sonst Renten besit, die 
fülber ader vor alde Phenninge gebin, alse des sülber ihm in Pfenningen ausbezahlt werden, so soll er für 
und die alde Phenni>xe den helden, alse eyn gemeyn einen Schilling alter Pfenninge 18 neue erhalten. Be- 
were ist. Ouch obergebe wir uns des vor unsen Er- finden jedoch unsere Mannen und Städte des genannten 
ben und allen unsen Rachkomlingen, das man nergend Münzbezirk8, daß diese Währung dem Lande zu schwer 
in unsern steten, uff Slutzen, uf Vesten, in dörfern, in ist, so können sie sie ändern, bessern und mit einer 
Velde, boven der Erden und under der Erden Pen- andern, ihnen und dem Lande angemesseneren vertauschen. 
ninghe machin noch slan sal, sunder in unsern vorgez= Dafür haben genannte unsere Städte uns 2500 Mark 
nanten Steten Berlin und ouch &Srankenvorde brandenb. Silbers und Gewichtes entrichtet, unsere zu 
alleyne. Und slüge ader makede sy ymand, sie weren, diesem Münzbezirke gehörigen Lande aber 4000 Mark. 
wi sy weren, uf den slach ander war, utz unsern ergez Von diesen 6500 Mark haben sie 5000 an den Grafen 
nanten Stetin Berlin und Srankenvorde, wi das von Anhalt ausbezahlt und damit unsere Länder und 
tete, di sollen unrecht syn, und unse Radmanne der Städte, nämlich beide Städte Branden burg, Görzke, 
vorgenanten Stete al met eynander sollen ober se und Prenzlau und Templin in der Ukermark, sowie 
richten alse ober unrechte Lüte, sunder allerleye gewer. die damit zusammen verpfändeten Lande ausgelöst; die 
Were ouc<, das ymand die Phenninge velschete oder übrigen 1500 Mark aber haben sie für das Eigenthum 
vorczoge, he were Criste oder Jude, wer damit be- und die jährlichen Renten, die auf derselben Münze 
triffen worde, des sullen ouch die Radmanne unser standen, entrichtet. Alle vorgenannten Punkte im Ganzen 
vorgdenanten Stete richten, alse recht is sunder Var. und im Einzelnen haben wir mit wohlbedachtem Sinne, 
Wie ouch Phenninge czins in steten, in dörffern, in auf Anrathen unserer Räthe und lieben Getreuen, frei- 
wassern oder in walden oder anders war haben, den willig und wohlbewußt versprochen und versprechen hier- 
sall man geben achczeyn nuwe phennige vor eynen mit, ohne Hintergedanken irgend einer Art für uns, 
schilling der alden Phenninge. Were aber, das unse unsere Erben und Nachkommen und Alle, die das irgend 
Man und Stete des egenanten Muntzysers erkenten, einmal in Zukunft angehen und berühren mag, treu und 
das solche Werunge dem Lande czu swere weren, so fest aufrecht zu erhalten. Deß zum Zeugniß ist dieser 
sullen und mogen sie des wandelen, bessern und an= Brief mit unserm Siegel versehen worden. Anwesend 
ders setzen, alse des ym und deme Lande nmttze und bez waren unsere ehrwürdigen Väter in Gott, Herr Bischof 
queme ist. Zirvor haben unser ergenanten stete uns WPeter von Lebus und Herr Bischof Dietrich von 
gectebin drittehalb tusend Mar> Brandenborchs sulz Brandenburg, die edlen Grafen Albrecht und Gün- 
vers und &gewichtes, und unser Land, di in demselben ther von Lindow, die gestrengen Nitter Hans von 
Yser gelegten sint und darzu gehören, vir tusend MarH Rochow, Hermann von Wulkow, Lippold von 
Brandenborchs sülvers und Gewichtes. Der söbende Bredow, unser Marschall, Gebhard von AlvenSs- 
balb Dusent March haben sie gegeben vünf tusent leben, unser Vogt, ferner Claus von Bismark, 
Mard) dem von Anhalt vor die Losunge unser Land unser Hofmeister, Günzel von Bertensleben, Hein- 
und stete Brandenborcd, beide stete, und Gorczik, rich von der Schulenburg, Gebhard von Alvens- 
und in der Uker Premslow und Templin und die leben, Johann von Buch, Otto Möxrnexr, unser 
Land, die darmet vorset waren, und die übergen an= Hofrichter, sowie alle unsere Mannen in8gesammt, welche 
derthalb tusent March haben sie gegeben vor den in diesem Münzbezirke besessen sind, endlich die Nath- 
Evctentom und vor den Czins und vor die Jare derz mannen unserer Städte Berlin, Cölln, Frankfurt, 
selbin Münte, die darin gelegen waren. Alle disse Spandau, Bernau, Eber8walde, Lands8berg, 
vorgeschreven stücke mit eynander und eyn islit) bez Straußberg, Müncheberg, Drossen, Fürsten- 
sunderen haben wir mit woblbedachten mute, mit walde, Mittenwalde, Wriezen und Freienwalde, 
136.
	        
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