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Der Berlinischen Urkunden zweite Abtheilung: die Zeit der baierischen Fürsten von 1324 bis 1373

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

1223. = 17:4 149 
CXANANVM. 
Ludwig der Römer und Otto bestätigen die Privilegien und Rechte der Städte Berlin und Cöln, 
am 8. August 1363. 
Wir Ludewig, >enant der Romer, vnd Otto, ' Wir Ludwig der Römer und Otto, Gebrüder, 
gebruder, von der gnade gotis Margreven zu Bran-= | von Gottes Gnaden Markgrafen zu Brandenburg 
denbur> vnd zu Lusitz 2c., Bekennen offenlich mit und der Lausitß, bekennen mit diesem Briefe öffent- 
disem brieve, daz wir vnsern lieben getrewen, den lich, daß wir unsern lieben Getreuen, den Rathmannen 
Ratmannen vnd den >emeinen Burgern zum Berlyn, und der ganzen Bürgergemeinde zu Berlin für jetzt 
die nu sin vnd die nachkomend sin, die gnade >etan und die Zukunft die Gnade erwiesen haben und hiermit 
haben vnd tuen mit diesem brieue, daz wir sie wellen erweisen, daß wir sie bei allen ihren Gerechtigkeiten, 
lazzen bie aller rechticheit, bie dem wortzinse, bie den bei dem Grundzinse, dem Stättegelde, dem Hufenzinse, 
stedepfennigen, hubenzinse vnd bie der Qyderlage vnd der Niederlagegerechtigkeit und bei allen andern Rechten, 
allen rechten, die sie haben zum Berlyn vnd zu C6= die sie zu Berlin und Cöln oder anderwärts vor 
len vnd war sie die haben, die sie von aldir by den alten Zeiten von den frühern Markgrafen von Bran- 
alden margreuen zu Brandenburg, vnsern vorvaren, denburg, unsern in Gott ruhenden Vorfahren, oder 
den &>ot gnade, vnd von vns haben gehabt vnd noM: von uns empfangen und noch im Besitze haben, gnä- 
baben in gewere, vnd wollen sie darbie behalden gna= diglich erhalten wollen zu jeder Zeit, und daß wir nicht 
diclichen zu allen ziten, vnd wellen ouch nicht gestaz zugeben wollen, daß sie Jemand an der Ausübung der- 
den, dat sie yemand dar an hindere odir beswere in selben hindere oder störe. Deß zum Zeugniß ist dieser 
keinerley wise. Mit Vrkunde detz breues, daran vn= Brief mit unsern Siegeln versehen worden. Anwesend 
ser Insigele gehangen sin. Davber sin gewesen die waren die gestrengen Ritter Peter von Bredow, 
vesten manne: Petir von Bredow, Zans von Ro= Hans von Rochow, Marquard Loterpec>k, Geb- 
How, Marquard Loterpec, Ritter Gebhardt hard von Alvensleben, Heinrich Gottberg und 
von Aluensleuen, Zeinrich Gotber&> vnd vil viele andere ehrsame und glaubwürdige Leute. Gegeben 
ander erbar lüte, den wol zu glouben ist. Geben zum zu Berlin, nach Christi Geburt im Jahre 1363, am 
Berlyn, nach Cristi geburte drizenhundert iar, darz SDienstage vor dem Tage des h. Laurentius. 
nac: in dem drie vnd sechbzitesten iare, an dinsta 
nechst vor Sant Laurencen datt. 
Riedel, Cod. dipl. Brandenb. Suppl. S. 240 f.,; nach dem Originale im Berliner Stadt - Archive. =- Verl. Chronik. S. 107. 
CXANIN. 
Ritter Nikolaus Valke von der Lie8nitz vergleicht sich mit den Städten Berlin und Cöln wegen 
des Zolles zu Saarmund, am 2. Februar 1364. 
Ik Clawus Valke von der Litzeniz, ritter, Ich, der Ritter Claus Valke von der Liesnitz 
unde ik Zans unde ik Erik, brudere, gebeiten Valz und wir Haus und Erich Valke, Gebrüder, Herrn 
Fen, hern Clawus Valken sone, wy und unse rehte Claus Valke's Söhne, bekennen für uns und unsere 
Eruen bekennen allesamen in dissen iechenwordighen , rechtmäßigen Erben in diesem Briefe vor allen ehrsamen 
briue vor allen vromen luden, de en sen oder horen Leuten, die ihn sehen vder hören, daß die ehrsamen 
lesen, dat die vromen lude die Ratmanne in beiden Rathmannen beider Städte Berlin und Cöln mit uns 
Steden Berlyn und Cöln hebben met uns geredet und wir wiederum mit ihnen wegen des Durchgangs- 
und gesproken unde wy wedder met en, umme dat Gez zolls und der Abgabe zu Saarmund unterhandelt 
leyde unde umme den Tol tu Sarmunt, also dat haben und daß sowohl nach ihrer uns vorgetragenen 
nach irer Anwisuncethe alse sie uns underwiset und ans Ansicht als auch nach den Erkundigungen , welche wir 
gerichtet hebben, unde ok alse wy uns iruraghet heb-= von altbesessenen weisen Leuten, die uns darüber belehrten, 
ben von Alt seten wisen beruen Luden unde von reHd- eingezogen haben, sie und alle ihre in Berlin und 
ter anwisunghen irkennen konen, So sym sie unde alle Cöln ansässigen Bürger insgemein ,/ arme und reiche, 
ihre besetene Borger tu Berlyn unde tu Cöln all für jezt und alle Zukunft, von Rechtswegen und nach 
ghemeyne, Armen unde Riken, die nu sin unde noM altem Brauche an Steuer, Durchgangs8zoll und Abgabe 
tukomende sin, von rechte unde nach alder Wonheit zu Saarmund nur einen Dammpfenning von jedem 
nicht meer plichtig tu geuen von tolles weghen, von Wagen, mit dem sie und ihre Waaren dort durchpassirxen, 
Cbeleydes wegen und von ungheldes wegen tu Sar= zu entrichten verpflichtet sind und nicht mehr. Und 
munt, wanne sie dar tu varen met ihren Gude, wan damit ihnen für ewige Zeiten dieses ihr Recht, das sie 
schlichtes jo van den Wagen eynen Dammpenningeh von Alters her besessen haben, erhalten bleibe, und sie 
alleyne unde dar bouen nichtes meer. Vnde uppe dat in dessen Genusse nicht gekränkt noch beschädigt, auch 
dat sie ungeerret blyuen moghen unde sullen ewich= sie nicht höher von Jemandem, sei es von uns oder 
Berlinische Urkunden. 
L DUD. «Ge
	        
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