Path:
Der Berlinischen Urkunden zweite Abtheilung: die Zeit der baierischen Fürsten von 1324 bis 1373

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

"SSI 143 
nostrum presentibus est appensum. BPresentibus | Zeugniß dessen ist unser Siegel diesem Briefe angehängt 
Hermanno de Wulkow, milite, Matthia de Bre- worden. Zugegen waren der Ritter Hermann von 
dow, Coquine nostre magistro, Henrico Gotber- Wulkow, unser Küchenmeister Matthias von Bre- 
ghe, Hildebrando plebano frankennordensi, pro<- dow, Heinrich Gottberg, unser Secretaixr Hilde- 
thonotario nostro ac pluribus aliis fidedingnis. Datum brand, Pfarrer zu Frankfurt, und andere glaubwürdige 
in antiqua Berlin Anno MilleSimo CCC" sexage- Leute mehr. Gegeben in Alt-Berlin, im Jahre 1360, 
Simo feria Sexta proximo post festum nativitatis marie. | am Freitage nächst vor dem Feste der Geburt Mariä. 
Fidicin, dipl. Beitr. Il. S. 53f. 
CAAADI. 
Markgraf Otto verzeiht den Städten Berlin und Cöln ihr Zusammenhalten mit dem falschen 
Waldemar und bestätigt alle ihre Privilegien, am 2. Januar 1361. 
Wy Otto van &>ods >naden Marggreue tu Wir Otto, von Gottes Gnaden Markgraf zu 
Brandenborc vnd tu Lusitze, des heilighen R0zs Brandenburg und der Lausiß, des heiligen römi- 
misschen Riks ouerste kemerer, Palantztrene BY Rine schen Reichs oberster Kämmerer, Pfalzgraf bei Rhein 
vnd hbertoxghe in Beiern, Bekennen openbar in desme und Herzog in Baiern, bekennen böffentlich in gegenwär- 
iethenwardexhen brieüe, dat wyY alle schelinghe, tui= tigem Briefe, daß wir alle Erbitterung, Zwietracht und 
dracht vnd ghebroke, dy &beschYsn sint tusschen vnsen Feindseligkeit, welche zwischen unserm lieben Bruder ,/ dem 
lpuen Brüder Mar>>reuen Ludowich dem Eldern Markgrafen Ludwig dem Aeltern einerseits und an- 
an eyne halft, vnser bescheypden lude dp Borgher vn-= dererseits den ehrsamen Bürgern unserer Städte Berlin 
sex Stede Berlpn vnd Rollen vnd vnse Erueman dY und Cöln und unseren Mannen, die ihnen beigestanden 
by sy gbestan hebben an der andern halft, van dem, haben, deshalb herrschte, weil dieselben, durch schlechte 
dat sy sik van vnsen vor&henumenden Bruder ghekart Rathschläge irregeleitet, von genanntem unserm Bruder 
bhadden van boser anwysunghe, an den man, dem men abgefallen waren zu dem Manne, den man Markgraf 
nennet Marxggreue Woldenberghe, vnd an dY Woldenberger neunt, und zu den Herren Herzögen 
beren dy hertoghen van Sassen vnd dy greuen von Sachsen und den Grafen von Anhalt, gänzlich 
van Anehalt, genblik vorgheuen hebben vnd vor-= ihnen verziehen haben und hiermit verzeihen. Und wir 
&>heuen med dessen brieue, vnd wyllen noch enscollen wollen noch sollen der Vergangenheit nimmermehr ge- 
der nummermer >&hedenken med worden noch med wer-= denken weder mit Worten noch mit Werken noch mit einer 
ken noch med enniher wrake, lyues edder gudes, vnd Strafe an Leib oder Gut, sollen auch keinem Manne, 
necxhene man besunderen vordenken, he sy Ratman ex sei Rathmann oder Schöppe, gemeiner Bürger oder 
edder Schepe, vt den werken edder ghemeynen, sunder Mitglied der Gewerke, irgend etwas nachtragen ; sondern 
al gheschyhte, dV geschyn sint, by namen an Cop= es soll alles, was geschehen ist, besonderx8 soweit es 
pen vomme Rode vnd an den iüden, dY scollen Koppen von Rode und die Juden anbelangt, gänzlich 
&bhentzliken vt vnsem herten besloten spn, vnd scollen aus unserm Gedächtnisse getilgt sein, und wir wollen sie 
sy so lyph bebben, als ofte dat ny ghesc<yn were, so lieb haben, als wenn nie etwas zwischen uns vorge- 
vnd louen en dat in dessem brieüe, dat wy sy nummer fallen wäre. Und wir geloben ihnen mit diesem Briefe, 
wpllen vorvnrechten, noch vnsen houetluden edder daß wir ihnen kein Unrecht zufügen, noch auch unsern 
ambachtluden des ghestaden, dat si sy vorvnrechten HQLHauptleuten oder Beamten erlauben wollen, daß dieselben 
edder en ennithe >«hewalt dün. OX scollen wy noM ihnen Unrecht oder Gewalt anthun. Ferner sollen und 
enwpllen sy nicht vorbuwen edder vorsetten pandes, wollen wir sie nicht verbauen *) oder als Pfand 
edder sundern van deme lande, edder dV vorwpysen dY wversezen oder sie von dem Lande abtrennen, noch auch 
van vns &>ud hebben. OF hebben sy brieue vnsem die ausweisen, welche von uns Lehen besizen. Es sollen 
vorbenümenden Bruder >&he&heuen widder pre brieue auch die Urkunden, in denen sie gegen genannten unsern 
dy sy hebben vp pre Rechticheyt, als sy dün müsten Bruder zu der Zeit, als er Otto von Buch vertrieb, 
van tuanghe dun he Otten Buuk vordreef, dy scolz auf verbriefte Rechte gezwungen Verzicht leisten mußten, 
len ghentzliken doet syn vnd neghene macht meer hbebs ganz und gar ungültig sein und keine Macht mehr haben, 
ben, oft me sy wol vindet in vnsen Rectistren. Ok so wenn sie auch in unserer Kanzlei vorgefunden werden. 
wpl wypy vnd scollen sy by aller RechtyHept, vryYheyt Vielmehr wollen und sollen wir sie bei allen ihren Rechten, 
vnd uder >hewonbeyt beholden, dy? sy med brieuen Freiheiten und alten Gewohnheiten, soweit sie dieselben 
bewpsen moghen, oft sy en ghegheuen syn van den urkundlich nachweisen können, erhalten, mögen dieselben 
alden vorsten in der marke tü Brandenbord edder ihnen von den früheren Fürsten der Mark Branden- 
van vnseme lypuen vader keypser Lundowpy<h, dem god burg oder von unserm lieben hochseligen Vater, dem 
tgbenedyc<4 sy, edder van lyuen Bruderen Marxg=- Kaiser Ludwig, oder von unsern lieben Brüdern, den 
green Ludowyc< dem Elderen vnd Marg- - 
greuen Ludowych dem Rom er edder van vns, +) d. h. »in der Nähe der Stadt keine Veste bauen, solches auch 
vnd scollen en dy beteren vnd nicht ergheren dY wple von Andern nicht gestatten.« 
1
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.