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Der Berlinischen Urkunden zweite Abtheilung: die Zeit der baierischen Fürsten von 1324 bis 1373

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

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CX. 
Kaiser Karl vereinigt sich mit den Markgrafen Ludwig und Otto von Brandenburg dahin, daß 
feiner in des andern Landen Schlösser, Städte und sonstige Besizungen kaufen oder Mannen 
in Dienst nehmen darf, am 3. December 1355. 
Wir Karl, von >ots gnaden Romischer kay-= Wir Karl, von Gottes Gnaden Römischer Kai- 
ser, ze allen zeiten merer des Reichs vnd kung zu ser, zu allen Zeiten Mehrer des Reiches, König von 
Beheim, bekennen vnd tun kunt offenlich mit disem Böhmen, bekennen und thun öffentlich mit diesem Briefe 
brieue, allen den di in sehen oder horen lesen, daz wir allen denen, die ihn sehen oder hören kund, daß wir den 
den hochgebornen Ludwicte, &genant der Romer, hochgebornen Fürsten, Ludwig, genannt der Römer, 
Marggrafen zu Brandeburg vnd zu Lusitz, des Markgrafen zu Brandenburg und der Lausiß, 
heiligen Reichs obristen kamerer, pfallanzgraf bei des heiligen Reiches oberstem Kämmerer, Pfalzgrafen bei 
Reyn vnd hberltzogen in Beyern, vnd Marggrafen Rhein und Herzog in Bayern, und seinem Bruder, Mark- 
Otten, seinen bruder, vnsern lieben Oheimen vnd grafen Otto, unsern geliebten Oheimen, ihren Erben 
fursten, iren Erben vnd nachkomen Martgrafen zu und Nachkommen, Markgrafen zu Brandenburg und der 
Brandeburd) vnd ze Lusitz gelobet haben vnd geloben Lausitz, für uns und unsere Erben und Nachkommen , Kö- 
ouch fuer vns, vnsir erben vnd nachkomen, kunge zu nige zu Böhmen, versprochen haben und versprechen, daß 
Beheim, daz wir in iren landen vnd herschaften, wo wir in ihren Landen und Herrschaften, die sie inne haben 
sie die habent vnd der sie in geuer seint, dheine festen, und in deren Besike sie sich befinden, kein Schloß, Stadt 
Stat, oder >ut koufen noc< dheinen man, der in iren oder Gut kaufen oder irgend einen dort ansäßigen Mann 
Landen >esezzen sei zu diener emphahen wollen oder zu Diener annehmen wollen noch dürfen, außer in dem 
sullen, ez wer denn, daz sie vuns des mit >utem willen Falle, daß sie selbst uns die Erlaubniß dazu freiwillig 
&>unnen wolten, vnd dazselbe sullen die egenanten vn= ertheilen. Gleicherweise aber, wie oben geschrieben steht, 
ser Oheim, ire Erben vnd nachkomen &>en vns, vnsern sollen auch genannte unsere Oheime, ihre Erben und Nach- 
erben vnd nachkomen, kungen zu Beheim, zu tun gekommenen gegen uns zu verfahren verpflichtet sein. Zum 
pflichtig sein gleicherwis als vorbegriffen ist. Mit WVeugnisse dessen ist dieser Brief mit unserm kaiserlichen 
vrkund ditz briefs versielt mit vnsir kaiserlichen Ma«- Majestätssiegel versehen worden. Gegeben zu Nürnberg, 
iestat Intgesitel, der geben ist zu Quremberg naM mach Christi Geburt im Jahre 1355, am Donnerstage 
Crist gebürt drutzehnhundert Jar darnach in dem nach dem Tage des heiligen Apostels Andreas, im 
fumf vnd fumftzigsten Jare, an dem nehesten do=z zehnten Jahre unserer Regierung und im ersten unseres 
nerstage nach send Andres tag, des heiligen zwelfz Kaiserthums. 
boten, vnsir Reich in dem lzehenden vnd des kaisertums 
in dem ersten Jare. 
Riedel, Cod. dipl. Brandenb. II., 2. S. 381. -- Fidicin, dipl. Beitr. IV. S. 41 
CXAI 
Johannes, Heinrich und Wichard von Rochow bekennen, daß zwei Hufen in ihrem Dorf Hoch- 
Schönhausen den Kalandsbrüdern von Barnim zugehören, am 4. Februar 1356. 
Anno domini M. CCC. 1. Sexto feria quinta pro- Im Jahre des Herrn 1356, am Donnerstage nach 
xima post festum purificationis marie constituti coram dem Feste Mariä Reinigung erschienen vor uns, nämlich 
nobis, Johanne militi, Henrico et Wichardo fa- dem Ritter Johannes und den Knappen Heinrich 
mulis, dictis de Rochow Disereti viri domini kalen- und Wichard von Rochow, die ehrsamen Kalandsbrüder 
darum de Barnym fratres, videlicet Nicolaus, von Barnim, als nämlic< Nicolaus, Pfarrer in 
plebanus in Schonenflyte, decanus predictorum, Gdyönenfließ, ihr Decan, Jacob, Pfarrer in Rosen- 
Jacobus, plebanus in Rosendalle, Petrus, ple- thal, Peter, Pfarrer in Schönerlinde und Werner 
banus Schonerlynde, Wernerus Mosecow, Mosecow, Altarist in Berlin. Diese Herren haben 
altarista in Berlyn. Qui Siquidem domini de ijustitia uns genügend über die Gerechtigkeit und Zubehörigkeit 
et iure Auorum mansorum ijacentium in campis nostre zweier in unserm Dorfe Hoch-Schönhausen belegener 
ville alte Schonehusen, WIigho dez calendeShouen Sufen, die man gemeinhin des Kalands Hufen benennt/ 
nuncupatorum, nos Sufficienter informauerunt. Et unterrichtet und haben wir gefunden, daß selbige Hufen 
reperimus ipSsos mansos ad fratres kalendarum Super seit alten Zeiten den Kalandsbrüdern in Barnim bei 
Barnym prope Berlyn ab olym pertinuisss eum Berlin mit allen Diensten, Nutnießungen und Frei- 
omni geruitio, vsu, fructu ac libertate, Et nobis heiten zugehört haben und daß weder uns noch unsern 
nullum ius et nostris heredibus, Successoribus nulla- Erben und Nachfolgern irgendwie ein rechtlicher Anspruch 
tenus competere posse mansis in premissis. In cujus auf vorgenannte Hufen zustehen könne. Zum Zeugniß dafür 
facti testimonio nostra Sigilla presentibus diximus haben wir ausdrücklich befohlen, unsere Siegel diesem Briefe
	        
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