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Der Berlinischen Urkunden zweite Abtheilung: die Zeit der baierischen Fürsten von 1324 bis 1373

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

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pactu, IV Ssolidos et IV denarios in censu. In villa | im Dorfe Wolters8dorf aber zwei Stück und 8 Schil- 
Wolterstorff duo frusta et VIII Solidos denariorum , linge Pfenninge brand. auf vier Hufen, von welchen 
Brand. Super IV mansos, quorum mansorum dietus Sufen einer, der Thomas heißt, zwei beackert, die als 
Thomas duos mansos colit, qui dant in pactu unam Pacht ein Stück und als Zins vier Schillinge Pfeuninge 
frustum et quatuor Solidos denariorum in censu et geben, und die übrigen beiden Hufen eine beackert, welche 
reSiduos duos mansSos dieta Tempelhofinne colit, qui die Tempelhofin heißt, welche Hufen ein Stück als Vacht 
mansi unum frustum dant in paectu, et quatuor 80- geben, und vier Schillinge Pfenninge als Zins, und den 
lidos denariorum in censu, et decimam de eisedem Zehnten von diesen Hufen, zum Altare der glorreichen 
mansis, ad altare gloriose genitricis virginis Marie et Gebärerin, der Jungfrau Maria, und der drei Könige, 
trium Magorum de nouo locandum, fundandum et der in der Pfarrfirche St. Nikolai in unsrer Stadt 
dedicandum in ececlesia parochiali S. Nycolai ecini- Berlin neu gegründet, gestiftet und geweiht werden soll, 
tatis nostre Berlyn perpetuis temporibus paecifice et auf ewige Zeiten friedlich und ruhig ohne jedwede Be- 
quiete Sine impedimento quolibet pertinenda. Renun- hinderung zu gehören. Wir verzichten feierlich auf Necht, 
ciantes Solemniter omni juri actioni et impetitioni, Stlage und Ansprüche jeder Art, die uns, unsern Erben 
quod vel que nobis heredibus et SuccesSoribus nostris und Nachfolgern an besagten acht Stücken zustehen oder 
in premissis octo frustis competunt Seu competere irgendwie in Zukunft zustehen könnten, und verleihen dem 
poterunt quomodolibet in futurum. Dantesque disereto umsichtigen Manne, dem Krämer Henning, Bürger 
viro Hennyngho institori, diete cinitatis nostre unsrer besagten Stadt, dem Sohne des vorbesagten 
eini, filio predicti Petri, qui predictos redditus pie Meter, der vorbenannte Einkünfte, von frommem Eifer 
deuotionis asffectu motus Suis pecuniis comparauit, et geleitet, mit seinem Gelde beschafft hat, und seinen 
ipSius heredibus jus presentandi Seu jus patronatus GErben das Präsentations- oder Patronatsrecht besagten 
dicti altaris, ita quod ad ipsum altare, dum primum Altares, so daß er für diesen Altar , sobald er gestiftet 
fundatum suoerit, et posthec immediate cum vacauerit, ist, und später unmittelbar, wenn er erledigt ist, so 
quotiescunque oportunum fuerit, personam ydo- oft es an der Zeit sein wird, eine geeignete Person vor- 
neam debebit et poterit preSentare. Post decessum schlagen soll und darf. Nach dem Ableben aber des 
vero dieti Hennyngi et Suorum heredum pre- besagten Henning und seinex vorgedachten Erben soll 
dicetorum ad diseretos viros Consules einitatis nostre das Patronatsrecht besagten Altares an die umsichtigen 
Berlyn jus patronatus dieti altaris deuolai debebit, Leute, die Rathmannen unsrer Stadt Berlin, aufallen 
et ad eos perpetue pertinere. In eujus rei testimonium wund ihnen für immer zustehen. Deß zum Zeugniß haben 
Sigillum nostrum preSentibus duximus appendendum wir unser Siegel an diesen Brief hängen lassen. Zu- 
presentibus Strenuis viris Friderico de Lochen, gegen waren die Gestrengen Friedrich von Lochen, 
Johanne de Wanzleben, curie nostre magistro, Johann von Wanzleben, unser Hofmeister, Peter 
Petro de Bredowe, Hermanno de Wolkowe, von Bredow, Hermann von Wulkow, Mar- 
Marquardo Loterpecken militibus et Dietherico quard Lauterbach, Nitter, und Dietrich Mörner, 
Mornero preposito Bernouensi cum ceteris pluv- Propst zu Bernau, mit andern Glaubwürdigen mehr. 
ribus fide dignis. Datum Berlyn, anno domini Gegeben Berlin, im Jahre des Herrn 1355, am 
M" CCC"1? quinto, dominica proxima post eireum- nächsten Sonntag nach der Beschneidung desselben. 
eiSionem ecJusdem. 
Niedel , Cod. dipl. Brandenb. I., 12. S. 496, nach dem Original des Geh. Staats» Archivs. =- Berl. Chronik. S. 96. 
CHI. 
Die Rathmannen in Berlin bekunden gegen den Rath zu Jüterbog einen Erbschaft8verzicht, am 
18. Februar 1355. 
Honorandis et industriis viris, consulibus et Den ehrsamen und eifrigen Leuten, den Rathman- 
Scabinis et Sculteto In Juterbog consules in an- nen, den Schöffen und dem Schulzen zu Jüterbog die 
tiqua urbe Berlin inerementa honoris et Servitutis. RKRathmannen in der Altstadt Berlin Zunahme an Hoch- 
Vobis et omnibus, quorum nosse interest, clare achtung und Dienstwilligkeit! Euch und Allen, denen 
praesentibus protestamur, quod Bernhardus Kixe, daran gelegen, es zu wissen, thun wir hiermit ausdrück- 
noster coneivis, nomine Su0 et Adelheidis, re- lich kund, daß unser Mitbürger Bernhard Kixze in 
lietae patris eins Johannis Kitze, et nomine seinem Namen und Namens der Wittwe seines Vaters 
Margarethe, fillae Suac, in nostra praesentia Johannes Kixe, Adelheid, und seiner Tochter 
volentarie resignarunt Hhereditatem Seu domum, Margarethe in unserm Beisein freiwillig auf das Erbe 
Stantem vobiscum, ad eos devolutam per mortem oder Haus, das bei Euch steht und durch den Tod 
. «+ + - Uxoris quondam Ar(noldi) Kixe, ad, manus ...... der Ehefrau des weiland Arnold Kixze aun 
et usum fructum honestae domimae Adelheid, re- sie gefallen ist, zum Besiße und Nießbrauch der ehrbaren 
lictae Fritzen de Züdem, vestri coneivis, et Herrin Adelheid, Wittwe Eures Mitbürgers Frizß 
reSignant praesentibus coram nobis. Ad innotescen- von Züdem, Verzicht geleistet haben und hierdurch vor 
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