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Der Berlinischen Urkunden zweite Abtheilung: die Zeit der baierischen Fürsten von 1324 bis 1373

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

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borgern versazt und versezen mit diesem brife hundert ; eine Mark jährlicher Abgabe in unsern beiden Mühlen 
marg Geldes und eyne mars jarlicher Gulde in unsern zu Berlin, in der, die zunächst beim Mühlenhofe liegt, 
beiden Molen zcu Berlyn, in der, die nehest by dem und in der mittelsten auf dem Damme, so daß sie die 
Molhofe lyt, und in der mitlersten uff dem Tamme, jährliche Abgabe hundert und eine Mark brandenb. Sil- 
so daz sie die jarliche Gulde hundert Mar&> Brandenb. bers alle Jahr einnehmen und erheben sollen, geruhig 
Silbers und eyne Marg alle jar sollen innemen und ohne jeden Abzug, friedlich und nach Bequemlichkeit, ohne 
ufboren geruchleich ane allen abslag mit friden und jedwede Behinderung von unsrer Seite oder Seitens 
gemachen, «ne allerlei hindernis unser oder unser unsrer Erben und Beamten, so lange, bis wir die Ab- 
Erben oder Ambacht luthe also lane, bis wir die gabe wieder von ihnen einlösen für das obbesagte Geld. 
Gulde wieder von ihn losen vor daz eh&>teschriben Gelt. Auch wenn unsre jährlichen Hebungen von den Rath- 
Wenne oud) unser jarlic) phlege wider ledid wird da mannen daselbst wieder ledig werden, so sollen die vor- 
selbens von den Ratmannen, so sollen die vor&>enan= genannten unsre Bürger dreißig Mark alle Jahr von 
ten unser borger drizes Marg alle jar von den Ratz den Rathmannen nehmen und aus den Mühlen ein und 
mannen nemen und uz den Molen eyn und siebenzi& siebzig Mark und nicht mehr, und sollen die hundert 
Marä& und nicht mer, und sullen die hundert mart und eine Mark unter sich theilen nach Anzahl der Mark 
und eyne under sich teilen nah Mark tzal zcu vier in vier Terminen alljährlich, nämlich am nächstkom- 
gezciten in dem jare, daz ist uff sante Michels tag, der menden Tage St. Michaelis fünf und zwanzig Mark 
nehest komt, vümf und zwenzig Marg und einen vierz und einen Vierdung, darnach zu Weihnachten, zu Ostern 
ding, dar nah zcu Wynachten, zceu Ostern und zzu und am Tage St. Johannis des Täufers jedesmal fünf 
Sant Johanns Baptisten tact, zcu izlichen den tezcieten und zwanzig Mark und einen Vierdung, und sollen das 
fumf und zwenzig Mar> und eynen Vierdung, und so weiter halten Jahr für Jahr, bis wir ihnen ins- 
sollen daz so fürbaz halden alle jar, bis wir in mit gesammt ihr Geld wiedergeben. Ferner, was die beiden 
einander ir Gelt wider >eben. Waz ouch die zwo Mühlen in diesen Jahren mehr eintragen, soll unser 
Mulen mer gelten in den jaren, daz soll unser sin, sein, tragen sie weniger ein, so sollen sie sich dafür 
gelten sei ouch mynner, des sollen sie sich erbohlen in entschädigen in den andern Jahren, darnach sowohl an 
den andern jaren dar nach beide an den dreizes Mar= den dreißig Mark von den Rathmannen und an den 
ken von den Rathmannen und an den zwenzig Wy8- zwanzig Wispeln von Redeken, sobald diese ledig wer- 
peln von Redeken, wanner die ledi> werden. Dar den. Zu dem Behufe sollen sie einen zuverlässigen Mann, 
zcu sollen sie schicken eynen biderben Mann, dem set dem sie Vertrauen schenken, zu unserm geschwornen 
des >elouben, zcu unserm teswornen Schreiber, die das Schreiber schicken, die dem vorstehen, daß uns und ihnen 
vorsten, daz uns und ihn rechte gesche in der wyse, Recht geschehe in der Weise: so bald sie neben dem 
wann sei zcu dem pachte, der vor dar inne lyt, zzu Pachte, der vorher darin gelegen war, neben den Kosten, 
der kost, die dar uff >et, des ersten gewert werden zzu die darauf gehen, alljährlich, wie vorher angegeben ist, 
izlichen jare, also vorgeschriben stet, der oftgeschriben in den oft erwähnten hundert und eine Mark, oder 
hundert Marg und eyner Mart, oder sibenzig Mar& siebzig und eine Mark, sobald ihnen die dreißig Mark 
und einer, wan ihn nu die drizet Marg von den Ratz von den Rathmannen daneben zu Theil werden, zuerst 
mannen dar zcu gefallen, so soll das uberi>e unser befriedigt sind, so soll das Uebrige unser sein. Ge- 
sin. Gesche ou< schaden dar zcu von für, von wazz= schähe außerdem ein Schaden von Feuer, Wasser, Ge- 
zer, runst oder . . . . ., wie daz queme, der schaden rinne oder . . . . ., wie es sich ereigne,/ so soll das 
soll unser sein. Dnd gebieten ouch den getruwen unser Schaden sein. Endlich gebieten wir den getreuen 
Ratmannen von unsern beiden Steden Berlyn vnd Rathmannen unsrer beiden Städte Berlin und Cöln, 
Cölne, wer daz ymand, er wer wer er wer, die vorz wenn Jemand, er wäre, wer er wäre, die vorgenann- 
geschriben unser bürger hindern und verunrechten ten unsre Bürger an diesem Pfandbesike hindern und 
wolden an desser phandschaft, daz sei daz weren sollen wvwerunrechten wollte, daß sie dem entgegentreten und es 
und nicht &testaten by unsern hulden. Daz wir alle nicht zulassen sollen bei unsern Hulden. Daß wir alle 
diese stücke und artikel, die in diesen briefe begriffen diese Punkte und Artikel, die in diesem Briefe enthal- 
sind, wollen und sollen stete und ganz halden ane alles ten sind, stets und unverbrüchlich halten wollen ohne 
>efer, Des gebe wir diesen brief, versiegelt mit unserm alle Gefährde, darüber geben wir diesen Brief mit 
trozzeren Insiexel, daz dar an gehangen ist. Des sint unserm größeren Siegel, das daran gehängt ist. Zeugen 
Getzug Graf Günther von Swartzburg, Zerr zu sind: Graf Günther von Schwarzburg, Herr zu 
Spremberg, Lickel von Kokeritz, unser Zofz« Spremberg, Nikolaus von Kös>eriß, unser Hof- 
maister, Laurenz Greifke, unser Marschalg, Zasse meister, Lorenz Greifke, unser Marschall, Hasse 
von Valkenberg, Zenning von Wedel, Petir von Falkenburg, Henning von Wedel, Peter 
von Trutenberg, rittere, und Dieterich Mörner, von Trautenberg, Nitter, und Dietrich Mörner/, 
Probst zeu Bernow, unser obirster Schriber, und Propst zu Bernau, unser oberstex Schreiber , und andrer 
ander erber Lute gnuct. Dieser brief ist gegeben zeu ehrenwerther Leute genug. Dieser Brief ist gegeben zu 
Driesen, nach Gots &gebord drizehben hundert jar, Driesen, nach Gottes Geburt 1354 am nächsten Diens- 
dar nah in dem vir und fumfzigsten Jare, am tag vor St. Walpurgistag. 
nehesten Dynstax vor sand Walpurgen tagh. . 
Riedel , Cod. dipl. Brandenb. II1., 1. S. 34f. -- Berl. Chronik. S. 96. 
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