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Der Berlinischen Urkunden zweite Abtheilung: die Zeit der baierischen Fürsten von 1324 bis 1373

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

112 1350 
gerren mit Eren, bit an dy tyt, dat en dat Vnrehbht Ehren zu einem andern Herrn halten, bis daß ihnen 
wedder dan worde, vnde sy by rechte bleuen, vnd da28 Unrecht wieder gutgemacht würde, und sie beim 
wen dat wedder dan worde, so scholen dy Stede oder Nechte verbleiben; und wenn das geschehen, dann sollen 
dV Stad oder dy Man von staden an sik wedder an die Städte oder die Stadt oder die Mannen von Stund 
vns halden alse vorgeschreuen stet. Dat wy en dyt an sich wieder zu uns halten, wie vorher geschrieben 
stede vnd >anz halden willen dat vorgeschrienen is, steht. Daß wir ihnen das Vorstehende stät und gänz- 
so hebbe wy vnse Ingbesigele laten hengen an diesem lich halten wollen, haben wir unsre Siegel an diesen 
brief. Tüge disser dinge sint dy hochteborne Surste Brief hängen lassen. Zeugen dieser Dinge sind: der 
Johan, Zertogbhe van Mekelingbor<h vnd dy hochgeborene Fürst Johann, Herzog von Mecklen- 
edele Man Burchard, Zere van Scrapeloute vnd burg, und die edlen Mannen Burchard, Herr von 
Zerr Gumprecht van Aldenhusen, Zerxr Werner Schrapelow, und Herx Gumprecht von Alden- 
van Amvorde, Zerr Zans van Wanzleue, Zerxr hausen, Herx Werner von Anvord, Herr Hans 
Sritze van Wederden, riddere, vnd andere vele «uder von Wanzleben, Herr Friß von Wederden, Rit- 
lüde. Gheuen tu dem Berlyn, nac) Goddes gebord ter, und viele andere gute Leute. Gegeben zu Berlin, 
dritteyn hundert jar, in dem veftigsten jare in Sente nach Gottes Geburt 1350, Tags vor dem Feste St. 
Walpurden Auende der heiligen Juncvrouen. Walpurgis, der heiligen Jungfrau. 
Riedel, Cod. dipl. Brandenb. Supplbd. S. 235f. -- Berl. Chronik. S. 92 f. 
LXAXVI. 
König Karl IV. ermahnt mehrere Städte und Vasallen der Mark, die Baierischen Fürsten als 
wahre Markgrafen anzuerkennen und von ihrem Unglauben abzulassen, am 1. Juni 1350. 
Wir Karl, von gots gnaden römischer ku- | Wir Karl, von Gottes Gnaden römischer Ks- 
nig etc. entbieten den weisen vnd bescheiden Luten, nig 2c., entbieten den weisen und umsichtigen Leuten, 
den ratmannen vnd den Burgern gemeinc<lichen den RNRathmannen und den Bürgern ins8gesammt der 
der Stet alten vnd niwen Brandenburg, Berlin, Städte Alt- und Neu- Brandenburg, Berlin, 
Choeln, Bernaw, Ratenaw, LKauwen, Strus-= Cöln, Bernau, Nathenow, Nauen, Strausberg, 
perg, Goerbzit vnd Eberswald, vnd besunderlih Görzke und Eberswalde, und insonderheit allen Nit- 
allen rittern vnd knechten, die in dem hafellande, tern und Knechten, die in dem Havellande, dem 
vf dem >line vnd vf dem Barnam cctesezzen sind, Gline und dem Barnim gesessen sind, unsern Ge- 
vnsern getrewen, vnser huld vnd alles &ut. Wann treuen, unsre Huld und alles Gute. Jnsofern vormals 
vormals in vnserer kunnichlichen gegenwerticheit in in unsrer Königlichen Gegenwart in unsrex Stadt Nürn- 
vnser Stat ze Kürnbergt, do wir ze Gericht sazzen, berg, da wir zu Gericht saßen, mit Recht und Urtheil 
mit reht vnd vrteyln redlichen erfunden ward, daz ir redlich gefunden ward, daß Ihr den Hochgeborenen 
den Zoc<gebornen Ludowicten vun Ludwigen dem Ludwig und Ludwig dem Nömer und Otto, Ge- 
Römer vnd Otten, gebrüdern, Marggrafen ze brüdern, Markgrafen zu Brandenburg und zur 
Brandenburg vnd ze Lusitz, des heiligen römischen Lausiß, des heiligen römischen Neiches Erzkämmerern, 
Reichs Ertzehamerer, Pfallenkgrauen bei rein vnd Pfalzgrafen bei Nhein und Herzogen zu Baiern, unsern 
HZertzoggen in Beyern, vnsren lieben Oheim vnd fürsten lieben Oheimen und Fürsten, gewärtig und unterthänig 
warten vnd vnderteni sein sullet, als euern rechten sein sollt als Euern rechtmäßigen Herren, wie wir des- 
beren, als wir deshalbe vnser sunderlich brief, die halb unsere besondern Briefe, die mit des Neichsgerichts 
mit des reichstericht insigel (besigelt) waren, gesendet Siegel besiegelt waren, gesendet haben, was Ihr aber, 
haben, daran in eueren als wir vrricht sein niHt wie uns berichtet ist, nicht gethan habt, so gebieten wir 
gethan habet. Davon gebieten wir iwern truwen demnach Euern Treuen ernstlich und namentlich allen 
ernstlichen vnd bei namen allen den, die noch wider denen, die noch den Markgrafen, unsern lieben Oheimen 
die Marggrauen vnser liebe Oheim vnde fürsten sein, und Fürsten, sich widersezen, nachdrücklich bei unsern 
vestiglichen bei unsern vnd des reichs hulden vnd bez und des Reiches Hulden und besonders von Gerichts- 
sunder von Gerichts wegen, das ir marggrauen wegen, daß Ihr den Markgrafen, unseren Oheimen und 
vnsern Oheimen vnd fürsten vnd niemand anders Fürsten, und keinem Andern als Markgrafen zu Bran- 
Marggrafe ze Brandenbur&> vnd iwern rechten erb- denburg und als Eueren rechtmäßigen, erblichen Herren 
lichen Zern huldet und erchennet vnd in auc< gehor- huldigt und anerkennt und ihnen auch gehorsam und un- 
sam vnd vnderthenig seit, als ir von recht sullet, vnd terthänig seid, wie Jhr von Rechtswegen sollt, und von 
von dem vnetelauben lezzet vnd ze in als zu iwern Eurem falschen Glauben ablasset und zu ihnen als zu Euern 
rechten erbhern widercheret. Wan tetind ir das nicht, rechtmäßigen Erbherren zurückkfehret. Denn thätet Ihr 
so musten vnd wolden wir den Marggraven unsere das nicht, so müßten und wollten wir den Markgrafen, 
lieben Oheimen zu iwen beholfen sein vnd für sie unsern lieben Oheimen, wider Euch behülflich sein und ihrer 
gedenc<en, als wir für vnser vnd des reichs kurz nicht vergessen, wie wir für unsre und des. Neiches Kur-
	        
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