Path:
Der Berlinischen Urkunden zweite Abtheilung: die Zeit der baierischen Fürsten von 1324 bis 1373

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

1349 - 1350 107 
LXAXANI. 
Notification König Karls an mehrere brandenburgische Städte, daß er Waldemar als Mark- 
grafen von Brandenburg anerkenne und sie auffordere, zwei Mitglieder des Raths jeder 
Stadt zu ihm nach Böhmen zu senden, am 15. August 1349. 
Wir Rarl, von Gottes gnaden Römischer Wir Karl, von Gottes Gnaden römischer König, 
R ö6nig, zu allen zeiten Mehrer des Reichs vnd König zu allen Zeiten Mehrer des Reichs und König zu Böh- 
zu Beheim, entbieten den Burcemeistern, den Räthen men, entbieten den Bürgermeistern, den Räthen und den 
vnd den Burctern >emeiniclichen der Städte Berlin BVBünrgern ins8gesammt der Städte Berlin und Cöln, 
und Coln, Spandow, Kopenick, Strußber>, Spandau, Köpnick, Strausberg, Bernau und 
Bernau und Eberswalde, unsern lieben >etreuen Eber8walde, unsern lieben getreuen Unterthanen, Liebe 
Unterthanen, Liebe vnd alles Gutes. Alss wir Euch wund alles Gute. Wie wir Euch vormals in unsern Brie- 
fur in unsern Brieffen und mit Dithmarn, fen und durch Dithmarn, Domherrn zu Breslau, 
Thumbherren zu Preslow, vnserm Schreiber, unsern Schreiber, kund gethan haben , also thun wir aber- 
entboten haben, also entbieten wir aber euren mals Euren Treuen in diesen gegenwärtigen Briefen kund, 
Treuen in diesen gectenwertigen Brieffen, daß Wir daß wir den hochgeborenen Waldemar, unsern Fürsten 
den hochgebohrnen Woldemar, Unsern Sursten und und Schwager, einen Markgrafen zu Brandenburg 
Schwager, alss einen Mar>graffen zu Bran- und zu Lands8berg und obersten Kämmerer des heiligen 
denburg und zu Landesberg, und des heiligen römischen Reiches nennen, dafür anerkenneu , halten und 
Romischen Reichs obersten Camerer nennen, erkennen, haben, und keinen Andern sonst, und nach seinem Tode 
holden und haben, und anders niemanden mehr, und die hochgeborenen Herzoge von Sachsen und die von 
nach seinem Tode die hochgebohrnen Zerzo>e von Anhalt, unsere Oheime, Schwager und Fürsten; und 
Sassen und die von Anhalt, unser Ohbzeim; wer Euch anders sagt, daß wir einen Andern als vorge- 
Schwager und Sursten: und wer Euch anders satet, nannten Waldemar für einen Markgrafen halten und 
daß wir jemands anders, denn vor>enanten Wolde- haben, der thut uns nicht recht, weil dies nicht der Fall 
mar, fur einen Martgraffen halten und haben, der ist. Ueberdies gebieten und mahnen wir Euch ernstlich, 
thut uns nicht recht, wann das nichten ist. Vber daß wann Jhr erfahret, daß wir in unserm Königreiche Böh- 
so bieten und mahnen wir Euch ernstlich, wann ihr men sind, wohin wir, so Gott will, fest entschlossen sind, 
erfahret, daß Wir inin unserm Konigreiche zu Boheim vor nächstkommenden St. Michaelistag zu gehen, daß Ihr 
sein, do wir hin, ob Gott will, ganzen Willen haben dann daselbst nach Böhmen zwei von Eurer Stadt bevoll- 
vor St. Michaelis -Ta&, der schirst komt, daß ihr mächtigte Bürger aus Eurem Nathe mit dem hochgebore- 
denn daselbst «en Beheim zwene Burger aus euren nen Rudolf, Herzog zu Sachsen, unserm lieben 
Rathe, mit euer Stadt Gewalt und Macht, mit dem Oheim und Fürsten, und mit andern unsern Freunden zn 
bhochgebohrnen Rudolph, Zerzogen zu Sassen, uns sendet; da wollen wir mit diesen unsern Freunden 
Unserm lieben Ohmb und KSursten, vnd mit andern und mit Euch darüber vollständig reden. Gegeben zu 
unsern Sründen zu uns sendet: do wollen Wir mitt Cöln, an unsrer Frauen Tag Wünzweih, im vierten 
denselben Unsern Sründen und mit Euch davon gänzz= Jahre unsrer römischen und im dritten unsrer böhmischen 
lich reden. Geben zu Colin, an unser frowen Tage Regierung. 
Wurktzwy, unser Reich des Romischen im vierdten und 
des Boheimischen im dritten Jahre. 
Niedel , Cod. dipl. Brandenb. IL, 2. S. 262. -- Berl. Chronik. S. 90f 
LXAAH. 
Kaiser Karl notificirt mehreren märkischen Städten, daß er den vorgeblichen Markgrafen Walde- 
mar nicht für den wahren anerkenne und zur weiteren Untersuchung darüber einen Reichstag 
zu Nürnberg verordnet habe, am 29. März 1350. 
Rarl, von Gots &>naden Romischer kunig, Karl, von Gottes Gnaden römischer König, 
ze allen zeiten merer des Reichs vnd kunig 30 Beheim, zu allen Zeiten Mehrer des Reichs und König zu Böhmen, 
Entbieten den Ratmannen vnd den Bürgern gemein- entbieten den Rathmannen und den Bürgern in8ge- 
lic) der Stete zu Beiden Brandenburg, Berlin, sammt der Städte: Beide Brandenburg, Berlin, 
Colne, Premzlaw, Pozewalk, Angermunde, Cöln, Prenzlau, Pasewalk, Angermünde, Tem- 
Templin, Perleberg, Priswalk, Ryritz, plin, Perleberg, Prißzwalk, Kyritz, Havelberg, 
SHauelberg, Kouwen, Ratenow, Gorzigk, Nauen, Rathenow, Görzke, Straus8berg, Eber8- 
Strüzberg, Euerswald, Bernowe vnd zu Ko= walde, Bernau und Köpni>, unsern lieben Getreuen, 
penick, vnsern lieben getruwen, vnsir genad vnd unsre Gnade und alles Gute. Wir haben zwar vormals 
alles &>üt. Alleine wir vormals Marc>x>reuen den Markgrafen Waldemar, der uns für einen
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.