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Der Berlinischen Urkunden zweite Abtheilung: die Zeit der baierischen Fürsten von 1324 bis 1373

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

106 1349 
sollen sy alle gemeinlick nor; yr en keiner besunderz und ihnen vorgefallen sind und sollen ihrer Keinen das 
licken nimmermer vordencken vmme alle Sake vnde jemals entgelten lassen, weder mit Worten noch mit Wer- 
Geschichte, dy sic) gehandelt hebben twischen vuns ken, sondern alle Sachen sollen todt sein, so daß ihrer nie 
vnde ynen, vnde sullen sy noch yr en keinen des mehr von uns oder unsern Erben gedacht werden soll. 
nummermer entggelden laten met Worden noc; met Wenn es auch geschähe, daß der König unsere Aussöhnung 
Werken, sundern alle Saken sullen tode syn, so daß zugesteht, wie bereits bemerkt, so sollen wir mit dieser 
der nimmer von vns noc< von vnsern Erben sol Sendung dann alle unsere Rechte und Nutzungen haben, 
>edacht werden. Wenne o> dat FKesc<hicht, dat der wie sie heißen mögen, die wir an dem Tage hatten, da 
Kuni vns der Süne bekennet, als vorbeschiden iss, diese Unruhen und Wirren zuerst begannen. Auch sollen 
so sullen wy mit der Vart denne hebben alle vuser alle Nitter und Knechte, Mannen , Bürger, geistliche und 
Recht vnde Uulze, wy dy genant syn, als wy an den weltliche Leute, wie sie heißen mögen, sofort in alle ihre 
Tat hadden, da sich disse vplop vnde Wirrung des Nutßungen treten, die sie mit Briefen und guter Gewohn- 
ersten anfingen. OF sollen alle Riddere vnde Rnechte, heit zu beweisen vermögen, und alle die Nechte haben, die 
Manne, Börcere, geistlick vnde weltlick Lude, wy sy sie vordem hatten, ehe sich dieser Krieg erhob und begann. 
genümet syn, alltu Zande treten in aller nutze, dv sy Was die Gefangenen auf beiden Seiten betrifft, die man 
met brinuen vnd «uter wonheit bewysen mucten, ohne Arglist in seine Gewalt gebracht hat, so soll über 
vnde alle dy Recht hebben, dy sy vor hetten, ee sik die bei der Wiederkunft der Vorgenannten entschieden 
dißer Kri erhube vnde anfing. Was gesangen sind werden; wie es dann mit ihnen werden soll , das soll bei 
to byder syt, derer man gewaldig mak syn ane Arges Vieren unsrer Mannen und bei zweien Rathmannen von 
list, dv sullen Dat hebben vp der vorgenanden Wed- Frankfurt, einem von Berlin und einem von Span- 
derkunft; wy es dan darin er>gaen sall, dat sal stan dau und bei Friedrich von Lochen stehen; wie diese 
vp vir vnser Manne, vnd vp tween Rathmanne von es entscheiden, also soll es sein. Was auf dem Teltow 
Sranc>envörde, einen von Berlin, vnde einen von vereinbart und zu Mittenwalde mit Pfändern abgetreten 
Spandow, vnde vp Sriederich von Lochen: wy worden ist, das soll erhoben werden; was aber auf dem 
es dy entsch<eyden, also sall es syn. Was vordinget Barnim, der Zauche und auf dem Glien vereinbart ist, 
ist vp den Teltow vnde to Middenwalde verwiset ist, soll stehen bleiben, bis auf die vorbestimmte Zeit, daß der 
dat sal >efallen; wat aver vp deme Barnam, vp der römische König, unser Herr, über unser Recht gesprochen 
Zuke vnde vp dem Glyne vordincet ist, dat sal bestan hat. Und es soll ein guter Friede sein überall in der 
bis vp dy vorgescreven tied, bis der Romische Kunit,; Mark, und alle Fremden sollen zu Hause reiten, mit Aus- 
vnser Zerre, vmme vnser Rechtes gesprocken hadde. nahme derer, die in den Städten Geld einzufordern oder 
Vnd sol ein guter &Srede syn vberal yn der Marke, zu leisten haben, die sollen bleiben, den Landen und uns 
vnd sullen alle Geste to Lande ryden, ane dy da ohne Schaden. Auch sollen wir alle Fremden aus der 
manen vnde leisten vmme Geld in den Steten, dy Mark ziehen lassen, sie mögen Vesten haben oder nicht, 
sullen bliwen, den Landen vnde vns ane schaden. Ok wer sie sein mögen; die sollen wir entfernen und die Vesten 
sullen wy alle Geste vt der Marke laten, sy hebben mit unsern Erbmannen besezen. Wenn wir aber Frem- 
Destin odder nicht, wer sy sind; dy sullen wy vtz der bedürften,/ so sollen wir die nach dem Rathe unsrer 
brengen vnde dy Vesten besetten met vnsern Erb-s Herren und angesessenen Mannen und der Städte nehmen. 
mannen. Were aber dat wy Geste bedorfen, dy sullen Und es sollen die von Köpnick die Stadt selber besetzen, 
wy nemen na Rate vnser Zerren vnd beseßen Mannen so daß fein Fremder darin bleiben soll. Ebenso sollen 
vnde der Stede. Vnd sullen dy von Kopenick dy die von Berlin das neue Haus vor Mittenwalde besetzen, 
Stad selber innemen, so dat kein Gast darin bliben die von Spandau die neue Mühle vor Bößow und die 
sall. So sollen dy von Berlin besetten dat nuwe Zus von Frankfurt Alt- Landsberg. Und wenn sie die Vesten 
vor Middenwolde, dy von Spandow dy newe Molne nicht sollten räumen wollen, so soll man sie belagern und 
vor Boßtzow, vnd dy von &Sranckenförde alden Lan-= ihnen nichts verkaufen. Daß wir alle diese vorstehenden 
desber&. Vnd were, dat sy der DVesten nicht rumen Punkie fest und unverbrüchlich halten wollen, ohne jede 
wolden, so sal man sy hindern, vnde jnen nicht verz Arglist, dafür geben wir ihnen diesen Brief, besiegelt mit 
kouffen. Dat wy alle disse vorgeschrewen stu>en unsern daranhangenden Jnusiegeln. Gegeben zu Alt- 
stede vnde gantz halden wyllen, ane allerley argelist, Lands8berg, da man zählt seit Gottes Geburt 1349, 
dat geuen wy jn dissen Brieff, vorsiegelt met vnserme am Tage vor dem Feste der heiligen Apostel, da sie ver- 
Intdgesegel, dy daran gehanden sint, der gexewen ist sandt wurden. 
to olden Landesberg, do man zelet von Godes 
Geburt druttein hundert Jare vnde in deme neten 
vnde viertictisten Jare, an der hilligen Apostel Avende, 
da sie vorsandt wurden. 
Fidicin , dipl. Beitr. IV. S. 34f. =- Niedel, Cod. dipl. Brandenb. I1, 2. S. 258 f. -- Berl. Chronik. S. 90.
	        
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