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Der Berlinischen Urkunden zweite Abtheilung: die Zeit der baierischen Fürsten von 1324 bis 1373

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

1348 101 
Berlyne van dem Wischepele vier penninge, vnde wat und was man von einzelnen Scheffeln über die rechte 
man von entlingen Schepeln hat gegeuen bouen der Mahlmeße entrichtet hat, in diesem Briefe aufgehoben 
rechten Matte, dat late we leddig vnd loos in desseme haben. Ferner wollen wir unsern lieben Bürgern zu 
brieue. Vortmer wille we vnsen lieuen bürgern tu Berlin und Cöln alle die Lehne, geistliche und weltliche, 
Berlyne vnde tu Cölne liegen alle die Leen, gheist- verleihen, die wir von Rechtswegen verleihen sollen. Fexr- 
lik vnd wertlik, die we von rechte liegen schollen. mer wäre es, daß Einer unsrer vorgenannten Bürger sein 
Were ok, dat vnser vortenante burgere ennig sin Gut bei unserm Hofgerichte rechtlich gewänne, den sollen 
Gud in vnseme houe mit rechte wunne, den shole we und wollen wir nachdrücklich bei dem Rechte beschüßen. 
vnde willen genzliken by deme rechte behalden. Ok Auch sollen wir und unsere Mannen Niemanden mit seinem 
scholle we vnd vnse Man nymande vorwysen mit Lehne, wie eine böse Gewohnheit ist, an einen andern 
sime Leene, alse eyne böse Wohnheit is. Vortmer Lehnsherrn überweisen. Ferner sollen und wollen wir im 
schole we vnde willen umme den schaden, den vuse Betreff des Brandschadens, den unsre vorbenannten Bür- 
vorbesprokene bürcter von brande genommen hebben, ger erlitten haben, verfahren nach dem Rathe unsrer Rath- 
dun nach Rate vnser Ratcxeuen vnde vnser lieten geber und unsrer lieben Rathmannen beider Städte Ber- 
Ratmanne beider Stede Berlyn vnd Cölne, also lin und Cöln, also daß sie unserer Gnade zu danken 
dat sie vnsen Gnaden tu dankene scholen hebben. haben sollen. Ferner wollen wir unsern lieben Bürgern 
Vortmer wille wi vnsen lienuen bür>ern van alden von Alt-Berlin den Neuen Hof vereignen, wenn sie 
Berlyn den nytgen Zoff eygenen, wenne sie den mit denselben von denen, die ihn jetzt innehaben, mit Zustim- 
Gunst vnde mit willen irwerwen von den, die en nun mung und Bewilligung derselben erwerben. Zur Beglau- 
inne hebben. Tu einer bekentnisse disser vorbeschreuen bigung dieser vorstehenden Punkte haben wir unsern vor- 
stücke, so hebbe we dissen brien vnsen vorgenanten genannten Bürgern von Berlin und Cöln diesen mit 
bürgern von Berlyn vnd Cölne gtegeuen, besegelkt unserm Siegel besiegelten Brief gegeben, nach Gottes Ge- 
mit vnseme Inctesegele, na Goddes bort dritteyn burt 1348, am Tage St. Mauritii. 
hundert jar, in dem acht vnd virtegesten jare, in 
sünte Mauritius dacghe. 
Niedel , Cod. dipl. Brandenb. Supplbd. S. 234. =- Berl. Chronik. S. 87 
LXXIV 
Waldemar gestattet den Bürgern zu Berlin und Cöln für gewisse Schuldforderungen die Erhebung 
von Abgaben auf dem Teltow 2c., am 23. September 1348. 
WY Woldemar, van der ghnade ghoddis tü Wir Waldemar, von Gottes Gnaden zu Bran- 
Brand. tü Lusitz tü Landesberc<h Marcgreue, denburg, zur Lausik, zu Landsberg Markgraf 
vnd des heilighen Romischen Rykes ouerste kemerer, und des heiligen römischen Reiches oberster Kämmerer, be- 
bekennen openlik in disme bryue, Dat wY schuldich sin kennen öffentlich in diesem Briefe, daß wir unsern lieben 
vnsen linen ghetrüwen borgheren tü alden Berlyn getreuen Bürgern zu Alt-Berlin und zu Cöln, von 
vnd tü C6ölne, van pantlosinghe dy si vns ghelöset Pfändern, die sie für uns eingelöst und berichtigt haben, 
vnd >hequitet hebben, neghendebhalf pünt und twe hun-= zweihundert und neuntehalb Pfund und 54 Schilling und 
dirt pünt vnd vs schillingh vnd neghendehalue markvnd vierzig und neuntehalb Mark brandenb. Silbers schuldig 
virtich Brand. Siluers. Vor desse Summen hebbe wp sind. Für diese Summen haben wir ihnen angewiesen und 
bewiset vnd bewisen en alle bede vnd bedekorn vp weisen ihnen an alle Bede und alles Bedekorn auf dem Tel- 
deme Teltowe vnd vp dem Barnym, vnd dar tü tow und Barnim, und dazu alle Nutzung, die aus der 
alle pleghe dy üt der Stübbenitz vnd üt alle deme Stübbenitz und allen darin befindlichen Gehölzen sich 
ghehölte di dar binnen sint ghevallen mach, nü vnd ergeben mag, jeht und am Tage St. Nikolai, auf Treue 
rü Sente Ricolaus dathe, dV scholen sy vpboren vp und Gewissen dieselbe zu erheben. Im Betreff dessen, was 
ene rechte rekenschap; wes daran schelt, dar sc<ole moch daran fehlt, sollen und wollen wir unter der Zeit zu 
wy vnd willen binnen der tyt ts si komen vnd na; ihnen kommen und uns nach dem Rathe unsrer Rathgeber 
rade vnser Ratctheuen vnd der Ratmanne darselues und der Rathmannen daselbst gütlich mit ihnen auseinan- 
vs >hutliken berichten mit en, ane vortöc<, also dat der seen, ohne Verzug, daß ihnen voller Ersatz werde. 
wY en vül dün. OPL sy wv en schuldich hundirt pYnt Auch sind wir ihnen hundert und vierzig Pfund und vier 
vnd virtich pünt vnd vir schillinghe, ok van pantz= Schillinge schuldig, auch von eingelösten Pfändern. Da- 
quitinghe, darnor hebbe wy en bewiset alle bede für haben wir ihnen alle Bede und alles Bedekorn in den 
vnd bedekörn in den dorpen tü Tempelhoue, tü Dörfern Tempelhof, Mariendorf und Marienfelde 
Maryendorp vnd tü Maryenvelde, vnd alle angewiesen, und alle Nußung, die daraus sich ergeben mag, 
plethe dy dar üt ghevallen mach, nü vnd tü Sente jekt und am Tage St. Nikolai. Im Betreff dessen , was 
Picolaus daghe. Wes daran ghebryYkt, dar vmme daran noch fehlt, sollen und wollen wir unter der Zeit zu 
s<ole wy vnd willen tü sy komen binnen der tpt, ihnen kommen und es damit ebenso halten, wie mit dem, 
vnd haldent mit en alse vmme dat des an der irsten was an der erstgenannten Summe noch fehlt, wie hier vor 
Berlinische Urkunden. ? 
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