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Der Berlinischen Urkunden zweite Abtheilung: die Zeit der baierischen Fürsten von 1324 bis 1373

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

100 1348 
mpt clage vnde in dy Vestynge nemen in allen steden recht wieder gut macht; dazu sollen wir ihm behülflich sein. 
vnde nicht spisen, wente an dy txyt, dat he dat vnreht Wäre es ferner, daß uns unsere Diener Heerfolge leisteten, 
weder dü, dar scholle we 6n tü helpen. Were ok dat so soll man den Bürgern in den Städten nicht mehr Be- 
vns vnse dynere volgedin in eyme Zere, so schulde herbergung auferlegen, als früher gewesen. Aber würde 
man dy Bürctere nicht mer beherbergen in den steden ihnen das zu viel und verhinderten sie das, so sollen sie 
wen sy wol gewesen mögten. Auer würde On des tü damit sich nicht an uns vergangen haben. Ferner wäre 
vele vnde stürenden sy dat, daran scholle sy an vuns es, daß einer unsrer Diener ein (»redliches «?) Verbrechen 
nicht missedan hebben. Ok were dat vnse dyner in irgend einer Stadt oder in diesen beiden Städten Ber- 
enecxten redeliken broke dede in eneger stat oder in lin und Cöln beginge, so sollen sie, wer das auch sei, 
dissen Twen steden Berlyn vnde Colne, welker dat denselben nach dem Stadtrechte richten. Auch gestatten 
were, den schollen sy richten nach der stat rechte. wir ihnen, sich mit andern Städten zu vereinen, zu dem 
Ok günne we ön des, dat sy sik voreynen myt Zwecke, einträchtig Widerstand leisten zu können, wenn sie 
andren steden in disser wis: Wolde sye eymant vorz= Jemand in ihrem Rechte kränken wollte; dazu sollen wir 
unrechten, dat sy deme eyndrechteclychen wederstan ihnen behülflich sein. Ferner wollen wir, daß man keine 
mögen, dar scholle we ön tü behulpen syn. Vortmer Burgfrieden noch Vesten in unserm Lande bauen soll, es 
wille we, dat man neyne Berchurede noc) DVesten in sei denn mit dem Willen der Städte. Würden sie troßdem 
unsem Lande büwen schole, dat en sy myt der stede gebaut, sv soll man sie, ebenso wie die, die gebaut sind, 
rade. Worden sy dar bouen gebuwet, Vnde dy sint seit wir aus dem Lande gewesen, niederreißen. Endlich 
&>ebuwet syn dat we vt deme Lande sint >eweset, dv wäre es, daß wir diese vorbenannten Städte in einem der 
scholle we breken. Weret ok dat we disse vorbeno=s vorerwähnten Punkte schädigten und die Briefe ihnen nicht 
mede Stede in enechen vorsprokenne stucken vorvn- hielten, so sollen sie das Recht haben, sich, oder mit an- 
rechteden vnde dy briue 6n ok nicht enhilden, so dern Städten, einen Herrn zu wählen, der ihnen ihr 
schollen sy dy macht bebben, dat sy sik öder myt Recht vertheidigte. Das sollen sie mit allen Ehren thun, 
andren steden eyneme Zerren ualeden, dy ön öres bis wir bereit wären, sie bei ihrem Rechte zu belassen. 
rechtes vordedin>e. Dat schollen sy dün myt allen Alle diese Dinge, die wir ihnen verbriefen, und die sie 
Eren, Wente an dy tyt, dat we des müdes werden, verbrieft besißen, sollen unsere Nachfolger ebenso fest und 
dat we sye by rechte laten. Alle disse ding, dY we unverbrüchlich halten wie wir. Zur ewigen Sicherstellung 
ön bebriuen vnde dy sy bebriuet hebben, dy schollen dieser vorbenannten Dinge haben wir unser großes Siegel 
vnse makomelinghe holden stede vnde vast alse we. amn diesen Brief gehängt, und zur Stärkung dieses Zeug- 
Tü eyner ewygen stedicheit disser vorsprokenne ding nisses haben wir Herzog Rudolf von Sachsen unser 
bhebbe we vnse >rote Indeseel an dissen brif gez geheimes Siegel, und wir Graf Albrecht, Fürst zu 
hangen. Vnde tü eyner merer betüchinghe so bebbe Anhalt, unser großes Siegel, daß wir diese Dinge ver- 
we Zertho>e Rudolf von Sassen vnse hemelike einbart haben, hängen lassen. Gegeben im vorbesagten 
Ingesegel, Vnde we Greue Albrech, vorste tü Alt-Berlin, nach Gottes Geburt 1348, am Tage St. 
Anehbalt, vnse grote Ingesetel, dat we dysse dinge Matthäi des heiligen Apostels. 
gededinget hebbin, an dissen brif >ehenget laten. 
Gegeuen tü alden Berlyn, dy vorgtenomet is, La 
goddis gebort Dritteyn hundert iar in dem acht vnde 
virtectesten iare, in sintte Matheus Date des hil>en 
Apostolen. 
Niedel, Cod. dipl. Brandenb. Supplbd. S. 233 f. =- Berl. Chronik. S. 86f 
LANAI. 
Waldemar erläßt den Bürgern zu Berlin und Cöln eine Abgabe an die dortigen Mühlen, be- 
stättigt den Besiß ihrer Lehngüter, verspricht, sie wegen erlittenen Brandschadens zu begün- 
stigen und ihnen den » Neuen Hof« zu übereignen, am 22. September 1348. 
Wye Woldemar, von der Gnade Goddis tu Wir Waldemar, von Gottes Gnaden zu Brau- 
Brandenburch, tu Lusiz, tu Landesberg Mark- denburg, zur Lausiß, zu Landsberg Markgraf 
>reue vnde des hilghen Rumeschen rykes ouerste und des heiligen römischen Reiches oberster Kämmerer, be- 
Kemerer, bekennen openbar vnde betügen in desseme kennen und bezeugen öffentlich in diesem Briefe, daß wir 
briue, dat we dorc<; Got vnd dor< bede vnser lieuen um Gottes und um der Bitten unserer lieben Freunde, 
fründ Greuen Albrechtes von Anehalt, Zer=z Grafen Albrechts von Anhalt, Herzog Rudolfs 
tothen Rudolfs von Sassen des jüngern vnde durH von Sachsen des jüngeren, und um anderer unserer 
ander vnser frünt vnd Rhatgeuen willen vnde durch Freunde und Rathgeber willen und um der Bitten unserer 
vnser getruwen bürcder bede willen gemeyne beider getreuen Bürger beider Städte Berlin und Cöln willen 
Stede Berlyn vnd Colne äfeleger hebben pen= die Pfenninge, die man an unsere Mühle zu Berlin zu 
nynge, dy man pla tu >euene in vnser Mole tu dem geben pflegte, von dem Wispel vier Pfenninge, erlassen
	        
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