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Der Berlinischen Urkunden zweite Abtheilung: die Zeit der baierischen Fürsten von 1324 bis 1373

Full text: Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik / Voigt, Ferdinand (Public Domain)

1344 25 
imo etiam discordes, protervos ac rebelles, si qui, , verbessern und zu strafen , ja selbst Unruhstifter , Aufsässige 
quod absit, emerserint Seu Surrexerint, qui posttrinam wund Widerspenstige , wenn sich solche, was Gott verhüte, 
monitionem ipsis canonice factam se emendare con- finden und bemerkbar machen sollten , welche sich nach einer 
tempserint, procul a Consortio repellendi. Ut autem pDreimaligen canonischen Verwarnung nicht bessern sollten, 
Divini cultus obsequia, que ipsi in vigiliis, leetura aus der Gemeinschaft zu verstoßen. Damit aber der 
PSalterii, missis et aliis quibuslibet defunctorum de- Gottesdienst, den sie nach ihren Anordnungen in Vigilien, 
votis memoriis facere disposuerint, memorati fratres Lesung des Pfalters, Messen und andern dem Gedächtniß 
devotione ferventiori 806 exerceant, et a fideli plebe der Verstorbenen geweihten Andachten abhalten wollen, 
devotius et peramplius frequententur, de omnipo- von den erwähnten Brüdern mit um so heißerer Andacht 
tentis Dei misericordia, omnibus, tam fratribus Sepe verwaltet und von dem gläubigen Volke um so andächtiger 
tactis, quam aliisa dicta fraternitate alienis, vere peni- und fleißiger besucht werde, so erlassen wir aus Barmher- 
tentibus, confessis et contritis, qui dum hec peragun- zigfeit des allmächtigen Gottes Allen, den oft berührten 
tur presentialiter adsunt vel assistunt, et Deo pro Brüdern wie Anderen, die nicht zu besagter Brüderschaft 
omnibus fidelibus defunctis orationes fundunt, de in- gehören, dieihre Sünden aufrichtig bereuen, beichten und über 
jJunctis Sibi penitentiis quadraginta dies seliciter in sie zerknirscht sind und bei diesem Gottesdienste anwesend 
Domino relaxamus. Et ne hec devota institutio eva- wund zugegen sind und Gott für alle gläubig Verstorbenen 
cuetur, aut ad interitum vergat, presentes litteras, de bitten, von den ihnen auferlegten Bußen gnädig in dem 
gratie nostre Libertate ipsis dari mandavimus, nostri Ser vierzig Tage. Und damit diese fromme Institution 
Sigilli munimine roboratas. Datum Brandenburgi, micht vernichtet werde oder in Verfall gerathe, haben wir 
anno Domini M*CCC*X1" quarto, seria quarta post ihnen diesen mit unserm Siegel beglaubigten Brief aus 
dominicam quando cantatur letare. unsrer freien Gnade ertheilen lassen. Gegeben zu Bran- 
denburg, im Jahre des Herin 1344, Mittwoch nach 
dem Sonntag, wo man singt Lätare. 
Riedel, Cod. dipl. Brandenb., Suppl. S. 232, nach dem Original im Verl. Stadt» Archiv. 
LII. 
Hermann von Werberg, oberster Gebietiger des Johanniter-Ordens, verleiht an Johann Reiche 
das Schulzengut zu Marienfelde, am 23. April 1344. 
Vniversis et Singulis Christi fidelibus, presens Allen und jeden Christgläubigen, die dies Schreiben 
Scriptum visuris Seu audituris, cupimus fore notum, sehen oder hören werden, wollen wir kund thun, daß wir 
quod Nos frater Hermannus de Werberg, in Bruder Hermann von Werberg, in Sachsen, in der 
Saxonia, in Marchia, in Slavia et in Pomerania sanete Mart, in Wenden und Pommern Hochmeister des heili- 
domus hospitalis Sancti Johannis Jherusalem Summus gen HoSpitals St. Johannis von Jerusalem, mit einmüthi- 
preceptor, quod unanimi cum consensu nostrorum ger Zustimmung unsrer Brüder, nämlich Herrn Bur c<hards 
fratrum, videlicet Domini Borchardi de Saldern, von Saldern, Comthur in Quartschen, Herrn Ger- 
Commendatoris in Qyvartsan, Domini Gerhardi hards von Elze, Comthur in Rörichen, Herrn Ottos 
de Eltze, Commendatoris in Rorcken, Domini vonSteinthal, Comthurin Mirow, Herrn Burchards 
Ottonis de Steindal, Commendatoris in Myrow, von Arenholz,/ Comthur in Tempelhof, des Priors 
Domini Burchardi de Arenholte, Commenda- Serrn Arnold von Teltow und des ganzen Conventes 
toris in Tempelhoff, Domini Arnoldi de Tel- daselbst dem ehrsamen Manne Johann R eiche, Bürger 
tow, Prioris, totiusque conventus ibidem, contuli- zu Cöln bei Berlin, und seinen wahren Erben das 
mus justo titulo venditionis conferimusque diescreto Scdulzengut mit drei Hufen und allen jenem Schulzengut 
Viro Johanni Rycken, Civiin Colne prope Ber- zugehörenden Nußungen und Rechten im Dorfe Marien- 
lin. Suisque veris heredibus, prefecturam cum tribus felde, außerdem mit dem Pachte von eilf Hufen, welcher 
mansis et cum omm ütilitate et Jure ipsi prefecture dem vorbesagten Schulzengut beigelegt, nämlich von fünfen, 
adherenti in Villa Merghenvelde, Insuper cum die zum Hofe des alten Biesenthal gehören, von vieren, die 
un decim mansis presecture antedicte coherentibus, zum Hofe Stephan's gehören und . . . - - von jeder 
quinque ad curiam antiqvi Bysendal pertinentibus, Sufe eine halbe Mark brandenburgischen Silbers und Ge- 
cum gqvatuor mansis ad Curiam Stephani Spectanti- wichtes zu erheben, in geseßlicher Form des Verkaufes über- 
bus, pactum de gqgvolibet manso dimidiam marcam tragen haben und Übertragen. Fexner, wenn einige der 
argenti Brandenburgici et ponderis tollendum de iüis- wvorbesagten Hufen unbebaut gelassen würden, UND DeYx vor- 
dem. Preterea si aliqgvi predietorum mansorum deso- besagte Johann oder seine Erben sie für ihren Pacht be- 
larentur et predictus Johannes aut sui heredes hos bauen wollten, so soll das geschehen ohne jedwede Dienstlast 
Pro Suo pactu colere voluerint, hoc debet fieri absque und mit unserer Zustimmung. Geschieht e8, daß vorbe- 
quolibet gervitio et nostro cum consensü. (Quod si sagter Johann Reiche aus dieser Welt nach Gottes 
antelatus Johaunes Ryke ab hoc Seculo migrare Willen scheidet, so sollen und wollen wir diese Güter seinen 
contigerit Secundum divinam voluntatem, eadem bona wahren Erben ohne Leistung einer bestimmten Gabe über- 
Suis veris heredibus debemus et volumus conferre, tragen. Ferner, wenn unser Orden oder einer unsrer Or- 
Berlinische Urkunden. 
535)
	        
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