Path:

Full text: Berlinische Chronik / Fidicin, Ernst (Public Domain)

179 1412 -- 1414 80 
Das erste ist eine hölzerne 5x Fuß Die Schrift war so abgetreten, daß sie 
hohe und 4 Fuß breite Gemäldetafel, micht wieder hergestellt werden konnte. 
welche bei der in den Jahren 1842 bis Das dritte Denkmal, welches dem 
1845 erfolgten Renovation der Kloster- Ritter von Utenhofen gewidmet war, 
kirche ausgebessert worden ist und an dem wurde bei der gedachten Renovation der 
Vorbaue, durch welchen man von der Kirche nicht mehr vorgefunden. Angelus 
Klosterstraße aus die Kirche betritt, ihren sagt von ihm, es habe in einer aufge- 
Platz erhalten hat. Das Bild stellt den hängten hölzernen Tafel bestanden, auf 
leidenden Heiland dar, vor welchem ein welcher ein »silbern weißer Amboß«, als 
Ritter (der Graf von Hohenlohe) in Wappen dargestellt gewesen, worüber die 9 
betender Stellung kniet. Der obere Worte gestanden: 
Theil des Bildes ist mit Darstellungen „Hach Gottes Geburt vierzehenhundert Jahr 
de8 Hohenloheschen Wappens ausgefüllt. und in dem zwelften Jahr, in Simonis 
Rings um dasselbe läuft folgende Inschrift: und Judae tag verschied der feste Ritter 
„Rad. hris . geburt . virzehenhundert . iar . Herr Philipp von Dtenhoffen.“") 
vnd . in . dem . zwelften . iar . an . lant . Co- Der Abzug der Pommern nach der 
Iumban . tage . verschied . der . ho<hgeborn. Schlacht auf dem Kremmerdamm wirkte 
graff . herre . Johans . von . hohenloch. dem. entmuthigend auf die widerspenstigen 
got . genade.“ Schloßbesißer, welche, da der König 
Das zweite Denkmal ist eine Sand- Siegmund sie auch aufforderte, sich einzeln “' 
steinplatte, auf welcher das Leuter8heimsche an seinem Hofe zu verantworten, sich 
Wappen dargestellt ist. endlich zum Ziele streckten und am 4. und 
- | = 5. April 1413 gelobten, sich dem Burg- 
“ 1 grafen zu unterwerfen und die bi8her innege- 
ESE habten Städte und Schlösser, gegen Rück- 
8 gewähr der Pfandsummen, herauszugeben. 
Elen. p .; / Hierdurch wäre der ganze Widerstand ge- 
87 h-* brochen gewesen, wenn nicht die Quißzows 
C „ V wn OH? und ihre Anhänger, troßz der angelobten 
Li Z A m Unterwerfung, auf neuen Friedebruch ge- . 
3 =? FÄ . sonnen hätten. Denn kaum war das von 
a u ihnen behauptete Schloß Trebbin, von 
XE i -. welchem aus das Land beschädigt wurde, 
8 mit Gewalt genommen worden, so fielen 
Gos in sie und eine Anzahl von Nittern, welche 
5. . sich ihnen angeschlossen hatten, in das 
SL 5 . magdeburger Gebiet ein, trieben Raub 
und Gewalt und zogen aus allen Theilen 
des Landes Nitter und Knechte an sich , 
' m | . welche, ein ganzes Heer bildend, von den » 
an H - Schlössern Golhow, Plaue und Beuten 
g aus, innerhalb und außerhalb der Mark, 
Der Stein, welcher ursprünglich in Raub, Gewalt und Brandschazung ver- 
den Fußboden der Kirche eingelassen übten. Friedrich, welcher die Nothwen- 
war, ist bei deren Renovation in diesem digkeit erkannte, die biSher bewiesene 
Zustande vorgefunden und in aufrechter Milde bei Seite zu sezen und mit aller 
Stellung an der Wand befettigt worden. 1) Angelus, Annales Marchiae Brandenb. S. 190; 
u 1. 
' 1
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.