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Full text: Berlinische Chronik / Fidicin, Ernst (Public Domain)

149 1380 - 1411 150 
Das dritte, EZ kleine Siegel, meinde, nach ihrem Begehr, zu allen Hand- 
welches sich GD unter verschie-“ lungen des Gemeindewesen8 zuzuziehen, 
denen vom De (O2 fan, Kämme- vielmehr nach selbstgeschaffenen oder aus 
rer und gemei Sm nen Brüdern bereits bestandenen Statuten gebildeten 
de8 Kalands8 --- ausgestellten Prinzipien verfahren zu haben, weshalb 
Anerkenntnissen vorfindet, führt die Um- auch in den Verordnungen des Raths die 
schrift: „S. fratrum Kalandarum“. -- frühere Formel: » Wir Rathmannen ver- 
- Was nun den Stadtrath und dessen ordnen mit Zustimmung der Gemeinde« 
Stellung zu Ende dieser Periode betrifft, u. |. w. immer seltener vorkommt. -- 
sv war er, dem Landesherrn gegenüber, Die größte Thätigkeit entwickelte der 0 
fast unabhängig zu nennen. Mit der Rath in der polizeilichen Verwaltung. Er 
Erwerbung des Stadtgerichts und der erließ strenge Geseke gegen falsches Maaß, 
mit demselben verbundenen Hoheit8- und Gewicht und betrüglichen Kauf; er prüfte 
Bogteirechte war auch der lezte Rest die Güte der zum Verkaufe gestellten Le- 
des landesherrlichen Beamtenthums am bensmittel, deren Preis er feststellte. Um | 5 
Orte verschwunden. Der Rath setzte nun- den Einwohnern gutes, gesundes Fleisch 
mehr selbst Richter und Schöffen ein, zu verschaffen, waren Schlachthäuser ein- 
entschied über Leben und Tod, besaß das gerichtet. Um den Bau massiver Häuser 
Münzrecht, die Niederlage, die Zölle und zu fördern und dadurch die Feuers8gefahr 
9 die Mühlen und hatte dem Lande8herren zu vermindern, waren Ziegel- und Kalk- 
nichts weiter als -die durch Vertrag fest- fen eingerichtet, aus welchen den einhei- 
gestellte Urbede und Pacht zu zahlen mischen Bürgern Steine und Kalk zu 
und, nach selbstgeschaffener Norm, eine billigen Preisen verabreicht wurden. =- 
gewisse Heerfolge zu leisten. Wie wenig WZur Verhütung der Ansteckung war eine 
es auch, namentlich dem Markgrafen Absonderung der inficirten Personen an- 
Jobst, darauf ankam, die landes8herrlichen geordnet. Es war für einen Stadtarzt, 
Hoheitsrechte zu conserviren, läßt sich für Apotheken und Badstuben gesorgt. Es 
schon daraus erkennen, daß er, habgierig bestand das Gebot, bei geselligen Zusam- 
und leichtsinnig, Alles für Geld dahingab wmenkünften, auf welchen man viel Vier 
9 und Alles gehen ließ, wie es eben ging. == zu consumiren pflegte, feine Waffen zu - 
Der Bürgerschaft gegenüber hatte führen, um jedem Unheile durch dieselben 
der Rath zwar immer noch eine aus- vorzubeugen. =- Unmäßiges Spiel und 
schließliche Souveränetät zu behaupten großer Luxus, welcher über die Kräfte, 
gesucht, jedoch dem steten Andringen des besonders des geringeren Standes hinaus- 
demokratischen Elements der Gewerke und ging, wurde streng geahndet, und Unsitt- 
ver Gemeindebürger für die Dauer nicht lichkeit, vor allem Ehebruch und Unzucht, 
zu widerstehen vermocht und ihnen eine mit dem Tode bestraft. Selbst Chren- 
gewisse Theilnahme bei der Berathung kränkungen, wie 3. B. das ohne Erlaubniß 
der Gemeindesachen einräumen müssen, des Raths erfolgte Aushängen von Schelt- 
9 die Verwaltung derselben, wie das Recht, briefen oder Pa8quillen an den Kaak der 
sich selbst mur aus den wohlhabenden, Gerichtslaube , wurdenmit derselben Strafe 
raths8fähigen Geschlechtern zu ergänzen, belegt, welche der Bescholtene zu erdulden 
sich aber unbedingt vorbehalten. =- Doh gehabt hätte, wenn die Beschuldigung wahr 
der Kampf dauerte fort und nahm, wie gewesen. -- Endlich scheint der Rath auch 
sich später erkennen läßt, einen immer dem Schulwesen eine besondere Aufmerk- 
bedenklicheren Charakter an. Der Rath samkeit gewidmet zu haben. Bei dem 
scheint es unterlassen zu haben, die Ge- qausgebreiteten Handels8verkehr der Bürger, 
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