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Full text: Neues aus der Altstadt (Rights reserved) Issue 4.2017 (Rights reserved)

Altstadt Neues aus der Anzeigensonderveröffentlichung Nr. 4 // Mai 2017 In eigener Sache Gestaltungshandbuch Zusammenarbeit ist gefragt! Gewerbetreibende setzen sich in der Arbeitsgruppe rund um Carl Herwarth von Bittenfeld, Büro Herwarth + Holz, mit Fragen der Warenpräsentation, Werbeaufstellern und Begrünungselementen auf öffentlichem Straßenland auseinander. Qualitäten der Altstadt stärken – Dialog zu Gestaltungsfragen Stadtwerkstätten unter großer Bürgerbeteiligung zur Entwicklung der Altstadt Spandau „Hier ist noch viel Potenzial!“ Planungsbeauftrager Carl Herwarth von Bittenfeld zeigt sich bei den Stadt- werkstätten zur zukünftigen Gestaltung der Altstadt äußerst positiv gestimmt. Welche Festlegungen für die Gestaltung des öffentlichen Straßenlandes in der Altstadt sind sinnvoll? Was muss sich ändern? Welche allgemeingültigen Regelungen lassen sich zukünftig umsetzen? Fragen, die an den drei Abenden zur Gestaltung von Sondernutzungen im öffentlichen Raum, Werbeanlagen sowie Bebauung und Freiflächen kontrovers diskutiert wurden. Eingeladen zu den Stadtwerkstätten hatten das Bezirksamt, das Altstadtmanagement Spandau und das beauftragte Planungsbüro Herwarth + Holz. Gekommen waren Gewerbetreibende, Eigentümer und interessierte Bürgerinnen und Bürger. „Für eine erfolgreiche Entwicklung der Altstadt und der Neugestaltung des unmittelbaren Arbeits- und Wohnum- wurden bei den Treffen Themen wie die Produkt- und Fremdwerbung an Markisen und Vordächern, die Schaufensterwerbung, die Höhe der Warenauslagen oder das Aufstellen von mobilen Werbeträgern im öffentlichen Straßenraum wie beispielsweise Klapp- oder Menütafeln. Alexander Naeth, Büro Herwarth + Holz, erläutert an Fotobeispielen Fragen zur gastronomischen Nutzung von Terrassen und deren Möblierung. feldes in unserem Stadtkern, braucht es den persönlichen Einsatz und eine breite und zielgerichtete Beteiligung der ansässigen Geschäftsleute und der Eigentümer“, freut sich Patrick Sellerie, Leiter der Wirtschaftsförderung im Bezirksamt Spandau über das Bürgerinteresse. Nadine Deiwick vom Fachbereich Stadtplanung hebt hervor, dass die Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Expertise wichtige Partner bei der Erarbeitung des Gestaltungshandbuches sind und schließlich eine intensive Bürgerbeteiligung eine hohe Zustimmung in der Umsetzung sichert. Besonders kontrovers diskutiert Deutlich wurde an allen drei Terminen: hier verfolgt man ein gemeinsames Ziel. Nicht Fragen des persönlichen Geschmacks stehen im Vordergrund, sondern eine Altstadt, die zukünftig einen gesteigerten Aufenthaltscharakter trägt und zu einem angenehmen Einkaufserlebnis führt. „Schließlich ist ein attraktives altstadtgerechtes Erscheinungsbild die Visitenkarte des Bezirks“, heißt es dazu vom Altstadtmanagement Spandau. Das Gestaltungshandbuch wird den Eigentümern, Einzelhändlern und Gastronomen Möglichkeiten der ortsbildgerechten Gestaltung der Außengastronomie, der Warenauslagen, Werbeaufsteller, Werbeanlagen sowie der Bebauung und Freiflächen aufzeigen und als Hilfestellung dienen. Liebe Leserinnen und Leser, die Altstadt Spandau ist mit dem Beschluss des Berliner Senats vom 14. Juli 2015 Fördergebiet im Bund-Länder-Programm Städtebaulicher Denkmalschutz. Bis zum Jahr 2025 wird auf der Grundlage des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) ein umfangreiches Maßnahmenpaket realisiert. Es liegt auf der Hand, dass dafür eine intensive Zusammenarbeit von allen Beteiligten gefragt ist. Gefordert sind dabei alle: Verantwortliche in der Senatsund Bezirksverwaltung, das Altstadtmanagement, Planungsbüros, private Projektträger, Nutzerinnen und Nutzer sowie alle Engagierten in den Beteiligungsgremien, wie der Altstadtvertretung. Die Umsetzung des Förderprogramms wird von Seiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen von Martina Mineif und mir aus dem Referat Städtebauförderung/Stadterneuerung betreut. Wir sind dafür verantwortlich, dass die Fördermittel für die einzelnen Projekte rechtzeitig bereitstehen und zielgerichtet eingesetzt werden. Dafür ist eine intensive Abstimmung mit dem Bezirk notwendig, die nunmehr seit fast zwei Jahren und aus unserer Sicht sehr gut läuft. So konnte für bisher 17 vom Bezirk beantragte Projekte eine Förderung zugesagt werden. Mit unseren Erfahrungen auch aus anderen Fördergebieten beraten wir zudem den Bezirk bei anstehenden Fragen zu Planungen, Projektausgestaltungen und zur Beteiligungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Die folgende Seite der Stadtteilzeitung gibt Ihnen einen Überblick zu den Akteuren und ihren Aufgaben für die Altstadtentwicklung. Wenn Sie zur Umsetzung des Förderprogramms noch weitere Fragen haben, stehen Ihnen die Ansprechpartner vom Altstadtmanagement und Bezirksamt und ich gerne zur Verfügung. Kai Reichelt Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen Referat Städtebauförderung/ Stadterneuerung Neues aus der Altstadt Alter Kern, neue Urbanität Gut vernetzt Wer macht was? Die Projektzuständigkeiten im Überblick Interview Förderprogramm // Städtebaulicher Denkmalschutz Altstadt Spandau Björn Nieter vom Altstadtmanagement Das historische Erbe und das gewachsene Kulturgut stellen ein wichtiges Identifikationspotenzial für die Altstadt Spandau dar. Neben einem transparenten Planungsprozess erfolgt eine Das Bezirksamt wird bei der Durchführung der Gesamtmaßnahme vom Altstadtmanagement Spandau unterstützt. Eine wichtige Voraussetzung, um das Projekt zum Erfolg zu führen, ist die enge Verzahnung aller beteiligten Akteure. Dafür leistet das Altstadtmanagement einen wichtigen Beitrag. AKTEURE • Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen • Bezirksamt Spandau mit den projektbeteiligten Fachämtern AKTEURE • Altstadtmanagement Spandau • Fachplaner unterschiedlicher Gewerke AKTEURE • Nutzer der Altstadt • verschiedene Gremien intensive Interaktion mit allen Programmbeteiligten. Mit der Aufnahme in die von Bund und Land finanzierte Städtebauförderung erhält der Bezirk die Möglichkeit, die städtebauli- chen Qualitäten der Altstadt zu erhalten und diese an die heutigen Erfordernisse anzupassen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen viele Beteiligte eng verzahnt an einem Strang ziehen. Wir geben einen Überblick, wer an der Umsetzung alles beteiligt ist. Gesamt maßnah me Im Rahm en in einem des Förderpro gramms auf zeh w n Jahre ra u m z angeleg erden sen, ahlreich die nun ten Zeit e Einzelv delt un Schritt - setz orhabe d aufe für Sch t werde n gebü inande sogena ritt n. Der B n - Se r abge nnte G e n s z a ti irk meld umgets m e v s m e amtma r setzt. In t w a a et be ls lt u ng für S ßnahm und Wo einem z e umge tadtentw i der hnen jä uvor er (ISEK) w - jah icklung stellten h r urde da li ch r geplan Konzep s Gebie lysiert. ten Maß die für das Fo t Die t eingeh Unter B lgen a S h enatsve e n d an a men an eteiligu ter un rwaltun - mit . ng aller d der te g l F s b te a c e Ö ll h r ffentlic t die Fö Maßnah hkeit w äm- setzung eit und prüft d rdermen ab ie korre urden sowie d geleitet kte Um ie Ziele und be koordin rreichu schlosiert sie ng berlinw gebiete eit ähnli . Zudem . che Förd er- Auftrag ne hmer Der Fac hbereic h Stadtp amtes k lanung oordinie des Bez rt die vo (z.B. Stra irksn den F ßen- un wicklun achämte d Grünfl g und Vo ten Einz rn Vo ä c rbereitu henamt) elprojek rhaben. ng der e betreute. Dies von exte Gleichze inzelnen e werde rnen Fa s ta itig wird dtmana n jeweil chplane über da ten) bea gement s gun rn (z.B. s Altrbeitet u d ie g u A (B nd e rchitekürger-) nd von B setzt. Beteiliaufirme arbeit s ine begleitende Das n ic u Ö m h ff unterstü ergeste Altstadtm entlichk ge llt. Das eitstzt den anagem - ßenmanag Bez Geschä des ges ement ftsstrakümme amten P irk bei der Steu ent hinaus s rt sich peziell u erung rozesse d m die B s sowie betreib elange d arüber der Entenden er Gewe und ein schäftsz re Stärku entrum ng des s. Ge- Öffentli chkeit Ein so umfang reiches Neuges Vorhab talt en wie kann nu ung des Span die F da r gemein ormate sam mit uer Zentrums gelinge n – vom n. Der fo allen Be Worksh line-Um teiligten rtlaufen op bis z frage – Nutzern d ur One werden des Geb Dialog m Themen Hinweis iets ist it standte u d n e d n ne O ein wich r e auf il des G te a n in de ufgeno tiger Be esamtp ger, Gew r E ra r b mmen, - nah rojekts. eitung erbetre dem Je d e der Ein n er Büribende, Anwohn besond zelmaß Eigentü gewidm er ere mer un e t die Maß hat die Möglich werden Bedeutu d die keit, sic nahmen sollte. V ng Themen h über ertieft w zu infor diskutie in den ein erden mieren von de ren, sic zelnen , mit zu n gewä h berate eigene Gremie hlten V n zu las stadtve Ideen e n e s r e n und tr rtretung inzu Die öffe und der etern der Altoder be ntlichen bringen. G im e b V ie Runden matisie tsfonds len Inte ren u.a. eranstaltunge jury ressierte Tisch Gewerb n theFra del, öff e, der a n offen also die entliche gen zum Einze ls te C lh n h h a a t. Raum, und Ver n- m nce sich Nutzen G it einzu kehr. M rechtze Sie bringen it versch rünflächen it denen ig a ktiv ! ie- ? Was ist notwendig, um ein Projekt wie das der Altstadt erfolgreich umzusetzen? Björn Nieter kümmert sich darum, die Altstadt zu einem lebendigen und attraktiven Zentrum für den Bezirk Spandau weiter zu entwickeln. Bei der Vielzahl der geplanten Maßnahmen ist es unabdingbar die einzelnen Vorhaben gut aufeinander abzustimmen – insbesondere, wenn in einigen Jahren an mehreren Stellen parallel gebaut wird. An den Vorhaben sind zahlreiche Fachämter, Planungsbüros und Baufirmen beteiligt, aber natürlich sind auch die Anlieger und Nutzer unmittelbar betroffen. Eine wichtige Rolle nimmt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen ein, die die Fördermittel bereitstellt und das Gesamtvorhaben steuert. All diese Beteiligten gilt es zu vernetzen. In Zusammenarbeit mit dem Stadtentwicklungsamt begleitet das Altstadtmanagement diesen Prozess, initiiert und dokumentiert z.B. Abstimmungsgespräche und behält das Gesamtvorhaben im Blick. den, um eine barrierefreie Neugestaltung sicherzustellen. Zudem müssen die Planungen mit der Rahmenkonzeption für die Fußgängerzone und dem Veranstalter des Weihnachtsmarktes abgestimmt werden, da dieser jedes Jahr Bereiche des Platzes für seine Weihnachtsmarktstände nutzt. Das Kulturamt möchte parallel die Ausstellung der Grabungsfunde im „Knochenkeller“ besser hervorheben. Jeder hat andere Nutzungs- und Raumansprüche, die miteinander in Einklang gebracht werden müssen und nicht alle gleichzeitig funktionieren. Es müssen also Kompromisse gefunden werden. Als eines der ersten großen Bauprojekte soll der Reformationsplatz neugestaltet werden. Allein hier sind zahlreiche Akteure beteiligt. Die Federführung liegt beim Straßen- und Grünflächenamt. Die Kirchengemeinde als Eigentümerin des Platzes muss beteiligt werden, ebenso die Anlieger und Bürger. Da der Platz unter Denkmalschutz steht sind die Untere Denkmalschutzbehörde und der Kontaktarchitekt einzubeziehen. Der Beauftragte für Senioren und Menschen mit Behinderung ist eingebun- Stadtentwicklungsamt und Altstadtmanagement koordinieren vor Ort die Maßnahmen zwischen allen Beteiligten und der Öffentlichkeit. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung und Vorgaben der Verwaltung fließen in die Planungen der einzelnen Vorhaben mit ein. Zusätzlich sind bestimmte Förderrichtlinien einzuhalten. Ziel ist es, alle Interessen zu wahren und kompromissfähige Lösungen zu erarbeiten. Die Ergebnisse werden natürlich wieder der Öffentlichkeit vorgestellt. ? Können Sie das an einem konkreten Beispiel erläutern? ? Wie fügen sich die drei Säulen innerhalb der Planung der Gesamtmaßnahme zusammen? Projekt der Klimawerkstatt Spandau Klimawerkstatt Spandau: Mehrweg ist mehr Wert Spandau auf dem Weg zu einer neuen Coffee to go- und Konsumkultur „Mehrweg = Mehrwert für den Klimaschutz“ will durch Beratung und Aufklärung neue Wege aufzeigen, wie Ausgabe und Nachfrage nach Einwegverpackungen im Bezirk positiv verändert werden können. Der Außer-Haus-Konsum steigt seit Jahren an. Mit ihm vergrößern sich rasant die Zahlen an „to go“- und „take away“-Verpackungen, die oft schon nach wenigen Minuten Benutzung wieder im Müll landen. „Mehrweg = Mehrwert für den Klimaschutz“ 2 der KlimaWerkstatt Spandau will die Ausgabe und Nachfrage nach Einwegverpackungen im Bezirk Spandau bis 2019 reduzieren. Daher werden im Bezirk in den nächsten zwei Jahren zusammen mit Handelsunternehmen und Gastronomiebetrieben Aktionen gestartet, die das Aufkommen an Einwegverpackungen wie coffee-to goBechern, Aluminiumschalen und anderen take-away-Verpackungen in Spandau nachhaltig reduzieren und so das Klima schützen. Dazu werden Spandauer Unternehmen unterstützt ein Mehrwegangebot zu etablieren und bestehende Mehrwegangebote attraktiv für die Kundschaft zu gestalten. „Mehrweg = Mehrwert für den Klimaschutz“ bietet umfassende Informationen für Unternehmen und Verbraucher zu aktuellen Mehrweglösungen, Hygiene- und Gesundheitsfragen, Aspekten von Klima- und Ressourcenschutz. Neben der Sensibilisierung für ein stadtgesellschaftliches Thema zielt das Projekt insbesondere auf die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen: Reduktion der Einweg-Verpackungen trägt zur Kosteneinsparung bei und fördert nachhaltige Wirtschaftskreisläufe. Die Kontaktaufnahme zu den Handelsunternehmen ist gestartet. Am 22. April präsentierte sich das Projekt erstmals mit einem Mehrwegbecher-Test anlässlich des Brandenburgtags auf dem Spandauer Marktplatz. Mit diesem Projekt werden die bisherigen Themenfelder der KlimaWerkstatt Energieeffizienz & Energetische Sanierung, Lebensmittelwirtschaft & Nachhaltigkeit sowie Reparieren, Tauschen & Recyceln um den Schwerpunkt der Ressourceneffizienz ergänzt. Anzeigensonderveröffentlichung Nr. 4 // Mai 2017 Aus Liebe zum Quartier Tag der Städtebauförderung am 13. Mai 2017 Aktionen zum Tag der Städtebauförderung Von klein bis groß, für alt und jung – ob Stadtteilladen, Mit-Mach-Baustelle, Erkundungstour, Frühlingsfest, die Umgestaltung der Fußgängerzone oder Spaziergang. Lernen Sie am Tag der Städtbauförderung die vielfältigen Möglichkeiten kennen, wie auch Sie aktiv an der Gestaltung Spandaus mitwirken können. Insbesondere bei der Entwicklung der Altstadt im Rahmen des // Städtebaulichen Denkmalschutzes gibt es unterschiedliche Meinungen, wie die verschiedenen Einzelprojekte gestaltet sein sollten. Um konsenzfähige Kompromisse zu finden und die Nachhaltigkeit und Akzeptanz der Maßnahmen zu erhöhen, ist Ihre Mitwirkung gefragt. Ein wesentliches Projekt stellt in der Altstadt Spandau die Neugestaltung der Fußgängerzone dar. Unter dem Motto: „Fußgängerzone ZweiNull (2.0) - ein Straßendialog“ sind am Sonnabend, den 13. Mai, alle Interessierten von 12:00 bis 15:00 Uhr in die Breite Straße - Ecke Marktplatz eingeladen, mit den Projektbeteiligten ins Gespräch zu kommen und sich über die Planungen zur Neugestaltung der Fußgängerzone auszutauschen. Stadtplaner*innen stellen erste Konzepte vor und treten in einen öf- Das Rathaus Spandau ist das höchste Gebäude „Erbaut unter der Regierung Kaiser Wilhelms II von der Bürgerschaft in den Jahren MCMX – MCMXIII“, so steht es deutlich für die Rathausbesucher über dem Haupteingang. Geht der Blick zur Seite, so kann man an der 116 Meter langen Fassade eine siebenteilige Gliederung der Fensterachsen mit einem gegiebelten Vorsprung in der Mitte entdecken. Stolzes Wahrzeichen aber ist der 86,25 Meter hohe Turm. Wie soll die Fußgängerzone zukünftig gestaltet werden? Dies soll bei einem OpenAir-Workshop diskutiert werden In diesem Jahr haben Sie am 13. Mai am bundesweiten Tag der Städtebauförderung die Chance, sich über konkrete Maßnahmen der Städtebauförderung zu informieren und aktiv zu beteiligen. In nahezu allen Berliner Bezirken finden an diesem Tag zahlreiche Veranstaltungen statt. Der Bezirk Spandau ist mit sechs Aktionen dabei. Hoch hinaus Historische Gebäude fentlichen Dialog. Das Projekt aus dem // Städtebaulichen Denkmalschutz umfasst die barrierefreie Umgestaltung der Straßenräume, mögliche Standorte für Märkte und Gastronomie sowie eine Neuordnung des fahrenden und ruhenden Verkehrs. Auch Bodenbeläge, Stadtmöbel, Begrünung und Beleuchtung stehen an diesem Tag zur Debatte. „Beteiligung lohnt sich“, fordert das Altstadtmanagement Spandau zum Austausch mit den Akteuren auf. Eine große Ehre war es den Spandauern, als sie am 15.09.1913 den ältesten Sohn Kaiser Wilhelms II., den Kronprinzen Friedrich Wilhelm Victor August Ernst von Preußen zur Einweihung des Rathauses begrüßen durften. Drei Jahre Bauzeit waren für das von den Architekten Heinrich Reinhardt und Georg Süßenguth entworfene Domizil für Bürgermeister und Stadtverwaltung nun beendet. Aufgrund der damaligen rasanten Stadtentwicklung Spandaus reichten die Kapazitäten des früher in der Mitte der Altstadt ansässigen Rathauses (heute Standort der Berliner Volksbank) nicht aus, sodass nach Endfestigung der Stadt der jetzige Standort als geeignet erschien. Auch wenn gern vom „Rathaus in der Altstadt“ gesprochen wird, so liegt das Gebäude genau genommen am Rande der Altstadt - denn diese beginnt erst am Mühlengraben - in der heutigen Carl-Schurz-Straße. Das Rathaus besitzt eine rechteckige Grundform mit vier symmetrisch angelegten Innenhöfen. Während der Mittelteil des Gebäudes drei hohe Obergeschosse und ein oberstes Mezzaningeschoss aufweist, verfügen die Seitenflügel über ein Geschoss weniger. Die Fronten des Baus sind des Weiteren vielfach durch Vorsprünge gegliedert. Einen markanten Teil der Hauptfassade stellt der siebenachsige, vorspringende Mittelrisalit dar. Hinter diesem Haupttrakt befindet sich der Turm des Rathausbaus, welcher sogar den Turm der Nikolai-Kirche (77 Meter) überragt. Rechnet man die Länge des „Fahnenmastes“ mit seiner goldenen Kugel als trigonometrischem Messpunkt ab, dann kommt man immer noch auf stattliche 77,75 Meter, doch auch dies genügte damals, um symbolisch Überlegenheit zu demonstrieren. Der Turm selbst steht nicht auf dem unsicheren märkischen Sand, sondern setzt erst auf dem Gebäude auf. Damit wurden die statischen Unsicherheiten umgangen. Relativ spät, im Jahre 1995, wurde das Verwaltungsgebäude mit seiner geschichtlich wertvollen Bedeutung unter Denkmalschutz gestellt. Das Rathaus ist auch noch heute Zeugnis der Selbstständigkeit Spandaus, da es nach der ersehnten Endfestigung hinter dem Bereich der ehemaligen Stadtmauer errichtet worden war. Der Grundstein des heutigen Rathauses wurde vor über 100 Jahren, am 3. April 1911, gelegt. Heute befindet sich hier das Bezirksamt. Wer sich darüber hinaus über weitere Aktionen in Spandau, Hintergründe und interessante Fakten informieren möchte, erfährt alles Wissenswerte auf der Internetseite www.tag-derstaedtebaufoerderung.de Eine Informationsbroschüre ist beim Altstadtmanagement kostenlos erhältlich. Einkaufen in der Altstadt Gut besucht: Verkaufsoffener Sonntag in der Altstadt Spandau Holländischer Stoffmarkt und Gewerbetreibende luden am 09. April 2017 zu einem abwechslungsreichen Einkaufsbummel ein Nicht nur der traditionelle Holländische Stoffmarkt zog Zehntausende in die Altstadt. Diesmal gab es mindestens 38 Gründe mehr, die für den Erfolg des verkaufsoffenen Sonntags sprachen. Anlass war der Wunsch des Runden Tisches Gewerbe, einen gemeinsamen verkaufsoffenen Sonntag zu initiieren, an dem alle Gewerbetreibenden in der Altstadt ihr Ladengeschäft öffnen. Die aktive und persönliche Ansprache aller Gewerbetreibenden durch das Altstadtma- nagement sowie eine gemeinsame Plakatwerbung zeigten Erfolg. Der zeitgleiche Termin mit dem beliebten Stoffmarkt hätte nicht besser gewählt werden können. „Der verkaufsoffene Sonntag hat sich gelohnt. Viele Kunden kamen, um das ein oder andere zu kaufen. Beim nächsten verkaufsoffenen Sonntag am 22. Oktober 2017 bin ich wieder mit dabei“, so Frau Nitschke vom Bärenland, die wie 37 weitere Shopinhaber ihr Geschäft öffnete. Das breite gastronomische Angebot in der Altstadt ergänzte das besondere Einkaufserlebnis. 3 Anzeigensonderveröffentlichung Nr. 4 // Mai 2017 Ringfoto Fehse: eine Institution in Spandau Geschäfte in der Altstadt Seit 50 Jahren fest mit der Altstadt verbunden – das muss gefeiert werden Ringfoto Fehse und die Altstadt haben viele Gemeinsamkeiten. Tradition und ein Stück Spandauer Geschichte sind nur zwei. Geburten, Taufen, Hochzeiten, Jubiläen… ganze Familiengeschichten hat Heike Steinwallner miterlebt. Viele Spandauer kennen die engagierte Fotografin, die 2014 nach 20 Jahren im Unternehmen das Fachgeschäft vom Ehepaar Fehse übernommen hat. Ein freundliches „Hallo“ ist ihr allerorten beim Bummel durch die Altstadt sicher. Doch dafür bleibt derzeit wenig Zeit. Denn die Geschäftsinhaberin steckt mitten in den Vorbereitungen zum 50-jährigen Firmen- jubiläum. „Das soll ordentlich gefeiert werden“, verspricht sie. Vom 2. bis 6. Mai hat sie schon jede Menge Jubelangebote vorbereitet. „Da lohnt es sich ganz besonders bei uns in der Breite Straße 17 vorbeizuschauen“, sagt sie. Richtig rund geht es am Sonnabend, 6. Mai. Selbst Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank hat sein Kommen zugesagt. Musik, Party, Sekt und ein Glücksrad stehen auf dem Programm. Gegen 13 Uhr steigt die Das Fotofachgeschäft Ringfoto Fehse feiert in Kürze sein 50-jähriges Bestehen. Inhaberin Heike Steinwallner hat schon jede Menge Jubelangebote vorbereitet. Spannung ganz besonders. Denn dann werden zwölf wertvolle Preise verlost, darunter eine Digitalkamera und erstklassige Fotoshootings. Apropos: Mit den Studioaufnahmen und den Fotoserien bei Hochzeiten, Betriebsfeiern und anderen großen Events hat sich Heike Steinwallner und ihr Team einen Namen gemacht. Bekannt ist Ringfoto Fehse in Spandau aber von Anfang an. Als fester Bestandteil der Altstadt – nur einen Steinwurf vom Marktplatz entfernt – hat das Unternehmen über die Jahre hinweg, dank des fotografischen Könnens seiner Mitarbeiter in zahlreichen fotografischen Arbeiten einen Beitrag zur Dokumentation des Spandauer Lebens geleistet. Durch die Entwicklung hin zur digitalen Fotografie hat sich in den vergangenen Jahren jedoch viel geändert. Filmentwicklung und der Verkauf von Majid: Bäckerei mit Schwung technischem Zubehör sind zurückgegangen. Die Bedeutung des eigenen Fotostudios und des Labors, die Restaurierung von alten Fotos und Filmen und die Bearbeitung digitaler Medien sind aber heute äußerst gefragte Leistungen. „Um perfekte Ergebnisse zu erzielen braucht es ein einwandfreies Zusammenspiel aus moderner Technik, Fotografie, Bildbearbeitung und Herstellung. Unsere zeitgemäße und moderne Technik im Studio und im Labor eröffnet viele Gestaltungsmöglichkeiten“, erklärt die Geschäftsführerin dazu. Hier punkten sie und ihre Mitarbeiter durch ein enormes Fachwissen und einen großen Erfahrungsschatz. Ihre ganz persönlichen Erfahrungen als Geschäftsfrau bringt Heike Steinwallner jetzt für das Projekt // Städtebaulicher Denkmalschutz ein. „Es ist ganz wichtig, dass unsere Altstadt attraktiver wird. Ein vernünftiger Außenauftritt, für den jetzt das Gestaltungshandbuch entwickelt wird, ist Vorraussetzung damit der Mittelpunkt des Bezirks endlich mehr Wohlfühlcharakter erhält“, sagt sie. In der Jüdenstraße 17 gibt es herrlich duftendes Fladenbrot – von Hand und mit Liebe gemacht Klopfen, Schwingen, Schleudern, Drehen. Bevor man sich versieht, landet ein hauchdünner Teigfladen im Lehmofen. Dann noch einer, ein weiterer, der nächste… Und spätestens dann ist es mit der Beherrschung vorbei. Wer dabei zu- sieht, wie die frisch gebackenen Fladenbrote der Majid-Bäckerei so duftend warm aus dem Ofen wandern, muss einfach kosten. Und nicht nur das: Er wird sie kaufen und immer wieder in die Jüdenstraße 17 kommen, um Nachschub zu besorgen. Seit 1. März betreibt Bayar Kande mit In der Majid-Bäckerei werden von Bayar Kande (m) und seinem Team Fladenbrote in 400 Grad heißen Lehmöfen gebacken. Impressum Herausgeber: Bezirksamt Spandau von Berlin Stadtentwicklungsamt; Wirtschaftsförderung Redaktion: Altstadtmanagement Spandau Druck: Axel Springer SE Druckhaus Spandau V.i.S.D.P.: Andreas Wunderlich, Wunderlich Stadtentwicklung Berlin GmbH Für den Inhalt der Zeitung zeichnet nicht der Herausgeber, sondern die Redaktion verantwortlich. 4 Ihre Ansprechpartner Altstadtmanagement Spandau Mönchstraße 8, 13597 Berlin Andreas Wunderlich (Projektleitung), Björn Nieter, Kristine Harrmann, Theo Wunderlich Tel. (030) 35 10 22 70 info@altstadtmanagement-spandau.de Sprechzeiten im Vor-Ort-Büro: montags 15-18 Uhr dienstags 10-12 Uhr donnerstags 17-19.30 Uhr Für weiterführende Informationen zum // Städtebaulichen Denkmalschutz wenden Sie sich bitte an folgende Abteilungen im Bezirksamt Spandau: seinem Team in der Altstadt eine Backstube, in der von Montag bis Sonnabend von 8.30 Uhr bis 19 Uhr unablässig Fladenbrot gebacken wird. Wer es kaufen möchte, muss die Eingangstür zur Backstube benutzen. Einen eigenen Shop hat Bayar Kande nicht. Dafür steht aber jedem Kunden die Tür zu seiner Bäckerei offen. Sie ist leicht zu finden. Denn nicht nur das große Schild über den Fenstern weist den Weg, auch das herrliche Brotaroma, dass einem schon von Weitem in die Nase steigt. Kurden, Türken, Araber, Deutsche sind seine Kunden. „Es könnten noch ein paar mehr sein“, sagt Bayar Kande. Aber so lange ist er auch noch nicht in der Altstadt vertreten. Sein Angebot muss sich noch weiter herumsprechen. Trotzdem freut er sich schon über feste Stammkundschaft. Dazu zählen nicht nur die Nachbarn und Besucher der Altstadt, sondern auch Gewerbetreibende. Die Brote werden abge- Stadtentwicklungsamt, FB Stadtplanung Carl-Schurz-Str. 2/6, 13597 Berlin. Sprechzeiten: dienstags und freitags 9-12 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung. Leitung Markus Schulte Tel. (030) 902 79 26 63 Gruppenleitung Nadine Deiwick Tel. (030) 902 79 25 26 Programmbetreuung Markus Anders Tel. (030) 902 79 21 95 Wirtschaftsförderung Leiter: Patrick Axel Sellerie Tel.: (030) 902 79 22 66 stellvertretender Leiter: Ricky Jahn Tel.: (030) 902 79 22 72 packt in Tüten verkauft. Vier Stück sind darin, sie kosten 1,40 Euro. Wer sein Brot handwarm sofort verdrücken will, kauft es einzeln für 50 Cent. Währenddessen sind schon wieder die nächsten Brote fix und fertig. Für den gesamten Backvorgang benötigt es eine gehörige Portion Fingerfertigkeit. Keine Maschine könnte die Arbeit der erfahrenen Bäcker übernehmen. In Sekundenschnelle wird aus einer Teigkugel, die nur aus Wasser, Weizen, Salz und Hefe besteht, mittels weniger Handgriffe ein hauchdünner Fladen geformt. Das macht ordentlich Krach, denn hier gehört Klopfen zum Handwerk. Anschließend geben die Bäcker dem Teig ordentlich Schwung und schon wandert ein kreisrunder Fladen an die Innenwände des 400 Grad heißen Lehmofens, wo sie nur wenige Sekunden backen. Und von dort auch schon wieder von den nächsten heißhungrigen Käufern erwartet werden. Gebietsfonds 2017 Beantragen Sie für Ihr Projekt Fördergelder Grafik: Style-Photography - Fotolia.com Neues aus der Altstadt Sie haben eine gute Idee für eine Marketingveranstaltung in der Altstadt Spandau? Sie möchten eine kleine Baumaßnahme an Ihrem Geschäft im Fördergebiet durchführen? Kultur ist genau Ihr Ding und andere könnten in Spandaus Mitte davon profitieren? Dann beantragen Sie für Ihr Projekt doch einen finanziellen Zuschuss! In unserer letzten Ausgabe haben wir den Spandauer Künstler Guenter Deniselle vorgestellt. Die künstlerische Gestaltung der Stromkästen in der Altstadt konnte auf Initiative der Vereinigung Wirtschaftshof Spandau e.V. anteilig aus dem Gebietsfonds 2016 finanziert werden. In diesem Jahr wurden bereits zwei Projekte von der Gebietsfondsjury positiv beschieden: Werbung für die Hochzeitsmesse im Brose-Hof am 8. April und die Fassadensanierung am Gebäude Lindenufer 17. „Auch weiterhin stehen Fördergelder zur Unterstützung kleinerer und größerer Projekte und Aktionen aus dem Förderprogramm // Städtebaulicher Denkmalschutz bereit“, sagt Kristine Harrmann vom Altstadtmanagment Spandau. Wer sich als Bewohner, Gewerbetreibender oder Eigentümer in der Altstadt Spandau engagieren möchte, kann durch den Gebietsfonds bis zu 50 Prozent der geplanten Projektkosten bezuschusst bekommen. Gefördert werden unter anderem Marketingaktionen, öffentliche Veranstaltungen oder kleinere (Bau-)Maßnahmen an Gebäuden. Eine Jury aus lokalen Akteuren wird über eine Förderung der Projekte entscheiden. Interessierte haben erneut bis zum 15. Juni 2017 Zeit, Ideen und Vorschläge beim Altstadtmanagement Spandau einzureichen. Nähere Informationen sowie Antragsformulare unter www.altstadtmanagementspandau.de Termine • Spandau mobil – Kinderfest: 06. Mai 2017, Marktplatz • Tag der Städtebauförderung: 13. Mai 2017, Breite Str. / Ecke Marktplatz • Montagskonzert bei Kerzenschein: 15. Mai 2017, Reformationsplatz • Spargeltag auf dem Land- und Bauernmarkt: 01. Juni 2017, Marktplatz • 23. Spandauer Havelfest: 09. – 11. Juni 2017, Lindenufer • Einreichungsfrist Anträge 2. Aufruf Gebietsfonds: 15. Juni 2017 • Kinder- und Familientag: 07. Juli 2017, Marktplatz
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