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Hellmut Späth

Full text: Späth-Buch 1720-1920 / Späth, Hellmut L. (Public Domain)

Teilansicht aus dem Kuhstalle der Baumschule Ketzin. 
Hier werden 60 Kühe zur Milchversorgung der Angestellten und zur Düngergewinnung gehalten, 
aus den Bildern S. 22—33 im gärtnerischen Teil dieses Buches hervor. Das 
gesamte Gelände wird von der Nauen-Ketziner Kleinbahn durchzogen, so dass 
die von Nauen mit der Bahn ankommenden Besucher der Baumschule ‚schon 
auf der Fahrt Gelegenheit haben, den ganzen Betrieb zu sehen. Da die Ein- 
wohnerzahl von Ketzin nach der Erschöpfung der früher dort mächtigen 
Tonlager und dem Stillstand der früher sehr‘ entwickelten. Ziegelindustrie 
beträchtlich zurückgegangen war, so bot sich Gelegenheit, zu günstigen 
Preisen eine Reihe von Häusern als künftige Wohnstätten für die Angestellten 
der Firma zu erwerben. Auch erwarb die Firma das Hotel „Zum schwarzen 
Adler“, wo ihren‘ unverheirateten Angestellten Beköstigung und den. von 
auswärts kommenden Besuchern Nachtquartier geboten werden kann. Hier 
finden auch die neu eingerichteten gärtnerischen. Fortbildungskurse für. die 
Lehrlinge der Baumschule statt. Durch die Verlegung der Späthschen Baum- 
schulen nach Ketzin ist für dieses Städtchen wieder ein erfreulicher 
Aufschwung zu erwarten. Dieser kann aber nur nach Schaffung besserer 
Eisenbahnverbindung mit Berlin durch Ausbau der jetzigen Güterstation 
Neugarten (s. S. LXIV) zu einer , Personenzug - Haltestelle geschaffen 
werden. Während die augenblickliche Fahrt von Berlin nach Ketzin noch 
fast zwei Stunden in Anspruch nimmt, dürfte die‘ Fahrtdauer nach 
Errichtung einer Personenzug-Haltestelle in Neugarten um drei Viertel- 
stunden verkürzt werden. Unmittelbar an der Güterstation Neugarten 
erwarb.Dr. Späth im Jahre 1918 ein 50 Morgen grosses Gelände mit einer 
über 1 km langen Bahnfront an der stark befahrenen‘ Hauptstrecke Berlin 
—Hannover; hier sollen’ längs‘ der Bahnlinie Mustergärten für Reklame- 
zwecke ausgeführt. werden; auch ist eine Verkaufsstelle für die in 
Ketzin gezüchteten Pflanzen an dieser Stelle geplant für den Fall, dass 
die jetzt noch in Berlin-Baumschulenweg ‘befindliche Pflanzenverkaufsstelle 
einmal ganz eingehen sollte. Der weitere Ausbau des im August 1920 
eingerichteten Personen-Autoverkehrs Potsdam—Ketzin wird jedoch mög- 
licherweise eine derartige Verkürzung der Fahrzeit von Berlin nach Ketzin 
„SE
	        
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