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Carl Friedrich Späth der Aeltere. 1721-1782

Full text: Späth-Buch 1720-1920 / Späth, Hellmut L. (Public Domain)

Bäume seien geeignete Gärtner zu ‘bestellen. „Bei verspürter fernerer 
Renitenz der Beamten sind diese aus dem Amt zu setzen. Wer aber dafür 
sorgt, dass diese Dinge gut‘ vonstatten gehen, soll besonders ‚distinguirt 
werden.“ 
Die von Friedrich dem Grossen angelegten Kreis-Baumschulen sind aber 
trotz seiner Edikte bald wieder verschwunden. Wie alle „sozialisierten“ 
Betriebe arbeiteten sie zu.teuer. Auch die im 19. Jahrhundert angelegten 
Kreis-Baumschulen sind fast durchweg von den Behörden selbst geschlossen 
worden, da die Kreise ihren Pflanzenbedarf durch die Privat-Baumschulen 
auf dem Wege öffentlicher Ausschreibung stets bedeutend billiger erhielten. 
Baumpflanzung zur Zeit. Friedrichs des‘ Grossen. 
Auf Befehl des Königs wurden alljährlich tabellarische. Verzeichnisse 
über die Zahl der im Laufe des Jahres neu angepflanzten Bäume eingereicht. 
Diese Tabellen weisen Zunahmen der Neupflanzungen. nach. ; So betrug ‚die 
Zahl derselben innerhalb. der Churmark. im Jahre‘ 1754 = 38024 Stück, wäh- 
rend die Zahl im Jahre 1767 auf 126 628 Stück gestiegen war. Bei. diesen 
Nachweisen war die Zahl der. bis. zum Ende-des. Jahres von den gepflanzten 
Bäumen wieder, ausgegangenen Stämme zu vermerken. Als letztere Zahl 
im Jahre 1767 in der Churmark eine :sehr erhebliche war, rügte dies. der 
König in einer an die Kammer gerichteten Kabinettsorder vom 8. Juni 1768. 
„Da es“, heisst es dort, „lediglich in der fehlenden Sorgfalt liegt, wenn so 
viel Stämme nicht fortkommen, so müssen die. Landräthe «die Leute , zu 
mehrerer Accuratesse und besserer Pflege der Bäume animiren.“ A a 
Eine durchgreifende allgemeine ‚Massregel traf. weiterhin. der König 
damit, dass er die Anstellung von. Kreisgärtnern ‚verfügte. Es wurden 
auf seine Kosten 1770. in. der Churmark. 40 Kreisgärtnereien ‚errichtet, 
und es setzte der Retablissementsplan vom genannten Jahre 8000 Taler dafür 
aus, Eine besondere Instruktion regelte-die Tätigkeit dieser Beamten.. Ihre 
Hauptobliegenheiten bestanden darin, innerhalb der ihnen anvertrauten 
Distrikte die Baumpflanzungen und. insbesondere die Alleen an. den Wegen
	        
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