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Stachelbeeren

Full text: Späth-Buch 1720-1920 / Späth, Hellmut L. (Public Domain)

Eine sehr geschätzte Beerenfrucht von vielerlei Verwendbarkeit. Ist sie doch die erste, die uns im zeitigen Früh- 
jahr schon ihre noch grünen Früchte zum Verbrauch anbietet, Ueberraschend schnell geht die Entwicklung der jungen 
Früchte vor sich, besonders bei grossfrüchtigen Sorten, Kaum dass die Blüte vorüber ist, schwillt die Frucht schnell 
an, so dass sie schon nach wenigen Wochen grün gepflückt werden kann, 
An Boden und Lage nicht anspruchsvoll, gedeiht sie auch noch recht gut in etwas ‚schattigen. Lagen. Je besser 
natürlich ihr Standort ist, desto reicher ist auch ihre Entwicklung und Tragbarkeit. Bei.einer Neupflanzung ist das 
Land in üblicher Weise tief zu bearbeiten, auch gut zu düngen.. Eine Entfernung von 2 m von Strauch zu Strauch 
genügt. Aeltere Bestände müssen, um sie stets’ in gutem Wuchs zu halten, nach einigen Jahren eine erneute Düngung 
erhalten. Auch muss das Land alle Jahre im Herbst gegraben werden. Jauchegaben im Winter, auch zur Wachstumszeit, 
sind den Büschen sehr dienlich. ‘ Der Schnitt beschränke sich auf ein gutes Auslichten des Strauches, damit sich 
derselbe durch Bildung von Jungtrieben dauernd verjüngt. Junges, lebensfähiges Holz ist der Träger reichsten Frucht- 
behanges. Vor allen Dingen dürfen die Büsche nie zu dicht werden, dürfen nie verwildern: 
Kronenbäumchen sind sehr beliebt und werden gern auf Beete längs der Gartenwege gepflanzt. Sie erfordern 
einen sicheren Halt durch einen kräftigen Pfahl. Die Bänder müssen sehr gut sein, damit der Wind die Kronen 
nicht abreisst und abbricht.‘ 
Der in der letzten Zeit auftretende amerikanische Stachelbeermeltau hat den Anbau etwas eingeschränkt. Wo sich 
diese Krankheit bemerkbar macht, wird mit Formaldehyd, und zwar zunächst im Winter und dann fortlaufend alle 
zwei bis drei Wochen gespritzt, Das weitere Auftreten des Pilzes wird dadurch gewöhnlich verhindert. Befallene 
Triebspitzen sind bald abzuschneiden und zu verbrennen, Phosphordüngung macht die Sträucher widerstandsfähiger. 
Fruchtzweig von „Früheste von Neuwied“ 
Rote säften, Weinen, Likören, Marmeladen u. dgl. 
153 N Der Strauch liefert reiche Ernten mittelgrosser 
. Alicante, . . roter Früchte. Der rosafarbene Blütenflor ist im 
Mittelfrüh. Mittelgross bis gross, rundlich, fast zeitigen Frühjahr eine hübsche Zierde, (Siehe 
kahl. Strauch sehr ertragreich. auch Ribes succirubrum Zabel unter „Laub- 
130. Amerikanische Gebirgsstachelbeere, hölzer“.) 
Spät. Klein bis mittelgross, rundlich, = kahl, 149, Frühe Rote. (Wilmot’s Early Red.) 
Strauch ausserordentlich ertragreich. Für den Sehr früh. Mittelgross, oval, fast kahl. Strauch 
Massenanbau, besonders zum Grünpflücken fruchtbar. Eine der ersten Frühsorten, . zum 
Wa zur Weinbereitung. Gegen amerikanischen Massenanbau für den Markt. 
DENN 189. Früheste von Vierlanden, 
196. Färbestachelbeere. Sehr früh.‘ Eine wegen ihrer Frühreife, Grösse, 
Der leuchtend rote, rein saure, allen Beige- schönen roten Farbe und reicher Tragbarkeit 
schmacks bare Saft der Früchte dieses Bastards für den Markt wertvolle Sorte.‘ ‘Frucht gross, 
eignet sich ausgezeichnet zum Färben von Frucht- oval. kahl, 
2.89 pätb, Baumfhule, gegründet 17920 6
	        
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