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Christoph Späth. 1696-1746

Full text: Späth-Buch 1720-1920 / Späth, Hellmut L. (Public Domain)

Schloss und Schlosspark in Charlottenburg. (Radierung aus dem 
Jahre 1730.) In der Hofgärtnerei des Schlosses Charlottenburg 
erlernte Carl Friedrich Späth der Aeltere um 1736 die‘ Gärtnerei: 
Im Jahre 1710 erhielt König Friedrich‘ I. aus Nordamerika die erste 
Robinie (Robinia pseudacacia) — im Volksmunde heute Akazie genannt — 
und schenkte sie seinem Minister Ilgen, der sie im Park seines Rittergutes 
Britz bei Berlin pflanzte. Diese älteste Akazie Deutschlands steht noch 
heute dort, in unmittelbarer Nähe der später nach Britz verlegten Späthschen 
Baumschule. | 
Auf den prachtliebenden Friedrich I. folgte der sparsame und einfache 
König Friedrich Wilhelm I. von 1713 bis 1740. Unter ihm wurde die 
Friedrichstadt weiter ausgebaut; es entstanden das, Spandauer und Stralauer 
Viertel, und man begann einen grossen Teil der Strassen zu pflastern. 
Die ersten Namensschilder -prangten an den Strassenecken und die Post 
hatte die ersten vier beamteten Briefträger eingestellt, damit die Berliner 
Bürger nicht mehr nötig hätten, persönlich beim Postamt nach eingegangenen 
Sendungen Nachfrage zu halten. 
Im ‚Jahre 1722 wurde die „Vossische Zeitung“ gegründet, 1727 erliess 
der König eine Feuerlöschordnung, deren Bestimmungen die Grundlage der 
gesamten Berliner Feuerlöschordnung bis zur Errichtung unserer jetzigen 
Berufsfeuerwehr gebildet haben. Ein Jahr vor seinem Tode, 1739, errichtete 
der König in Berlin das Institut der. Droschken. Er schenkte 12 Wagen 
im Werte von 1350 Talern -an- eine Gesellschaft von Fuhrleuten, Nach 
französischem Vorbilde hiessen diese Wagen.„Fiacres“; sie waren oliven- 
farben gestrichen, trugen weisse Nummern und. waren mit grauem Tuch 
ausgeschlagen. Die Kutscher trugen Dreimaster und lange Schossröcke. 
Die Taxe war auf 4 Groschen für die einfache Strecke festgesetzt. Halte-
	        
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