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Erster Band Viertes Kapitel

Full text: Der Spreekönig / Wald, Carl (Public Domain)

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„Noch ein Glas“, befahl er dem Mädchen, welches auf 
einem Tablett Wein, Cakes und Gläser brachte, „setze Dich, 
Maxr.“ 
Mar ließ sich das nicht zweima! sagen. 
Ah, q Lionenerbin Geschichte steht ja 
jetzt in a9. Safs 5 also, Fräulein? 
Na, da 5. nen ver 
Er hie uUWpas breite aber sonst wohlgepflegte 
Hand hin, Jenny freudig einschlug. Tas war 
etwas für , da thaute sie auf. Diefe urwüchsige, 
burschikose RNatur sympathisirte mit ihrem sanguinischen. 
lebensfrohen Temperament. 
Mar Hurach war ein Schulfreund Kurt Röders. Sie 
hatten immer zusammengehalten, weil Mar seinem Freunde 
Kurt blindlings fogte. 
Er hielt Kurt für sehr „vornehm“ und ließ sich des— 
halb bis zu einer gewissen Grenze gern vo ihm leiten. 
Und Kurt Röder gefiel es, einen so tra— zutmüthigen, 
stets fidelen Gefährten zu haben; er hielt si. Nar Hurach, 
wie ein anderer sich vielleicht einen schönen Bernhardinel 
oder dergleichen hält. 
Mar Hurach war im Ganzen, was man einen „guten 
Kerl“ nennt. Tas Pulver hatte er freilich nicht erfuͤnden, 
aber das war auch nicht nöthig, denn er“ war ja Vaters 
und Mutters einziger Sohn gewesen, und Hofschlächters 
hatten es zu etwas gebracht. 
Mar Hurach war von untersetzter Figur, etwas breit— 
schultrig; sein Lundes Gesicht umrahmte ein rothblonder 
Vollbart, und — ein Mann braucht ja nicht schön zu sein 
er gefiel, weil ihm selbst Alles und sogar er sich selbst 
gefiel. Eine laute, fröhliche Stimme, ein frisches Lachen, 
eine stete Ungezwuͤngenheit machten ihn für lustige Gesell 
schaften zu einer bis zu gewissem Grade ganz angenehmen 
Zugabe. 
Kurt Röder hatte eingeschenkt. 
„Nun denn! Auf die glückliche Erbin!“ 
Max Hurach stieß zuerst mit Jenny an.
	        
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