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Zweiter Band Einunddreißigstes Kapitel

Full text: Der Spreekönig / Wald, Carl (Public Domain)

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Hurach und seine Frau! Der Herr In““zrath Kay, der 
Erbschaftsverwalter! Der Rechtsanwn“ Alberti! Diese 
Martha Stecet! Ja, auch die 7ct ommerzienräthin 
Röder, die ter Kurt Röders: Jenny hatte es 
nicht vergesser daß die Frau Komterzienrath mit ihrer 
Tochter damcg“ in Wannsee den Tisch verlassen, als der 
Wein kam. 
Und dann, der Theaterdirektor! Die Schauspieler 
und Schauspielerinnen und Alles, was sonst zu dieser Art 
„Bau“ gehört! Wie werden diese alle sie bewundern und 
beneiden. 
Es ist gut, daß sie daran denkt. Wo ist doch der 
Brief, den sie vorhin bekommen? Der Brief von Ur. 
Arndt? 
Ah! Bertha! Ihre ehemalige Kollegin! O, mit der 
will sie gleich Abrersnung halten, denn Bertha betraf der 
Brief Dr. Arndt's. 
Jenny klingelt. 
Bertha tritt ein. 
„Wo ist meine Mutter?“ 
„Bei mir in der Küche, gnädiges Fräulein!“ 
„Schon wieder?“ Jennhy ist uͤngeduldig und nervös. 
„Na, es ist 'ne einfache Frau, sie ist eben am liebsten 
in der Küche.“ 
„Schon gut!“ Die künftige Fürstin läßt sich stolz wie 
eine solche auf einen Sassel nieder. 
„Befehlen znädicge Fräulein sonst noch etwas?“ fraat 
Bertha. 
„Ich hab atit Dir zu sprechen. — Sage einmal, was 
hast * Stafferts zu thun?“ 
„I. .Es klingt sehr gedehnt dieses „Ich?“ 
„Ic weiß Alles! Du hast mich abscheulich hinter 
gangen. Du hast Dich von meinen Feinden als Spionin 
brauchen lassen. Ich habe Dir das vollste Vertrauen ge— 
schenkt, und Du hast es in niedrigster, gemeinster Weise 
mißbraucht.“ 
Bertha ist dunkelroth geworden.
	        
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