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Erster Band Achtes Kapitel

Full text: Der Spreekönig / Wald, Carl (Public Domain)

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die Fonheit gehabt, unsern Frauen »n Ethos auf— 
zuforder Stellung zu der bewußter age, zu nehmen 
und cint tion gegen die Vivisektis oenso eine gegen 
den angt mit zu unterschr 
tdirektor Schirmer dar Hurach wußte 
genug. Siese war einst die int; Freundin der Frau 
Kommerzienrath gewesen, aber als wean Frau Schirmer — 
statt der Frau Kommerzienrat) zur Präsidentin‘ in 
jenem Verein gewählt, war diese Freundschaft in bittere 
Feindschaft umgeschlagen. 
Eine Zeit bang hatten sogar beide Tamen nebeneinan 
der präsidirt — als .Contrepräsidentinnen - Jede hatte 
eine Gloͤcke gehabt und diese, sobald Gegnerinnen sprachen, 
auch ganz energisch gehandhabt, so daß boshafte Zungen 
behaupteten, dieser Tamenverein mache Klingebolles Milch 
jungen die gefährlichste Ken schließlich aber war 
die Frau Kommerzienrath unn cc. Anhängerinnen aus— 
geschieden, und mit Hülfe des Jerrr Ristizrath Kay war 
der Frauenverein ‚Ethos‘ entstander Dieser Verein — 
es lag schon im Namen — befaßte hauptsächlich mit 
Ethik — und zwar mirt dieser al«— ttenlehre für alle 
Gebiete des menschlichen Lebens. 
Mar Hurac“ war es im ersten Augenbtick völlig un 
verständlich, wie Kurt dazt kam, sica, so plötzlich für 
Vivisektion;, und nr' wan, „interessiren. 
Da dachte ec. aun 5uualdkürlich richteten 
sich seine Blicke auf Angele Ac still und reservirt bei 
Seite stand und dem Gespräch keine Aufmerksamkeit zu 
schenken schien. 
Aber Kart« Blicke hatten für einige Momente recht 
gespannt caf ihrem lieblichez — geruht — gerade 
während die Frau Kommeczur«e, sich so streng gegen 
Mar gewendet. 
Ah! War es also das? Mar Hurach vermochte 
ein Lächeln nicht zu unterdrücken. Dennoch seufzte er gleich 
darauf recht schwer und tief, da ihm der Gedanke kam: 
dieser Kurt Röder ist frei — er kann thun, was ihm be 
tiebt. Du aber“ — Was wird Eliza und was die Frau
	        
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