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Erster Band Siebentes Kapitel

Full text: Der Spreekönig / Wald, Carl (Public Domain)

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sucht hätte „ich habe so jethan, als suchte ich eine 
Stellung at etn Gejelbeet — erklärte er; „aber 
ich denke jar nies an dir denke an janz was 
Anderes, Herr atgtt Arde weich — „habe 
mich vorgenomenen —1 heir er wurde noch weicher 
— „hoffentlich wird es mig gut bekommen auf meine 
alten Tage. Es is eine Jemüsewittwe aus die Marcht— 
halle in die Lindenstraße, oher ihren Keller hat sie bei 
uns in die Maaßenstraße. Ich habe zwar noch nicht bei sie 
anjehalten, ich will es morgen aber zum ersten Mal pro 
biren und“, — er richtete sich stolz auf — „weist sie mir 
ab, so jeht es auch ohne diesem, Herr Rath.“ — Dann fuhr 
er fort zu berichten, daß er z Herrn Kurt Röder aber 
nicht das rechte Vertecnen habe, denn dieser hätte nichts 
von der Sache betr der „jebodrenen Rosa Merker“ 
hören wollen — 253 ääulein Angela Herbeck habe er 
aber dennoch zu in atter und Schwester nach Wann— 
see eingeladen, un' zeute hätte er sie mit seiner Schwester 
zusammen auch na, Vannsee abgeholt, um sie seiner Mutter 
vorzustellen. 
Bei dieser Gelegenheit habe er ihn — Friedrich Wil— 
helm Wulkow — aufgefordert, ihn morgen, Sonntag Vor— 
mittag, zu besuchen, da er Näheres über Fräulein Herbeck 
von ihm zu erfragen wünsche. 
„Nu kommt meine Bitte um Rath, Herr Rath“, schloß 
Wulkow, „soll ich ihm nun Alles sagen? Alles von die 
jeborene oder vielmehr nich jeborene Merker, und Alles 
von die Leute, wo das arme Fräulein Angjela in Pennsion 
war? — Sollte sie das nicht bei diese reichen Leute schaden, 
Herr Rath.“ 
Der Herr Rath verneinte. Er sei mit Jenny Schröder 
der nach alledem wohl die Erbschaft zu entschwinden 
scheine — bei Herrn Röder gewesen. Herr Röder habe 
den besten Eindruck auf ihn gemacht, und sein Rath könne 
nuur dahin lauten, daß Wulkow völlig offen zu Herrn 
Röder spreche. Es sei das umsomehr Wulkows Pflicht, 
da durch ihn, d. h. durch seine volle Offenheit allein, ein 
Anhalt gewonnen werde könne — der Herr Rath verfiel
	        
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